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Kaufvideo
Erhältlich seit:
10.09.2010
Deutschland 2010
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 6
Gudrun Ritter
Michael Gwisdek
Samuel Schneider
Regie: Matti Geschonneck
Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG

Mit Humor, Melancholie und einer Prise Wehmut blickt Matti Geschonneck in dieser Liebeserklärung an das Leben zurück auf die 60er Jahre im Ostberliner Kiez.
"Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an" schmetterte Udo Jürgens optimistisch. Für manche fängt es später an, für Oma Otti mit fast achtzig. Sie ist die beste Großmutter und der zwölfjährige Enkel ist lieber bei ihr als bei den ständig zankenden Eltern, einem Abschnittsbevollmächtigten sprich staats-konformen Polizisten und seiner vom Westen träumenden Ehefrau. Die rüstige alte Dame kocht gerne und redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Auf dem Friedhof flirtet sie mit Karl Wegner, seines Zeichens Ex-Spartakuskämpfer und systemkritischer Zeitgenosse. Da erschüttert der Mord an einem Fischhändler und Ex-Nazi den Bezirk. Und genau in der Mordnacht machte sich Ottis Gatte Nummer Sechs noch mal auf in die Kneipe, wohl wissend, dass auch der "Fischkopf" seiner Frau mehr als nur fetten Karpfen verkaufen möchte. Bevor ihm die fidele Lady ihre Liebe zu Karl beichten kann, entschläft er sanft an ihrer Seite. Wie Teenies lebt das angejahrte Paar nun seine Gefühle aus, zum Ärger der Stasi, die den Oldie mit eigener politischer Meinung als möglichen Mordbuben am Heiligabend verhaftet.
Matti Geschonneck, selbst am Boxhagener Platz aufgewachsen, wie auch Buch- und Drehbuchautor Torsten Schulz, überrascht mit einer anrührenden Dramödie voller lakonischem Witz und hintergründiger Ironie, er taucht kraftvoll ein in den Mikrokosmos des Jahres 1968, als in Westberlin die Studenten auf die Barrikaden gingen und im Osten noch trügerische Ruhe herrschte. Viele authentische Details fließen in die fiktive Handlung ein, die Ausstattung demonstriert enge Spießbürgerlichkeit, die Dialoge geben tiefgründige Lebensweisheiten preis. Im Proletarier-Bezirk Friedrichshain tummeln sich die skurrilsten Figuren, mal systemtreu, meistens aber in passivem Widerstand. Da zählen die kleinen Aufmüpfigkeiten, nicht der große Widerstand, die kleine Politik, nicht die große. Und wenn Karl beim deftigen Mahl mal ein Flugblatt "Russen raus aus Prag" oder den westlichen "Stern" auspackt, stößt das bei Oma und Enkel auf Neugier.
Geschonneck entwirft ein Tableau des Alltags mit Herz aber ohne Herzigkeit und ohne Ostalgie, einen Generationen-Gegensatz zu Leander Haußmanns ausgelassener "Sonnenallee". Am Ende weiß der Zuschauer viel über die politische Situation, aber noch mehr über die Baustellen des Lebens und die Lust auf Liebe, vor der auch Alter und Falten nicht schützen. Der couragierten Gudrun Ritter und dem fein-eleganten Michael Gwisdek möchte man stundenlang zugucken und zuhören in diesem Heimatfilm, der auch ohne konventionelles Happy End rundum glücklich macht. mk.
1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner BOXHAGENER PLATZ erleben Oma Otti und ihr zwölfjähriger Enkel Holgerihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch- Winkler und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit "revolutionären" Geheimnissen Frauen rumkriegt. Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt.
Quelle: Pandora
- Making Of
- Deleted Scenes
- Interviews mit den Hauptdarstellern und Regisseur Matti Geschonnek
- Audiokommentar des Regisseurs
- Pandora Trailershow
Quelle: Pandora
| Darsteller: | Gudrun Ritter | als Otti | |
|---|---|---|---|
| Michael Gwisdek | als Karl Wegner | ||
| Samuel Schneider | als Holger | ||
| Jürgen Vogel | als Klaus-Dieter | ||
| Meret Becker | als Renate | ||
| Milan Peschel | als Bodo | ||
| Horst Krause | als Fisch-Winkler | ||
| Matthias Matschke | als Oberleutnant Weber | ||
| Ingeborg Westphal | als Rita | ||
| Hans-Uwe Bauer | als Jochen Grundorff | ||
| Claudia Geisler | als Frau Stolle | ||
| Hermann Beyer | als Rudi | ||
| Klaus Manchen | als Harry Kupferschmidt | ||
| Dieter Montag | als Paule Lehmann | ||
| Volkmar Kleinert | als Dr. Klemm | ||
| Winnie Böwe | als Frau Heinrich | ||
| Sebastian Hülk | als Oberleutnant Kringe | ||
| Thomas Bading | als Grabredner | ||
| Regie: | Matti Geschonneck | ||
| Buch: | Torsten Schulz | ||
| Musik: | Florian Tessloff | ||
| Kamera: | Martin Langer | ||
| Produzent: | Jakob Claussen | ||
| Nicole Swidler | |||
| Uli Putz | |||
Boxhagener Platz in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Making of, Interviews, Audiokommentar, Trailer, Wendecover
- Making Of
- Deleted Scenes
- Interviews mit den Hauptdarstellern und Regisseur Matti Geschonnek
- Audiokommentar des Regisseurs
- Pandora Trailershow
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