DVD (3 DVDs) Kaufvideo

Brinkmanns Zorn

Experimenteller Spielfilm über den (Anti-)Literat Rolf Dieter Brinkmann.


Brinkmanns Zorn (3 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
23.11.2007

Drama

Deutschland 2006
FSK: ab 12

Eckhard Rhode
Alexandra Finder
Martin Kurz

Regie: Harald Bergmann
good!movies

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Experimenteller Spielfilm über den (Anti-)Literaten Brinkmann.

Mit seinem Aufnahmegerät läuft Brinkmann durch die Straßen (Foto: Neue Visionen) Großansicht

Mit seinem Aufnahmegerät läuft Brinkmann durch die Straßen (Foto: Neue Visionen)

Rolf Dieter Brinkmann (Eckhard Rhode) führte in den Sechzigerjahren ein höchst umstrittenes Schriftstellerleben. Bei einem denkwürdigen TV-Auftritt etwa beschimpfte er wüst Marcel Reich-Ranicki. Er hielt mit einem Aufnahmegerät seinen Alltag fest, seine Umwelt, die er als abstoßend empfand und entsprechend pessimistisch kommentierte. 1975 starb er im frühen Alter von 35 Jahren bei einem Verkehrsunfall.

Selten war eine Biografie origineller wie Harald Bergmanns ambitionierter Versuch, dem extravaganten Literaten Rolf Dieter Brinkmann visuell beizukommen. Mit Schauspielern und Kamerafrau Elfi Mikesch inszenierte er die Bilder zu Brinkmanns Tonbandaufnahmen nach, Eckard Rhode spielte etwa den Literaten.

Organisiertes Chaos (Foto: Neue Visionen) Großansicht

Organisiertes Chaos (Foto: Neue Visionen)

Kommunikationsversuche

Neugierig folgt man dem Schauspieler, der nicht nur äußerlich, sondern auch in Geste und Bewegungsablauf immer mehr mit dem echten Brinkmann zu verschmelzen scheint, hört ihm zu, wenn er über die Schlechtigkeit der Welt räsoniert, mit seinen wenigen verbliebenen Freunden diskutiert oder versucht, mit seinem sprachbehinderten Sohn zu kommunizieren.

Brinkmanns Zorn (3 DVDs)

Mit seinem experimentellen Spielfilm schuf Harald Bergmann eine Künstler-Biografie, die in ihrer komplizierten technischen Umsetzung ihresgleichen sucht.

Selten war eine Biografie origineller, selten konnte ein Experiment als derart gelungen bezeichnet werden wie Harald Bergmanns ambitionierter Versuch, dem extravaganten Literaten Rolf Dieter Brinkmann visuell beizukommen. Jener Brinkmann, der in den sechziger Jahren ein höchst umstrittenes Schriftstellerleben führte, 1973 Stipendiat der Villa Massimo war, der bei einem denkwürdigen TV-Auftritt Marcel Reich-Ranicki wüst beschimpfte und 1975 erst 35-jährig bei einem Verkehrsunfall in London zu Tode kam. Regisseur Bergmann, der in München Literatur und Philosophie sowie in Los Angeles Film studierte, interessiert sich vor allem für die Zeit, als Brinkmann sich entschloss, mit dem Schreiben aufzuhören und dem "Literaturbetrieb" den Rücken zu kehren. In jener Zeit streifte der Schriftsteller, der in Kennerkreisen längst Kultstatus genießt, mit einem Uher-Aufnahmegerät durch Köln und hielt seinen Alltag fest, seine Umwelt, die er als hässlich und abstoßend empfand und entsprechend pessimistisch kommentierte. Eben diese Aufzeichnungen sind Grundlage für "Brinkmanns Zorn". Denn Bergmann hat gemeinsam mit der legendären Kamerafrau Elfi Mikesch ("Verführung: Die grausame Frau") in penibler Kleinstarbeit adäquate Bilder zu den Original-Tönen und Schauspieler, die lippensynchron zu den Texten sprechen, gefunden. Dadurch entsteht eine faszinierende "So-könnte-es-gewesen-sein"-Situation. Neugierig folgt man dem Schauspieler Eckard Rhode, der nicht nur äußerlich, sondern auch in Geste und Bewegungsablauf immer mehr mit dem echten Brinkmann zu verschmelzen scheint, hört ihm zu, wenn er über die Schlechtigkeit der Welt räsoniert, mit seinen, wenigen verbliebenen Freunden diskutiert oder versucht, mit seinem sprachbehinderten Sohn zu kommunizieren. So ist "Brinkmanns Zorn" nicht nur formal ansprechend und stilistisch einzigartig, dank seiner universellen Themen und radikalen Sicht der Dinge werden nicht nur Anhänger des streitbaren Literaten begeistert zuhören und zusehen. lasso.

Darsteller:  Eckhard Rhode   als Rolf Dieter Brinkmann
  Alexandra Finder   als Maleen
  Martin Kurz   als Robert
  Rainer Sellien   als Freyend
  Isabel Schosnig   als Linda
  Baki Davrak   als Konrad
 
Regie:  Harald Bergmann  
Buch:  Harald Bergmann  
Kamera:  Elfi Mikesch  
Produzent:  Margot Schmidt-Reichart  
 

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