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Brokeback Mountain

Ang Lees in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneter Western über zwei Cowboys, deren Liebe zueinander zum Scheitern verurteilt ist.


Brokeback Mountain

Leihvideo

Erhältlich seit:
13.09.2006

Drama

USA 2005
Laufzeit: 129 Min.
FSK: ab 12

Heath Ledger
Jake Gyllenhaal
Anne Hathaway

Regie: Ang Lee
Universum Film

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Diesem sexy Duo kann niemand widerstehen: Die Liebe der "Lonesome Cowboys" Jake Gyllenhaal und Heath Ledger trifft mitten ins Herz.

In den Bergen von Wyoming beginnt eine Leidenschaft, die ein Leben lang dauert (Foto: Tobis) Großansicht

In den Bergen von Wyoming beginnt eine Leidenschaft, die ein Leben lang dauert (Foto: Tobis)

Eine der hinreißendsten und ergreifendsten Liebesgeschichten der Filmgeschichte. Kein Geringerer als Ang Lee ("Tiger & Dragon") schuf das Meisterwerk, das mit dem "Goldenen Löwen" in Venedig, vier Golden Globes und drei Oscars geehrt wurde. Zu Recht!

In der Wildnis von Wyoming heuern zwei taffe Jungs an, um auf dem Brokeback Mountain eine Herde Schafe vor Wilderern und Raubtieren zu schützen. Es ist einsam dort oben, und bald merken der schweigsame Ranch-Helfer Ennis del Mar (Heath Ledger) und der texanische Rodeo-Cowboy Jack Twist (Jake Gyllenhaal), dass sie mehr als nur gute Kumpel sind. Sie verlieben sich ineinander.

Erster Flirt: Jake Gyllenhaal und Anne Hathaway (Foto: Tobis) Großansicht

Erster Flirt: Jake Gyllenhaal und Anne Hathaway (Foto: Tobis)

Heimliche Affäre

Aber im Jahre 1963 darf "man(n)" so etwas nicht, schon gar nicht in der moralinsauren US-Provinz. Nach dem ersten Sex versichern sie sich schnell, überhaupt nicht schwul zu sein. Am Ende der Saison ziehen Ennis und Jack getrennt ihres Weges, heiraten, gründen Familien. Aber die Leidenschaft brennt weiter.

Über Jahrzehnte hinweg treffen die Männer sich heimlich, gehen fischen im Schatten des Brokeback Mountain, wo sie Momente der Intimität und Hingabe genießen. Schließlich unternimmt Jack einen letzten verzweifelten Versuch, für ihre gemeinsame Zukunft zu kämpfen.

Jack und Ennis müssen ihre Liebe geheim halten (Foto: Tobis) Großansicht

Jack und Ennis müssen ihre Liebe geheim halten (Foto: Tobis)

Angekratzter Mythos

Der Cowboy, ultimativer Mythos von Männlichkeit - Ang Lee kratzt unbekümmert an diesem Image, enthüllt eine ganz andere männliche Seite, eine zärtliche, eine verletzbare, versteckt im Panzer gesellschaftlicher Konventionen.

Jake Gyllenhaal als mutiger Draufgänger, Heath Ledger als emotionaler Zögerer - gemeinsam sind sie unwiderstehlich. Großes Gefühlskino ohne Sentimentalität oder Pathos. Einfach atemberaubend.

Brokeback Mountain

Der Cowboy am Lagerfeuer, der ultimative Mythos amerikanischer Männlichkeit. An den wagt sich Ang Lee mit seinem herausragenden Wettbewerbsbeitrag in Venedig heran. Einen Sommer lang schützen zwei junge Männer am "Brokeback Mountain" Schafe vor wilden Tieren und Dieben, teilen den harten Alltag bei Tag und Nacht in der Natur. Bald realisieren sie, es ist mehr als nur der Job, der sie verbindet: Eine Liebe gegen alle Konventionen, die trotz Trennung und Ehe ein Leben lang dauert.

Ang Lee ist nicht zu toppen. Wenn der erst seit den 80er Jahren in USA lebende Taiwanese seinen unbestechlichen Blick auf die westliche Gesellschaft wirft, findet er schnell die Schwachpunkte, nicht umsonst brachte ihm sein düsteres Porträt der Nixon-Ära "Eissturm" den Ritterschlag der Filmkritik. "Brokeback Mountain", basierend auf einer Kurzgeschichte von Pulitzer-Preisträgerin Annie Proulx, geht noch einen Schritt weiter, kratzt am Cowboy-Image, dem Urbild von Virilität, legendär durch Western und Marlboro-Werbung. Da trotzt der Mann den Unbillen der Natur, und versinnbildlicht auf dem Rücken der Pferde Freiheit. Keine Freiheit, sondern Arbeit suchen in Wyoming des Jahre 1963 der schweigsame Ranch-Helfer Ennis Del Mar und der texanische Rodeo-Cowboy Jack Twist. Über Monate erledigen sie ihren Knochenjob und schützen die Schafherde eines reichen Farmers in der Einsamkeit der Berge bei karger Bohnenkost. Ihre Zukunft planen sie wie jeder andere - feste Arbeit, Heirat, Familie. Und dann kommt es zwischen den beiden Männern, die sich nicht als Homosexuelle empfinden, zur Intimität. Auch wenn sich ihre Wege trennen, jeder von ihnen eine Familie gründet, die Leidenschaft flammt wieder auf, obwohl in den 60er Jahren gleichgeschlechtliche Liebe noch als Teufelswerk galt. Über Jahrzehnte hinweg treffen sie sich regelmäßig. Eine lebenslange Beziehung mit Problemen, eine Tragödie über Treue und Vertrauen, Freundschaft und Liebe.

