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Body Shots

Vier Frauen und Männer erleben guten Sex, schlechten Sex und eine turbulente Nacht in L.A.


Body Shots

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Erhältlich seit:
05.12.2000

Drama

USA 1999
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Sean Patrick Flanery
Jerry O'Connell
Amanda Peet

Regie: Michael Cristofer
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Body Shots

Vier Frauen, vier Männer, allesamt lebenslustige Twens, und eine lange, heiße Nacht im angesagtesten Club von Los Angeles. Auf der Suche nach Sex und Liebe findet Rick die Frau seiner Träume, begegnet Trent endlich seiner Herrin und Meisterin, erleidet Shawn eine bittere Enttäuschung und droht dem erfolgsverwöhnten Macho Michael eine Gefängnisstrafe, weil er seine jüngste Eroberung vergewaltigt haben soll und diese Behauptung wegen allzuvieler Drinks nicht widerlegen kann.

Das Spielfilm-Debüt des Pulitzer-Preisträgers, Theater- und Fernseh-Regisseurs Michael Cristofer, der hier ein Drehbuch des hochgelobten "American History X"-Autors David McKenna adaptiert hat. Das Ergebnis: Eine kontroverse, von allen Seiten beleuchtete Geschichte, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Fantasie und Realität pendelt. Ein ehrenwerter, recht unterhaltsamer Versuch eines kritischen Generationsporträts, dem mehr Biss und insgesamt überzeugendere Darsteller gut zu Gesicht gestanden hätten. Ein Tip für Teens, die vom Film mehr als pure Unterhaltung verlangen.

Body Shots

Sie reißen nicht ab, die mit Clubbing, Sex und Alkohol gesättigten Nächte, in denen junge schöne Menschen auf der Suche nach Vergnügen Erfahrungen fürs Leben machen. Wie die kommerziellen Enttäuschungen der letzten Beiträge dieses Neunzigerjahre-Genres in den USA nahelegen, zeigt sich das Publikum gegenüber solchen Stoffen verkatert. Ob ihm vor Monaten mit "Go" ein witziger und durchdachter, oder unlängst mit "Body Shots" ein unausgereifterer, diffuserer Vertreter präsentiert wurde, der auch in deutschen Kinos vor allem über sein interessantes Aufgebot an jungen Gesichtern und das vermeintlich vermittelte Lebensgefühl sein junges Publikum suchen muß.

Daß die erhoffte Nacht der Höhen in L.A ohne Abstürze nicht zu haben war, zeigen schon die ersten Bilder, in denen Sean Patrick Flanerys Rick, noch benebelt vom Alkohol, auf der Toilette Chaos stiftet, während Tara Reids Sara, blutbefleckt und geschockt, auf dem Highway das letzte Essen herauswürgt. Minuten später klingelt sie bei ihrer Freundin Jane (Amanda Peet) und behauptet, von Ricks Freund Michael vergewaltigt worden zu sein. Gelegenheit für Drehbuchautor David McKenna ("American History X") zurückzublenden und nachzuforschen, wie vier Männer und vier Frauen, alle Anfang zwanzig, in den letzten Stunden die auch in diesem Alter offenkundig problematische zwischenmenschliche Kontaktaufnahme bewältigt haben. Vor dem großen Andocken in einem Danceclub trinken sich die Geschlechter in Form und tauschen sich verbal über Flirten, Dates und Sex in allen Variationen aus. Und weil McKenna und Regiedebütant Michael Cristofer (inszenierte Angelina Jolies hochgelobten Fernsehfilm "Gia") nicht ganz zu Unrecht der Tiefgründigkeit dieser Gespräche mißtrauen, dürfen die Figuren in direkter Zuschaueransprache kurze Einblicke in ihr wahres Ich geben. Als interessanteste Charaktere bleiben schließlich Flanerys Rick und Peets Jane zurück, die als einzige so etwas wie Persönlichkeitsreife und demzufolge auch höhere Ambitionen als Analsex und Parkplatzquickies haben. Cristofer und McKenna verstehen ihren Film sichtbar als Dokument einer sexuell befreiten Jugend, die ihre Fantasien ausspricht und ihren Impulsen folgt. Die läuternde Wirkung der vermeintlichen Vergewaltigung, die uns hinsichtlich des Täters rätseln lassen und unsere persönlichen Einordnungen der Figuren überdenken lassen will, bleibt dabei beschränkt. Weil Luder und Macho nur bedingt als Magnet für Mitgefühl und Sympathie tauglich sind, und auch der Film die Möglichkeit der Simulation höher bewertet als den faktischen Gewaltakt. So unschlüssig wie "Body Shots" ist letztlich auch der Zuschauer, der sich von diesem gefällig konsumierbaren Debüt weder belästigt noch herausgefordert fühlt. kob.

Darsteller:  Sean Patrick Flanery   als Rick Hamilton
  Jerry O'Connell   als Michael Penorisi
  Amanda Peet   als Jane Bannister
  Tara Reid   als Sara Olswang
  Ron Livingston   als Trent Barber
  Emily Procter   als Whitney Bryant
  Brad Rowe   als Shawn Denigan
  Sybil Temchen   als Emma Cooper
 
Regie:  Michael Cristofer  
Buch:  David McKenna  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Rodrigo García  
Produzent:  Jennifer Keohane  
  Harry Colomby  
 

Body Shots in der Fotoshow

 

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