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Boogeyman - Der schwarze Mann

Horrorfilm in der Tradition von "Nightmare on Elm Street", in der ein alter Kinderreim grausige Realität wird.


Boogeyman - Der schwarze Mann

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Erhältlich seit:
08.09.2005

Originaltitel: Boogeyman

Horror

USA 2004
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 16

Barry Watson
Emily Deschanel
Skye McCole Bartusiak

Regie: Stephen Kay
Universal Pictures Germany

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Der tödlichste aller Kinderreime beschwört ein unheimliches Wesen, das in diesem Nonstop-Horrorinferno seine Opfer unbarmherzig verfolgt.

Tim entdeckt, dass in der Figur etwas Böses lauert (Foto: UIP) Großansicht

Tim entdeckt, dass in der Figur etwas Böses lauert (Foto: UIP)

Schon lange Zeit bevor es Albtraummörder à la Freddy Krueger gab, versetzte ein kleiner Reim unzählige Kinder in Angst und Schrecken. Von perfiden Eltern oder achtlosen Geschwistern beschworen, lauerte fortan ein dunkler Schatten hinter jeder Tür.

Auch für Tim Jensen (Barry Watson) kehrt das namenlose Grauen Nacht für Nacht zurück. Nur mit knapper Not kann er dem schwarzen Mann entkommen. Jahre später schickt ihn ausgerechnet seine Therapeutin in das modrige Anwesen zurück, in dem er seine Kindheit verbrachte.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gerät Tim in die Totenfinger des Boogeyman (Foto: UIP) Großansicht

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gerät Tim in die Totenfinger des Boogeyman (Foto: UIP)

Meister des Entsetzens

Damit will sie Tim beweisen, dass der Schrecken allein seiner Einbildung entsprang. Ein sehr fataler Fehler. Denn nun beginnt das unsägliche Grauen wieder von Neuem.

Horrorpapst Sam Raimi ("Tanz der Teufel") beweist als Produzent abermals sein todsicheres Gespür für das eiskalte Entsetzen und potenziert furiose Schocks - schaurig schön.

Boogeyman - Der schwarze Mann

Grusel ist nach wie vor groß angesagt, wie der im laufenden Kinojahr bereits dritte Horrorthriller (nach "White Noise" und "Hide And Seek") an der US-Chartspitze belegt. Der Psychoschocker, der wie "The Grudge - Der Fluch" aus der Schmiede von Sam Raimis Ghost House Productions stammt, spielt vorrangig in einem verwunschenen Haus, wo der bösartige "Boogeyman" (das Pendant zum Schwarzen Mann) in dunklen Schränken lauert. Mit einer Besetzung von weitgehend unbekannten Schauspielern wird solider Lowbudget-Horror der Marke "Der Fluch von Darkness Falls" und "Jeepers Creepers" geboten, der vor allem durch seine bedrohlich-unheilvolle Atmosphäre besticht.

Beim Kindheits-Prolog geht es gleich schockeffektreich zur Sache, als der Vater des kleinen Tim mit gehörig übernatürlichem Krawall vom Boogeyman geholt wird. 15 Jahre später ist Tim (überzeugend: Barry Watson aus der TV-Serie "7th Heaven") ein junger Redakteur, der sich immer noch vor dunklen Ecken fürchtet. Als er vom Tod seiner kranken Mutter (eine unerkennbare Lucy Lawless) erfährt, begibt er sich umgehend in sein Heimatstädtchen. Dort empfiehlt ihm seine ehemalige Kinderpsychologin, eine Nacht im Haus seines Kindheitstraumas zu verbringen, um seine persönlichen Dämonen aus zu treiben. Sie glaubt, dass Tim sich damals mit seiner überaktiven Fantasie einen Grund für das Weggehen seines Vaters ausgedacht hat. Allein im Haus hört er dann allerlei verdächtige Geräusche und beginnt, sich in Flashbacks an seine unglückliche Vergangenheit zu erinnern. In Folge tauchen seine Kindheitsfreundin (Emily Deschanel, Schwester von Zooey), seine jetzige Freundin (Tory Mussett) und sein Onkel auf. Auf sie alle hat es der mörderische Boogeyman abgesehen, der erst gegen Schluss (ein mit CGI-Effekten aufgemotzter Schauspieler) sichtbar wird. Nochmals kräftig in die Trickkiste gegriffen wird dann für den lärmenden Showdown.

Dieser fällt reizvoll ambivalent aus, da das Geschehen sowohl als geradliniger Monsterhorror oder auch als innerlicher Psychoterror gedeutet werden kann. Regisseur Stephen Kay setzt auf eine Aneinanderreihung von Schreckmomenten mit und ohne Grund oder Konsequenzen für die Beteiligten. Dieser für das Genre zuverlässige Suspense-Mechanismus wird dabei allerdings ein wenig überstrapaziert und dient in erster Linie dazu, die etwas dünne Story aufzumotzen. Optisch werden ebenfalls einige stilvolle Aufbauschmanöver eingesetzt, die von diversen Kameratricks wie Rapid Zooming zu frenetischem Schnellschnitt reichen. Der coole Look der monochromen Aufnahmen erzeugt das entsprechend spukige Ambiente, was besonders beim eleganten Produktionsdesign des alten Hauses mit vielen viktorianischen Details ins Gewicht fällt. Jedenfalls braucht sich dieser Horrorthriller ohne große Stars (dennoch fähigen Schauspielern) nicht hinter seinen unlängst veröffentlichen Genrekollegen verstecken. ara.

Darsteller:  Barry Watson   als Tim
  Emily Deschanel   als Kate
  Skye McCole Bartusiak   als Franny
  Victoria Mussett   als Jessica
  Andrew Glover   als Boogeyman
  Lucy Lawless   als Tims Mutter
  Charles Mesure   als Tims Vater
  Philip Gordon   als Onkel Mike
  Aaron Murphy   als junger Tim
  Jennifer Rucker   als Pam
  Robyn Malcolm   als Dr. Matheson
 
Regie:  Stephen Kay  
Buch:  Eric Kripke  
  Juliet Snowden  
  Stiles White  
Musik:  Joseph LoDuca  
Kamera:  Bobby Bukowski  
Produzent:  Sam Raimi  
  Robert G. Tapert  
 

Boogeyman - Der schwarze Mann in der Fotoshow

 

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