
Im April 1965 begibt sich US-Musiker Bob Dylan auf eine kurze Tour durch England. Überraschte er auf seiner jüngsten Studioveröffentlichung "Subterranean Homesick Blues" auch mit einigen elektrisch verstärkten Rock-Songs, so präsentiert er sich nun während der Konzerte im vertrauten Stil des Folk-Solisten. Doch entzieht sich Dylan zumindest außerhalb der Konzerthalle (bei Reportern wie Fans)dem damit assoziierten Image des Protestsängers, das ihn in vorangegangenen Jahren zur Ikone machte.
Rockumentary- und "Direct Cinema"-Pionier D. A. Pennebaker fängt Bob Dylan hier am künstlerischen Scheideweg ein. In der unmittelbaren Folgezeit entwickelt sich Dylan auch live immer mehr weg vom Folk-Solisten, hin zum Rock Kontroversen. An Songs sind in Ausschnitten etwa Versionen von "It's alright Ma" oder "The lonesome Death of Hattie Carroll" zu hören. Das Filmintro bietet zum Titelstück des seinerzeit aktuellen Dylan-Albums einen Musikvideo-Prototyp. Zum Tour-Tross zählt unter anderem Joan Baez.