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Borat

Groteske Improvisationskomödie mit Sacha Baron Cohen, der als enthusiastischer junger Mann aus Kasachstan auf Entdeckungsreise in den USA geht.


Borat

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.03.2007

Originaltitel: Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan

Satire

USA 2006
Laufzeit: 82 Min.
FSK: ab 12

Sacha Baron Cohen
Ken Davitian
Pamela Anderson

Regie: Larry Charles
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Sacha Baron Cohen treibt als Parade-Kasache bitterböse Scherze - und neigt zu ausuferndem Körperkontakt.

Borat ist durch seine offene Art bei allen sehr beliebt (Foto: Fox) Großansicht

Borat ist durch seine offene Art bei allen sehr beliebt (Foto: Fox)

Der britische Starkomiker Sacha Baron Cohen rast als Repräsentant seines geliebten Heimatlandes durch die Vereinigten Staaten, um laut Untertitel "Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan" zu machen. Diese Bildungsreise funktioniert als überdrehte, politisch höchst unkorrekte Improvisationskomödie, die alle erdenklichen Klischees und Vorurteile ins Groteske überzeichnet und dabei so manch schmerzliche Wahrheit zutage fördert.

"Jagshemash - meine Name Borat! Ich möchte Kommentar abgeben zu neueste Aussagen in den Medien über meine Nation von Kasachstan. Hier wird behauptet, dass Frauen in Kasachstan gleichwertig behandelt und jede Art von Religion toleriert wird - das abscheuliche Lügenmärchen!": Mit dem ambitionierten Fernsehreporter aus Kasachstan ist Zentralasien endgültig in Europa angekommen.

Der sexy Reporter ist allzeit bereit (Foto: Fox) Großansicht

Der sexy Reporter ist allzeit bereit (Foto: Fox)

Freund üppiger Kurven

Ob Politiker, Feministinnen, Juden, Schwarze - keiner wird verschont beim Frontalangriff auf die Bauchmuskeln. Dafür sorgt der Parade-Kasache und glühende Pamela Anderson-Fan - Hobbies: Hundeschießen, Ping-Pong, Sex - mit stolzen Erklärungen vor laufender Kamera wie: "Das ist meine Schwester, sie ist Nummer-vier-Prostituierte von Kasachstan."

Regisseur Larry Charles bringt den unkonventionellen Spaß mit hohem Tempo und perfektem Timing über die Runden. Für alle Freunde hintersinnigen Humors ein Muss. Aber "Borat" hält locker auch allen kulturellen Herausforderungen stand: Selbst auf dem Filmfestival von Toronto wurde die überbordende Gag-Parade zum Lieblingsfilm gewählt.

Borat

Jagshemash! Mit seinem Roadtrip durch das finstere Herz Amerikas liefert der britische Komiker Sacha Baron Cohen den Filmspaß des Jahres. Nach dem Triumph beim Filmfest in Toronto sollte der wüsten Sketchrevue das Tor zum Welterfolg offen stehen.

"Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation Kasachstan zu machen", verrät der unerhörte Untertitel. Er passt wie die Faust aufs Auge. Zum einen ist "Borat" ja auch ein unerhörter und unerhört komischer Film. Zum anderen umfasst dieser eine in radebrechendem Deutsch formulierte Satz das grobe Handlungsgerüst sowie das Prinzip des nur auf den ersten Blick so derben und schamlosen, eigentlich aber ziemlich listigen Humors. Wie Fans von Sacha Baron Cohen und seiner "Da Ali G Show" auf MTV, wo die Titelfigur des Films mit sagenhaften Sketchen bekannt wurde, wissen, ist Borat Sagdiyev ein freundlicher und stets positiv gestimmter junger Mann aus Kasachstan mit Schnauzbart und billigem grauen Polyesteranzug, der als Fernsehreporter die westliche Welt bereist und seinen oftmals arrivierten Interviewpartnern aus Politik und Gesellschaft mit völ-lig unschuldig geäußerten und ausgesprochen schockierenden rassistischen, frauenfeindlichen und antisemitischen Ansichten vor den Kopf stößt. Der Clou daran ist, dass Zurechtweisungen, wenn überhaupt, meist sehr bedächtig erfolgen: Cohen macht sich zunutze, dass die wenigsten seiner Gesprächspartner einen Funken Ahnung von Kasachstan und den dortigen Gepflogenheiten haben. Im schlimmsten Fall sehen sie nur ihre Vorurteile bestätigt - wie sie um Fassung ringen und versuchen, nun ihrerseits Borat nicht vor den Kopf zu stoßen, macht den Spaß aus - sofern die freimütigen Äußerungen über Minderheiten nicht eine ungeahnte Komplizenschaft in den Menschen wecken, die Borat so trifft. Insofern ist es albern, Cohen (wie von höchst offizieller Seite geschehen) vorzuwerfen, er ziehe Kasachstan, Juden oder eine andere seiner Zielscheiben durch den Kakao: Vielmehr fühlt er damit seinen Gesprächspartnern und dem Zuschauer selbst auf den Zahn.

