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Bowfingers große Nummer

Unwiderstehliche Komödie über einen Hollywoodstar, der ahnungslos Schmuckstück eines Trashfilms wird.


Bowfingers große Nummer

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Originaltitel: Bowfinger

Komödie

USA 1999
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 6

Steve Martin
Eddie Murphy
Heather Graham

Regie: Frank Oz
Universal Pictures Germany

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Bowfingers große Nummer

Action-Star Kit Ramsey steigt, ohne es zu ahnen, zum Hauptdarsteller einer unsäglichen Science-Fiction-Klamotte auf. Deren Urheber, der notorisch bankrotte Filmemacher Bowfinger und sein unbegabter Drehbuchautor Afrim, haben es sich in den Kopf gesetzt, die Welt mit einem Werk über Regentropfen-förmige Aliens zu beglücken. Dieses Unterfangen wird ihnen jedoch nur finanziert, wenn es ihnen gelingt, Kit für das Projekt zu gewinnen. Also machen sich die tapferen Glücksritter mit versteckter Kamera auf zur fröhlichen Hollywoodstar-Jagd.

Übermütige, vor Lebenslust berstende Komödie, die obendrein auch noch erfrischend klug vom Genre-Experten Frank Oz in Szene gesetzt wurde. Herz des Films ist ein mit unglaublich vielen Pointen und zündenden Gags gespicktes Drehbuch, das aus der Feder von Star-Komiker Steve Martin stammt, der auch als Titelheld neben einem ebenso grandios agierenden Eddie Murphy als Star mit Allüren brilliert. Die bis in die Nebenrollen - darunter Traumfrau Heather Graham als Provinzblondine - hervorragend besetzte Satire auf das Hollywood-Business wird bei den zahlreichen Martin/Murphy-Fans in der Hitliste mit Sicherheit ganz oben stehen.

Bowfingers große Nummer

"Der Guru" fand weltweit nur wenige Jünger, aber mit "Life" wurde Eddie Murphys Karriere wiederbelebt und darf nun mit "Bowfinger" erneut einen großen Hit erwarten. Eine vor allem durch Situationskomik bestechende, unwiderstehliche Hommage an alle Ed Woods, die ungeachtet aller Inkompetenz von Entschlossenheit und Kinoleidenschaft zum Film getrieben werden. Wie Steve Martins Produzent und Regisseur Bowfinger, der für sein ganz persönliches, niveauvolles Projekt (über Außerirdische, die L.A. infiltrieren) Hollywoods Superstar vor die Kamera bringt, ohne daß dieser sein Glück zu schätzen, geschweige denn überhaupt wahrzunehmen wüßte.

Glanzstück dieser Komödie, als witzige Umkehrung zu Bowfingers Trash-Kostbarkeit, ist ein originelles, witziges Drehbuch, daß Mechanismen, Rituale und Obsessionen (Esoterik, Sektenkult) Hollywoods beiläufig karikiert, aber die Passion filmverliebter Amateure ernst nimmt. Wie schon bei "L.A. Story" und "Roxanne" schrieb Hauptdarsteller Steve Martin selbst das Skript, das mit einem dünnen Plot auskommt, weil die brillante Prämisse allein spielfilmfüllend ist. Ähnlich wie in "Schnappt Shorty" steht im Mittelpunkt ein von Erfolglosen initiiertes und offeriertes Filmprojekt, das durch die Mitwirkung eines Superstars grünes Licht bekäme. In "Bowfinger" ist diese Garantie allerdings nur ein böser Scherz, den ein hohes Studiotier (Robert Downey jr.) mit dem als prominent posierenden Pseudoproduzenten treibt. Der aber nimmt die in Aussicht gestellte Zusage ernst und läßt sich auch von der nicht gerade sensiblen Absage des arroganten Action-Superstars Kit Ramsey (Eddie Murphy parodiert sein eigenes, von Egozentrik und Paranoia geprägtes Image der achtziger Jahre und taucht zur Halbzeit des Films in einer weiteren Rolle als Ramseys erfolgloser Bruder auf) nicht entmutigen. Blitzschnell wird an der kalifornisch-mexikanischen Grenze die Crew mit ahnungslosen, wenig später aber schon über Francis Ford Coppola debattierenden Flüchtlingen vervollständigt, ein kurviges Landei (Heather Graham) als weiblicher Star rekrutiert und in bester Kamikaze-Filmemacher-Tradition Kit Ramsey von den Darstellern im Restaurant, auf der Straße oder in der Tiefgarage gestellt und mit den grotesken Dialogen und Figuren aus Bowfingers Drehbuch konfrontiert. Die akribisch geplanten Attacken auf Ramsey, der nie Verdacht schöpft, daß er vor versteckten Kameras als Star eines Trashfilms mißbraucht wird, sondern sich zunehmend verfolgt fühlt und das wahnsinnige Gestammel von Außerirdischen bald ernst zu nehmen beginnt, sind die eindeutigen Highlights des Films, der in der Tiefgaragensequenz mit Suspense, Murphy und einem in Stöckelschuhen tippelnden Hund humoristisch alle Dämme bricht. Komödienspezialist Frank Oz, nach "In and Out" erneut von einer guten Vorlage verwöhnt, verläßt sich in diesem künftigen Kassenhit ganz auf Martins Drehbuch, das die durchwegs perfekt besetzten Darsteller (glänzend im Wagnerianischen Overacting: Christine Baranski) mit sichtbarem Spaß an der Sache zum Leben erwecken. kob.

Darsteller:  Steve Martin   als Bobby Bowfinger
  Eddie Murphy   als Kit/Jiff Ramsey
  Heather Graham   als Daisy
  Christine Baranski   als Carol
  Jamie Kennedy   als Dave
  Adam Alexi-Malle   als Afrim
  Kohl Sudduth   als Slater
  Barry Newman   als Kits Vertreter
  Robert Downey Jr.   als Jerry Renfro
  Terence Stamp   als Terry Stricter
  Alfred De Contreras  
  Ramiro Fabian   als Sanchez
  Marisol Nichols  
  Alejandro Patino  
  Johnny Sanchez   als Luis
 
Regie:  Frank Oz  
Buch:  Steve Martin  
Musik:  David Newman  
Kamera:  Ueli Steiger  
Produzent:  Brian Grazer  
 

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Features

 

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Steve Martin

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