Ein schwerreicher mexikanischer Großgrundbesitzer findet seine Tochter von einem Fremden geschwängert und setzt eine Million Dollar auf die sofortige Hinrichtung des jungen Vaters aus. Das organisierte Verbrechen nimmt den Auftrag dankend an und überträgt den schmutzigen Teil des Jobs dem geborenen Loser Bennie, der ein paar Extradollars gut gebrauchen könnte. Bennie nimmt seine Arbeit jedoch unerwartet ernst und zeigt bald mehr Interesse an der Hintergründen, als seinen Brötchengebern lieb ist.
Selbst im sperrigen Lebenswerk Sam Peckinpahs nimmt "Alfredo Garcia" einen Sonderplatz ein. Die schmucklose Inszenierung, der holprige Schnitt und eine von tiefer Resignation durchtränkte Handlung waren für viele Kritiker Anlaß, den kreativen Tiefpunkt des Regisseurs zu beklagen. Doch die "Fehler" sind Stilmittel in einem verstörenden Roadmovie-Alptraum, dessen Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit zunehmend verwischen. Im Mittelpunkt steht einmal mehr der Abgesang auf das knorrige Individuum, dessen Eigenheiten in einer Zeit, in der selbst das Verbrechen wie eine Industrie arbeitet, weniger gefragt sind.