Sergeant Raymond Shaw kehrt aus dem Koreakrieg mit der Ehrenmedaille heim. Die Heldentat existiert nur in seinem Kopf: Seine Einheit wurde von Kommunisten gefangen und Gehirnwäschen ausgesetzt. Shaws Major Marco hat Albträume vom Geschehen, bringt eine Untersuchung in Gang. Shaw wird von seinem "Operator", seine Mutter, die ihren Mann ins Weiße Haus bringen will, dazu gebracht, seine Frau und ihren Vater, ein liberaler Senator, zu erschießen. Marco befreit Shaw von der Blockade. Shaw erschießt Mutter und Stiefvater, dann sich selbst.
John Frankenheimers visionär-satirisch-spannender Politthriller etablierte ihn als vitalen amerikanischen Regisseur, dessen "The Manchurian Candidate" mutig gegen McCarthy-Gesinnung vorging. Kommerziellen Erfolg und Popularität von Frank Sinatra (Marco) ließen Druck der extremen Rechten ins Leere laufen. Der erste Film, den Frankenheimer voll verantwortete, ist intelligent, realistisch und cool. Zwei Oscar-Nominierungen (Angela Lansbury und Schnitt). 2004 entstand das Remake von Jonathan Demme mit Denzel Washington (Marco).