
Amerika nach der Revolution sieht eigentlich genau so aus wie kurz davor, was besonders den Feministinnen zu New York City sauer aufstößt. Noch immer muss sich Frau auf der Straße blöd anquatschen, im Job benachteiligen und im Haushalt ausbeuten lassen. Dagegen ziehen diverse Damen auf verschiedenen Wegen zu Felde, die einen versuchen, über Demos und alternative Medien Öffentlichkeit zu erreichen, andere wählen militantere Wege. Als der Staat mit Repression reagiert, solidarisieren sich die Fraktionen.
Futuristisch angehauchte Spieldokumentation von hohem politischen Bewusstsein und geringem künstlerischen Anspruch. Spärlich geschminkte Mittelklasse-Akademikerinnen gerieren sich als Stadtguerilla, diskutieren kontrovers im kritischen Kranz, sprengen eine Antenne auf dem World Trade Center (!) und hätten sicher Bauklötze gestaunt angesichts einer Zukunft mit Hiphop-Bitches, Schlampenkult und Angela Merkel auf dem Thron. Spielszenen geraten so hölzern, wie es geht, doch trübt das nicht die interessante kulturhistorische Momentaufnahme.