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Breaking and Entering - Einbruch und Diebstahl

Intensives Drama von Anthony Minghella über einen Londoner Landschaftsarchitekten, dessen Leben durch wiederholte Einbrüche in sein Büro auf den Kopf gestellt wird.


Breaking and Entering - Einbruch und Diebstahl

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.08.2007

Originaltitel: Breaking and Entering

Drama/ Kriminalfilm

USA/Großbritannien 2006
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 12

Jude Law
Juliette Binoche
Robin Wright

Regie: Anthony Minghella
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Breaking and Entering - Einbruch und Diebstahl

Seit der Architekt Francis das neue Großraumbüro im Londoner Hafen eröffnete und vor den beruflichen Herausforderungen seines Lebens steht, kriselt seine Beziehung mit der attraktiven Liv. Da kommt eine heiße Affäre mit der aus Bosnien geflohenen Amira als Ablenkung gerade recht. Francis lernte sie kennen, als er einmal heimlich ihrem Sohn Miro folgt, der regelmäßig in sein Büro einbricht. Als Miro festgenommen wird, droht das Techtelmechtel aufzufliegen, und sogar seine berufliche Zukunft ist bedroht.

Nach mehr als 15 Jahren verfilmt Oscar-Preisträger und Literaturadaptionsspezialist Anthony Minghella erstmals wieder einen selbst verfassten Originalstoff und richtet seinen Blick in einem handwerklich makellosen, aufgeladenen Drama mit Thrillerelementen auf das London der Gegenwart: In den Kinos war die faszinierende Analyse des Lebens in einer Großstadt nach dem 11. September trotz der Sensationsbesetzung mit Jude Law ("Zurück aus Cold Mountain") und Juliette Binoche ("Der englische Patient") kommerziell eine Enttäuschung.

Breaking and Entering - Einbruch und Diebstahl

Oscar-Preisträger Anthony Minghella greift in seinem berührenden urban tale gleich mehrere brennende Gesellschaftsfragen auf, denen sich das Kino der Gegenwart sonst ungern stellt. Seine angenehm unaufdringliche, ebenso unspektakulär wie emotional-intensive Analyse vom komplizierten Leben im explosiven Ballungsraum der Mega-City ist politisches Kino - und bewegende Liebesgeschichte zugleich.

Minghella scheut sich nicht, auszusprechen, was im Entertainment-Kino beinahe zum Sakrileg geworden ist: Es gibt sie, die Zweiklassengesellschaft, die sozial Benachteiligten. In seinem ersten, seit "Wie verrückt und aus tiefstem Herzen" realisierten Original-Drehbuch greift er ein aktuelles Thema auf. Es geht um Grenzüberschreitungen, ums Eindringen der Reichen in zu Sanierungsgebieten erklärte Armenviertel, um Einbruch und Diebstahl, aber auch um das Einschleichen in fremde Herzen, um emotionale Eigentumsdelikte.

Diesem prekären Stoff stellt Minghella noch die Problematik von kriegsbedingten Immigranten-Schicksalen zur Seite - um daraus kein didaktisches Zeigefinger-Kino zu machen, bedarf es schon seines subtilen Erzähltalents. Die realistische Bestandsaufnahme einer urbanen Kultur im Wandel, einer Geografie im Umbruch ist ihm spannend gelungen. Vom Clash der Kulturen handelt sein Film, aber auch von dem der Emotionen.

Im Zentrum steht Will (Jude Law) als Mann zwischen zwei Frauen. Seine festgefahrene Beziehung zu Liv (Robin Wright Penn), der Frau, die er liebt, droht in Alltags- und Kommunikationsproblemen zu ersticken. Liv ist gefangen in der permanenten Sorge um ihre verhaltensgestörte 13jährige Tochter. Will hat gerade, gemeinsam mit seinem Partner, sein florierendes Büro für Landschafts-Architektur nach King's Cross verlegt, ins Zentrum eines der ehrgeizigsten Städtebauprojekte Europas, das auch sozialer Brennpunkt ist. Das hypermoderne Office inmitten des Sanierungsbezirks wird gleich in der ersten Nacht ausgeräumt. Nach einem weiteren Einbruch verfolgt Will das junge Gang-Mitglied Miro bis zu dessen Wohnung in einer Sozialbausiedlung. Miros Mutter Amira (Juliette Binoche) ist aus Bosnien geflüchtet und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Schneiderarbeiten. Zunächst will der Architekt nur die Einbrüche weiter verfolgen und freundet sich mit Amira an. Entfremdet von seiner Lebensgefährtin, zieht er aber bald die attraktive Muslimin in eine leidenschaftliche Affäre hinein. Als Amira herausfindet, dass ihr Sohn Wills Büro ausgeräumt hat, spielt sie mit dem Gedanken, ihren Geliebten zu erpressen, um ihren Sohn zu schützen. Wills geordnete Welt gerät ins Trudeln, als er Stellung beziehen muss.

Mit der bekannten Detailversessenheit inszenierte Minghella nicht nur einen Film über "sein" London, sondern eine Parabel über das Leben in westlichen Großstädten überhaupt. Dabei schöpft er wieder das schauspielerische Potenzial seiner Stars voll aus. Wie kein anderer Regisseur weiß er Laws Darsteller-Finessen einzusetzen - "Unterwegs nach Cold Mountain" und "Der talentierte Mr. Ripley" brachten ihm bereits Oscar-Nominierungen ein. Juliette Binoche gewann die Auszeichnung für "Der englische Patient". Hinreißend jetzt allein ihr bosnischer Akzent. Auch die Nebenrollen sind mit Robin Wright Penn, Ray Winstone und Vera Farmiga, die gerade auch in Martin Scorseses "Departed: Unter Feinden" viel Talent zeigt, perfekt besetzt, die Newcomer Ravi Gafron und Poppy Rogers liefern ebenfalls beachtliche Leistungen ab. Für die Original-Musik sorgt sein Alltime-Komponist Gabriel Yared, unter Mitwirkung von "Underworld": Minghella at it's best, am Puls der Zeit. boe.

Darsteller:  Jude Law   als Will
  Juliette Binoche   als Amira
  Robin Wright   als Liv
  Martin Freeman   als Sandy
  Ray Winstone   als Bruno
  Vera Farmiga   als Oana
  Rafi Gavron   als Miro
  Poppy Rogers   als Bea
 
Regie:  Anthony Minghella  
Buch:  Anthony Minghella  
Musik:  Gabriel Yared  
Kamera:  Benoît Delhomme  
Produzent:  Sydney Pollack  
  Tim Bricknell  
 

Breaking and Entering - Einbruch und Diebstahl in der Fotoshow

 

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Jude Law

"Mein Vater baut Schiffe, und ich segle damit." Der Satz aus "Der talentierte Mr. Ripley" trifft auf eine Reihe von Personen zu, die der britische...

 

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Juliette Binoche

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