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Brendan trifft Trudy

Pfiffige Liebeskomödie nach einem Drehbuch von Roddy Doyle, in der sich ein schüchterner Lehrer in eine professionelle Einbrecherin verliebt.


Brendan trifft Trudy

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Erhältlich seit:
16.06.2003

Originaltitel: When Brendan Met Trudy

Komödie

Großbritannien/Irland 2000
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 6

Peter McDonald
Flora Montgomery
Marie Mullen

Regie: Kieron J. Walsh
Universal Pictures Germany

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Brendan trifft Trudy

Das Leben des schüchternen Einzelgängers Brendan könnte trauriger nicht sein. Als Lehrer an einer Dubliner Schule von seinen Schützlingen ignoriert und den Kollegen misstrauisch beäugt, flüchtet sich der tolpatschige Dauer-Single in eine Welt der Illusionen - ins Kino. Dabei schlüpft er nicht selten selbst in die Haut seiner Leinwand-Helden. Bis er eines Tages Wirbelwind Trudy trifft. Sie bietet dem Langweiler mehr Aufregung als jeder Film, aber auch eine Menge Probleme. Denn Trudy ist eine professionelle Diebin...

Basierend auf dem ersten Drehbuch von Romanautor Roddy Doyle ("Die Commitments") inszenierte der irische Kino-Debütant Kieron J. Walsh hier eine charmant-schrullige Lovestory, die sich durch Wärme und subtilen Humor auszeichnet. Neben zahlreichen amüsanten Anspielungen auf Filme von Godard bis Wilder besticht vor allem das frische Spiel der hierzulande noch wenig bekannten Hauptdarsteller Peter McDonald und Flora Montgomery, welches die Komödie nicht nur zum Geheim-Tipp für eingefleischte Cineasten macht.

Brendan trifft Trudy

Gegensätze ziehen sich bekanntlich an und sind meist eine Quelle ungeahnter Überraschungen. Dieser Debütfilm des jungen Iren Kieron J. Walsh nach einem Originaldrehbuch seines Landsmannes Roddy Doyle ("Die Commitments") ist eine besondere Liebesgeschichte zwischen einem schüchternen Lehrer und einer fröhlichen Diebin, eine aberwitzige Liebeserklärung an das Kino und alle Witzbolde mit Phantasie und Mut zu individuellen Entscheidungen und Taten.

Nach seiner Dubliner Barrytown-Trilogie, zu der noch "The Snapper" und "Fisch & Chips" gehören, hatte Erfolgsautor Doyle Lust auf anderes. Getreu seinem Credo "Das Leben ist zu kurz für Wiederholungen" löst er sich von seinem bisherigen Realismus und entwickelt im mittelständischen Dubliner Milieu eine witzige Romanze mit surrealen Akzenten. Produzentin Lyndy Myles, Doyle-erprobt mit Alan Parker und Stephen Frears, hat in Kieron J. Walsh einen mit wunderbarer Leichtigkeit des Inszenierens begabten Regiepartner. Er versteht es, die häufig in Albernheit ausartende Story von jedem Sturzflug in klamottige Plaituden zu bewahren. Seine hierzulande wenig bekannten Darsteller erhöhen den Reiz einer gewissen Unmittelbarkeit und Frische, wodurch die Handlung viel vom Charme des Unvorhersehbaren gewinnt. Der schüchterne und etwas schrullige junge Lehrer Brendan (Peter McDonald) wird weder von seinen Schülern noch seinen Kollegen so richtig ernst genommen. Er lebt in seiner eigenen Welt, hat seine Wohnung voller Filmplakate und Videokassetten, geht so oft wie möglich ins Kino und fühlt sich oft wie einer der Helden aus seinen Lieblingsfilmen, indem er selbstvergessen einzelne Szenen nachspielt. Er singt im Kirchenchor und trinkt in der Kneipe - bei seinem Bier aber sitzt er meistens allein. Die selbstbewusste und lustige Trudy macht ihn dort eines Abends an und startet damit eine turbulente Bekanntschaft und wilde Liebe. Gemeinsame Kinobesuche zwingen den Godard-Fan erstmals in einen Action-Film. Die tatkräftige Trudy schleppt Brendan auf Parties, zu einer stürmischen Liebesnacht in ihre Wohnung und bald auch mit auf ihre nächtlichen Diebestouren, an denen der mehr und mehr über das wahre Leben staunende Lehrer sogar Gefallen findet. Den surrealen Sprung zur Anarchie aber tut der sympathische und gute Laune machende Film dann doch nicht und verpasst der Gesetzesmacht noch rechtzeitig eine ordnende Rolle. Strafe für kriminelles Handeln muss schließlich sein, wenn auch Trudy dazu wieder eine eigene Verhaltensvariante hat. Und Brendan rafft sich zu einer ersten phantasievollen Heldentat auf. Außer Atem verlässt man das Kino auf dem Boulevard der Dämmerung, noch voll der amüsanten Anspielungen auf Godard, Wilder und viele andere. Film- und Humorfans werden dieser irisch romantischen Komödie ihre Freude haben. fh.

Darsteller:  Peter McDonald   als Brendan
  Flora Montgomery   als Trudy
  Marie Mullen   als Mutter
  Pauline McLynn   als Nuala
  Don Wycherley   als Niall
  Maynard Eziashi   als Edgar
  Eileen Walsh   als Siobhan
  Barry Cassin   als Schuldirektor
  Niall O'Brian   als Richter
  Rynagh O'Grady   als Lynn
  Ali White   als Mary
  Julie Hale   als Chormitglied (w)
  Christopher McHallem   als Chormitglied (m)
  Jack Lynch   als Chorleiter
  Dr. Stewart  
  Robert O'Neill   als Dylan
  Eoin Manley   als Cyril
  George McMahon   als James
  Sean O'Flanagan   als Eric
  Gabriel Byrne   als als Gast
 
Regie:  Kieron J. Walsh  
Buch:  Roddy Doyle  
Musik:  Richard Hartley  
Kamera:  Ashley Rowe  
Produzent:  Lynda Myles  
 

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