Dass der bitterböse Humor auch auf Filmlänge trägt und sich über 80 Minuten Laufzeit nicht abnutzt, liegt daran, dass Cohen und sein Regisseur Larry Charles nicht versuchen, eine Story auf Teufel komm raus witzig zu gestalten, sondern zuerst auf die Gags und dann erst auf die Geschichte schauen: "Borat" ist eine zu einem Film zusammengestöpselte Sketchparade, ohne jemals zusammengestöpselt zu wirken: Aus 300 Stunden Filmmaterial, das, mitunter auf Video oder mit versteckten Kameras gedreht, teils aus authentischen Aufnahmen, teils aus gestellten Szenen besteht, stellte Charles, erfahren in Sachen improvisierter Komödie dank seiner Beteiligung an der in den USA immens erfolgreichen HBO-Comedyserie "Curb Your Enthusiasm" (das Vorbild für die Pro-Sieben-Reihe "Pastewka"), eine Art Reisetagebuch zusammen von einem, der aus seinem mit Vergewaltigern, Huren und Judenhassern angefüllten Heimatdorf in Kasachstan auszog, um in den "U.S. and A." das Fürchten zu lernen: Eine groteske Szene jagt die andere, wenn Borat sich querfeldein durch Amerika ackert, um in Los Angeles seine Traumfrau Pamela Anderson zu ehelichen. Nie vergisst er seinen kulturellen Auftrag, eine Doku zu drehen und mit Würdenträgern, Frauengruppen und Pastoren zu konferieren, bei Rodeos den (frei erfundenen) Text der kasachischen Nationalhymne zur Melodie von "Star Spangled Banner" anzustimmen, sich von einer Gruppe grimmiger Homeboys Gettoslang beibringen zu lassen oder einfach nur Amerikaner mit seiner Anwesenheit zu irritieren. Ohne Rücksicht auf Verluste und eigene körperliche Versehrtheit wirft sich Cohen mit anarchistischer Selbstaufgabe ins lebensgefährliche Geschehen und verschafft dem Zuschauer nicht nur irre Einblicke in amerikanische Zeiten und Sitten, sondern auch noch das unerhörteste Stück nackten Männerwrestlings der Filmgeschichte. Oder mit den Worten von Borat: Happy times! ts.

Darsteller:  Sacha Baron Cohen   als Borat Sagdiyev
  Ken Davitian   als Azamat Bagatov
  Pamela Anderson   als Pamela Anderson
 
Regie:  Larry Charles  
Buch:  Sacha Baron Cohen  
  Anthony Hines  
  Peter Baynham  
  Dan Mazer  
Kamera:  Luke Geissbuhler  
  Anthony Hardwick  
Produzent:  Sacha Baron Cohen  

Als "Dictator" enterte Sacha Baron Cohen New York per Kamel

Ein auf einem Kamel reitender Despot mitten in New York? Viele Passanten im Big Apple trauten ihren Augen nicht. Wir können Entwarnung geben: Es handelte sich nur um den neusten PR-Gag von Komiker Sacha Baron Cohen.

Saddam Hussein würde sich wegen Sacha Baron Cohen im Grab umdrehen (Foto: Paramount) Großansicht

Saddam Hussein würde sich wegen Sacha Baron Cohen im Grab umdrehen (Foto: Paramount)

Wir können New Yorks Bevölkerung beruhigen: Es lag weder an Drogen oder Alkohol noch am eigenen Verstand. Es lag einzig und allein an Sacha Baron Cohen. Der britische Hau-Drauf-Komiker lässt für seinen neuen Leinwandlacher "The Dictator" die Cohen'sche Propagandamaschinerie langsam wieder anlaufen. Seinen PR-Feldzug startete der Borat-Darsteller stilgerecht auf einem Kamel.

Mitten im Big Apple hielt Cohen kostümiert mit einer Diktatorenuniform während einer Drehpause seine eigene Parade ab und grüßte die staunenden Passanten am Straßenrand. Ein Augenzeuge berichtet: "Das Ganze war saukomisch. Wir alle freuen uns darauf zu sehen, wie der komplette Film geworden ist."

Nach Rapper, Journalist und Modemacher spielt Sacha Baron Cohen diesmal einen Diktator

Die New Yorker sind ja einiges gewohnt. Aber Cohens Performance schoss den Vogel ab, wie der Beobachter das Gesehene weiter schildert: "Das ist nicht etwas, das man jeden Tag in New York zu Gesicht bekommt. Noch beeindruckender als das Kamel war Baron Cohens lächerlicher Bart." Sacha spielt in "The Dictator" einen Despoten, der sein Leben dafür riskiert, dass die Demokratie nie in sein von ihm unterdrücktes Land schwappt.

Inspiriert ist die Komödie von Saddam Husseins Bestseller "Zabibah And The King". Filmstart für "The Dictator" in den USA ist der 11. Mai 2012.

 

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