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Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer

Remake von Jean Renoirs Komödienklassiker "Boudu - Aus den Wassern gerettet" aus dem Jahr 1932.


Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer

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Erhältlich seit:
08.02.2006

Originaltitel: Boudu

Komödie/ Drama

Frankreich 2005
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 6

Gérard Depardieu
Catherine Frot
Gérard Jugnot

Regie: Gérard Jugnot
Concorde Home Entertainment

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Remake von Jean Renoirs Komödienklassiker "Boudu - Aus den Wassern gerettet" aus dem Jahr 1932.

Christian und Isolde sind mit ihrem Leben unzufrieden (Foto: Concorde) Großansicht

Christian und Isolde sind mit ihrem Leben unzufrieden (Foto: Concorde)

An einem lauen Frühlingsabend in Aix-en-Provence hält der frustrierte Galeriebesitzer Christian Lespinglet (Gérard Jugnot) den Obdachlosen Boudu (Gérard Depardieu) vom Selbstmord ab und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Dass er sich damit eine fette und parasitäre Laus in den Pelz gesetzt hat, merkt er schon bald.

Denn der Landstreicher hat es faustdick hinter den Ohren, pupst, rülpst und frisst wie ein Scheunendrescher. Er macht es sich im fremden Nest bequem und denkt gar nicht mehr daran, auszuziehen. Nach und nach übernimmt er das Kommando und schläft obendrein noch mit Lespinglets neurotischer Gattin Isolde (Catherine Frot).

Boudu bringt Abwechslung ins Haus (Foto: Concorde) Großansicht

Boudu bringt Abwechslung ins Haus (Foto: Concorde)

Begehrte Vorlage

Grundlage dieser witzigen französischen Komödie ist Jean Renoirs Klassiker "Boudu - Aus den Wassern gerettet" aus dem Jahr 1932, der bereits als Vorlage für Hollywoods "Zoff in Beverly Hills" diente. Gérard Jugnot inszenierte die Neufassung mit Gérard Depardieu in der diesem quasi auf den Leib geschriebenen Rolle des Tramps.

Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer

Fies, charmant und hemmungslos: "Penner" Gérard Depardieu nistet sich bei einem Pleite-Galeristen ein und sorgt für Superstress beim Hausherrn und für Supersex bei der Hausherrin. Französischer Humor ohne intellektuelle Herausforderung, verständlich und vergnüglich, aber nur in Grenzen deutsch-kompatibel.

Als altruistischer Schulmeister in "Die Kinder des Monsieur Mathieu" brachte er die Zuschauer zum Weinen, als Regisseur versucht Gérard Jugnot, das Zwerchfell zu kitzeln mit nicht ganz durchschlagendem Erfolg - obwohl Gérard Depardieu als treuherziges Ekelpaket ohne Kinderstube glänzt. Die Geschichte beginnt in einer lauen Frühlingsnacht in Aix-en-Provence.

Das geplante Schäferstündchen des Galeristen Christian Lespinglet (Jugnot) mit seiner Praktikantin im Auto platzt durch den verhinderten Selbstmörder Boudu. Der verärgerte Monsieur verzichtet widerwillig auf heiße Küsse und rettet den Obdachlosen aus den kalten Fluten. Dass er sich damit eine fette und parasitäre Laus in den Pelz setzt, merkt er schon bald. Denn der Bohémien hat es faustdick hinter den Ohren, pupst, rülpst und frisst wie ein Scheunendrescher, macht es sich im fremden Nest bequem und denkt nicht mehr daran, auszuziehen. Nach und nach übernimmt er das Kommando und schläft obendrein noch mit Lespinglets neurotischer Gattin und mit besagter Praktikantin. Ganz nebenbei bringt er mit nicht gerade sanfter Gewalt einen faulen Künstler wieder zum Malen und damit Geld in die klamme Kasse seines unfreiwilligen Gastgebers.

Jugnot entschied sich bewusst, die Einflüsse des Theaterstücks von René Fauchois und der Verfilmung von Jean Renoir zu negieren. Er wollte kein Remake machen, sondern eine neue Version des Stoffes präsentieren. Unwillkürlich denkt man dann doch zurück an Renoirs klassische Komödie "Boudu - Aus dem Wassern gerettet" mit Michel Simon in der Titelrolle, ein Meisterstückchen an anarchischem Witz. Der fehlt hier, stattdessen gibt's Blödeleien am Fließband, der Angriff auf Bigotterie und bürgerlicher Moral findet nicht mit dem Seziermesser, sondern dem Holzhammer statt. Das mag in sich stimmig sein, aber etwas mehr unterschwellige Bösartigkeit hätte man sich schon gewünscht. Der Film vergibt einen Großteil der Chancen, setzt auf billige Lacher und die Schenkelklopf-Fraktion, obwohl er das wahrlich nicht nötig hat. Die Besetzung ist formidabel, trotz Depardieus exzentrischer Präsenz kann sich Jugnot als heroischer Dulder behaupten. Es ist aber Cathérine Frot vorbehalten, die wackelige Chose zu retten. Als Ex-Alkoholikerin, Möchtegern-Mondäne und liebestolle Lady, trifft sie punktgenau den richtigen Ton und spult süffisante Spitzfindigkeiten ab. Eine großartige Komödiantin. mk.

Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer

Frankreichs Kinolieblinge Gérard Depardieu und Gérard Jugnot teilen sich in dem Remake von Jean Renoirs Kinoklassiker "Boudu - Aus den Wassern gerettet" aus dem Jahr 1932 weitaus mehr als den Vornamen: der Clochard (Gérard Depardieu), den der Galerist Christian Lespinglet (Gérard Jugnot) vor dem Ertrinken rettet und vorübergehend bei sich unterbringt, erobert nach und nach dessen Haus, Frau und Geliebte - und schafft es dennoch, das Leben seines Retters zu ordnen!

Für diese laue Frühlingsnacht hat sich Christian Lespinglet alles so schön ausgemalt: jetzt ein kleines Schäferstündchen mit seiner Assistentin Coralie am Kanal und dann, in ein paar Tagen, würde er sie mitnehmen auf eine kleine Dienstreise nach Italien. Lespinglet hat eine kleine Galerie in Aix-en-Provence, um die es leider nicht sehr gut steht. Er ist schon völlig verschuldet und hofft, mit einer neuen Ausstellung des viel versprechenden aber momentan unter kreativen Krisen leidenden Malers Hubert den ganzen Laden wieder in Schwung bringen zu können. Vorbei soll es sein mit der Geldnot, vorbei mit der Heimlichtuerei vor seiner Frau Isolde, der er von dem ganzen Schlamassel noch nichts erzählt hat.

Gerade als Lespinglet seinen Verführungskünsten freien Lauf lässt, glaubt die leicht ängstliche und verschreckte Coralie Stimmen zu hören und tatsächlich sehen die beiden einen Ertrinkenden im Kanal. Sie retten einen dicken, schwerfälligen Mann, der, wie sich bald herausstellt, obdachlos ist und Boudu heißt. Er wollte sich das Leben nehmen, da ein Strolch namens Geronimo seinen einzigen Freund, seinen geliebten Hund mit Namen "Clinton" umgebracht hat. Die beiden setzen Boudu ins Auto und überlegen, was sie mit ihm machen sollen. In Ermangelung einer wirklich zündenden Idee, entscheidet man, Boudu ein Nachtlager in der Galerie anzubieten. Natürlich ist Lespinglet alles andere als begeistert. Er hatte sich die Nacht mit seiner Assistentin ganz anders vorgestellt. Und wie soll er nun seiner depressiven Frau Isolde erklären, was er nachts am Kanal gemacht hat?

Schnell wird klar, dass die Lesplinglets Boudu nicht so schnell los werden - und dass Boudu dafür ihr leben gehörig durcheinander bringt. Die Beziehungen zwischen Lespinglet und seiner Frau Isolde, seiner Assistentin Coralie und dem Maler Hubert erscheinen plötzlich in einem völlig neuen Licht. Vulgär, naiv, hemmungslos und rüpelhaft, wie Boudu ist, bringt er allen, denen er begegnet eine Menge über ihr Leben bei: Und plötzlich scheint dieser ungebetene Gast - der in seinen Sternstunden auch ein großer Poet ist - im Besitz des Schlüssels zu allen Problemen zu sein...

Isolde lebt mit dem seltsamen Gast im Haus wieder richtig auf. Sie kauft von ihren eigenen Ersparnissen einen neuen Anzug für Boudu, lädt ihn zu gutem Essen und Wein ein. Danach geht sie, von Übermut und Lebenslust angestachelt, mit ihm ins Bett. Und auch Coralie kann dem Charme Boudus nicht widerstehen. Boudu gefällt sein neues Leben sichtlich!

Isolde erfährt inzwischen, dass sie schwanger ist. Lespinglet ist geschockt; er weiß, es kann nicht von ihm sein. Jetzt will er sich in den Kanal stürzen, das ist zu viel für ihn. Er ist pleite, die Galerie muss verkauft werden, ein Landstreicher spannt ihm seine Gespielin aus und schwängert dazu noch seine Frau. Mit dieser Schmach will er nicht weiter leben. Mit einem Strick um den Hals, der an einem schweren Stein geknotet ist, springt er genau dort, wo er Boudu aus den Wassern gerettet hat, seinerseits in den Kanal.

Jetzt ist es an Boudu, den Lebensretter zu geben und die Leviten zu lesen. Schließlich wollten doch Isolde und Christian ein Kind. Jetzt bekommen sie eins! Immerhin sieht Isolde die Sache genauso. Jetzt bleibt für Boudu nur noch eins zu tun: zu Hubert fahren, ihm kräftig in den Allerwertesten treten und ihn zu animieren, endlich wieder den Pinsel zu schwingen.

Komödienhit aus Frankreich mit Gérard Depardieu in einer Paraderolle!

Quelle: Concorde

Darsteller:  Gérard Depardieu   als Boudu
  Catherine Frot   als Isolde Lespinglet
  Gérard Jugnot   als Christian Lespinglet
  Constance Dollé   als Coralie Fischer
  Bonnafet Tarbouriech   als Perez
  Hubert Saint Macary   als Bob
  Jean-Paul Rouve   als Hubert
  Serge Riaboukine   als Géronimo
 
Regie:  Gérard Jugnot  
Buch:  Philippe Lopes-Curval  
  Gérard Jugnot  
Kamera:  Gérard Simon  
Produzent:  Jean-Pierre Guérin  
  Gérard Jugnot  
 

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