Immer wieder zeigt Ang Lee die Schwierigkeiten, den mangelnden Mut del Mars, der nicht aus seiner Haut herauskann und jede gemeinsame Perspektive zurückweist. Zu stark ist die gesellschaftliche Repression, die Angst vor Ausgrenzung. Ang Lee erzählt von der Komplexität dieser Verbindung, konfrontiert die Verantwortung und die Gefühle den Partnerinnen und Kindern gegenüber mit der Wucht des Begehrens und der verborgenen Sehnsucht nach gegenseitiger Zuneigung und Zusammensein. Im Spannungsfeld von Routine, Verzweiflung und zitterndem Lebenshunger bewegen sich die Protagonisten in ihrer Patchwork-Identität, Männerexistenzen eingeschlossen im Panzer traditioneller Geschlechtsmuster. Menschen, denen die Wirklichkeit keine Zukunft für Träume lässt. Nie wird der Film sentimental, dafür sorgt nicht nur die intelligente Inszenierung, sondern vor allem die überzeugenden Darsteller - Heath Ledger in verkapselten Sprödigkeit und Jake Gyllenhaal in unberechenbarer Lebenslust. Wie steinerne Zeugen des Schicksalspiels wirken die Berge in ihrer unantastbaren Schönheit und Ruhe, die Natur, in der die beiden durchatmen, sie selbst sein können. Nach dem Schwertkämpfer-Märchen "Tiger & Dragon" ein neuer Geniestreich von Ang Lee. Ein Meisterwerk, das die Venedig-Jury mit Edgar Reitz ganz oben auf ihre Agenda setzen sollte. mk.

Darsteller:  Heath Ledger   als Ennis Del Mar
  Jake Gyllenhaal   als Jack Twist
  Anne Hathaway   als Lureen Twist
  Michelle Williams   als Alma Beers Del Mar
  Randy Quaid   als Joe Aguirre
  Scott Michael Campbell   als Monroe
  Linda Cardellini   als Cassie Cartwright
  Anna Faris   als LaShawn
  Kate Mara   als Alma Del Mar Jr.
  Cheyenne Hill   als Alma Del Mar, 13 Jahre
  Brooklynn Proulx   als Jenny Del Mar, 4 Jahre
  Tom Carey   als Rodeo-Clown Jimbo
  Graham Beckel   als L.D. Newsome
  Steve Eichler   als Gitarrenspieler
  David Harbour   als Randall
  Mary Liboiron   als Fayette Newsome
  Roberta Maxwell   als Jack Twists Mutter
  Mary McBride   als Sängerin
  Steven Cree Molison   als Biker
  Hannah Stewart   als Alma Del Mar, 3 Jahre
 
Regie:  Ang Lee  
Buch:  Larry McMurtry  
  Diana Ossana  
Musik:  Gustavo Santaolalla  
Kamera:  Rodrigo Prieto  
Produzent:  James Schamus  
  Diana Ossana  

Jake Gyllenhaal erlebt endlosen Terror

Wer steckt hinter dem Anschlag?

"Brokeback Mountain"-Star Jake Gyllenhaal dreht einen SciFi-Thriller (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

"Brokeback Mountain"-Star Jake Gyllenhaal dreht einen SciFi-Thriller (Foto: Kurt Krieger)

Jake Gyllenhaal verhandelt für die Hauptrolle in einem Sci-Fi-Thriller mit dem Titel "Source Code". Gyllenhaal würde darin einen Mann spielen, der ganz im Sinne von "Und täglich grüßt das Murmeltier" einen bestimmten Augenblick immer wieder erleben muss - allerdings ist dieser nicht ganz so harmlos wie einst bei %Bill Murray%:

Ein Soldat wacht eines Tages im Körper eines Unbekannten auf, der als Pendler jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit gondelt. Dann wird der Zug von einer Bombe zerfetzt - und der Mann muss diese Katastrophe immer wieder aufs Neue durchleben, bis er herausgefunden hat, wer hinter dem Anschlag steckt. Die Geschichte liegt bei Universal schon seit 2007 auf dem Tisch, allerdings wurde das Drehbuch mittlerweile umgeschrieben. Drehbeginn soll nächstes Jahr sein.

Ex-Cowboy und Persien-Prinz

Jake Gyllenhaal ist im Sommer 2010 in "Prince of Persia" zu bewundern. Weltweites Aufsehen erregte der Bruder von Maggie Gyllenhaal 2005 in "Brokeback Mountain": Darin spielte er an der Seite von Heath Ledger einen Cowboy, der seine Homosexualität entdeckt. Zuletzt überzeugte Gyllenhaal in "Zodiac - die Spur des Killers" sowie im Politthriller "Machtlos" mit Reese Witherspoon, mit der er seitdem liiert ist.

 

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