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Kaufvideo
Erhältlich seit:
13.11.2009
Originaltitel: Breakfast of Champions
USA 1998
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12
Bruce Willis
Albert Finney
Nick Nolte
Regie: Alan Rudolph
Universum Film

Müde von den ewigen Rollen als nicht minder ewiger Actionheld, gönnt sich Bruce Willis eine Auszeit vom beschwerlichen Business des Weltrettens, um in Alan Rudolphs knallbunter Verfilmung von Kurt Vonneguts Kultroman "Frühstück für starke Männer" als lebensüberdrüssiger Kleinstadt-Autohändler mit häßlichem Haarteil und hängenden Schultern dem amerikanischen Alptraum von der totalen Konsumgesellschaft in die Parade zu fahren. Was in Vonneguts überzogener Pop-Satire aus dem Jahr 1973 allerdings noch bissig und urkomisch war, gerät zur planlosen Posse wider jegliche Ordnung und Logik.
Alan Rudolph, eigentlich bekannt und geschätzt für seine stillen, sensiblen Beziehungsreigen, will hier alles, buchstäblich in jeder Szene, jeder Einstellung, jedem Moment. Entsprechend stopft er das heillose Durcheinander randvoll mit schrillen Farben, überbordenden Bildern, hektischen Aktivitäten und der perlenden Lounge-Musik von Les Baxter - und verliert das Wesentliche aus den Augen. Obwohl er immer wieder extreme Nahaufnahmen bemüht, um den durchgeknallten Figuren geradezu in den Kopf zu kriechen, bleibt dieses mal existentialistische, mal beliebige Kasperletheater voller depressiver Schizo-Kandidaten geradezu gespenstisch leblos. So gelingt es dem Film nie, dem Zuschauer weis zu machen, daß die Existenz des erfolgreichen Autoverkäufers Dwayne Hoover in diesem Kleinstadt-Horror-Szenario perfekt sein könnte. Wie Dwayne durchschaut man von der ersten Einstellung, daß das perfekte Grinsen des Selfmademans in den eigenen Fernsehspots schon längst nichts mehr mit dem verzweifelten Gesicht zu tun hat, daß ihm tagtäglich aus dem Spiegel entgegenstarrt: Seine Frau hat sich in Pillen geflüchtet, sein Sohn ist ein rückgratloser Schwächling, seine Geliebte schaut während der Sexspiele gelangweilt fern. Daß Dwaynes rechte Hand paranoid vermutet, man könne erkennen, daß er unter seinem schwarzen Anzug rote Frauenunterwäsche trägt, und der frisch entlassenr Ex-Sträfling Wayne Hoobler Karriere zu machen hofft, weil sein Name dem von Hoover ähnelt, tragen zwar nicht zur fortschreitenden Entfremdung des Antihelden bei, wohl aber helfen sie, die fortwährend penetrant auf zivilisationskritisch machende Satire noch aber- und unwitziger zu machen. Wenn dann mit dem erfolglosen SF-Autoren Kilgore Trout eine erklärtermaßen verrückte Figur im Städtchen auftaucht, wirkt er wie der einzig Normale unter den Spinnern, der mit Platitüden ("Bis zum Tod ist alles Leben.") alle Risse in der Spießerfassade kittet. Warum sich neben Willis verdiente Charakterdarsteller wie Nick Nolte, Barbara Hershey oder Glenne Headly auf diesen allzu deutlich seiner Zeit verhafteten und seit Mitte der 70er mehrfach von der Realität überrundeten Affentanz eingelassen haben, mag wohl erst einleuchten, wenn man selbst mehr als ein "Frühstück für harte Männer" (ein strammer Martini noch vor der Mittagszeit) intus hat. ts.
Bruce Willis hat genug! Gefangen zwischen dem "American Dream" und alltäglichem Wahnsinn versucht er, seinem Leben Sinn zu geben. Dwayne Hoover (Willis), Midland Citys bekanntester Autohausbeistzer und erfolgsverwöhnter Strahlemann, droht endgültig seinen Verstand zu verlieren. Ehefrau Celia (Hershey) ist längst zum Tabletten- und TV-Junkie geworden, Sohn George (Haas) träumt von der großen Karriere als singendes Barhäschen und sein Mitarbeiter Harry (Nolte) sieht sich am liebsten in Frauenunterwäsche. Als dann auch noch seine Sekretärin und Geliebte Francine (Headley) mit dem Ende ihrer Beziehung droht, flüchtet sich Hoover in die verrückte Vorstellung, daß ihm nur noch der verwirrte Science Fiction-Autor Kilgore Trout (Finney) helfen kann. Bis diese beiden jedoch endlich zusammentreffen, wird Hoovers Leben wohl endgültig aus den Fugen geraten.
Quelle: Universum Film
Interviews (Bruce Willis, Albert Finney, Glenne Headly, Omar Epps, Kurt Vonnegut, Jr., Alan Rudolph)
US-Kinotrailer
dt. Kinoteaser
B-Roll
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Bruce Willis | als Dwayne Hoover | |
|---|---|---|---|
| Albert Finney | als Kilgore Trout | ||
| Nick Nolte | als Harry Le Sabre | ||
| Barbara Hershey | als Celia Hoover | ||
| Glenne Headly | als Francine Pefko | ||
| Lukas Haas | als Bunny Hoover | ||
| Omar Epps | als Wayne Hoobler | ||
| Buck Henry | als Fred T. Barry | ||
| Vicki Lewis | als Grace Le Sabre | ||
| Ken Hudson Campbell | als Eliot Rosewater | ||
| Jake Johannsen | als Bill Bailey | ||
| Will Patton | als Moe | ||
| Chip Zien | als Andy Wojeckowzski | ||
| Owen Wilson | als Monte Rapid | ||
| Alison Eastwood | als Maria Maritmo | ||
| Shawnee Smith | als Bonnie MacMahon | ||
| Kurt Vonnegut | als Direktor | ||
| Regie: | Alan Rudolph | ||
| Buch: | Alan Rudolph | ||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Kamera: | Elliot Davis | ||
| Produzent: | David Blocker | ||
| David Willis | |||
Breakfast of Champions - Frühstück für Helden in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Interviews, Trailer, Teaser, B-Roll
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