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Brot & Tulpen

Humane und bizarre Erfolgskomödie aus Italien um eine Hausfrau, die sich emanzipiert.


Brot & Tulpen (Alles Liebe)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
01.04.2011

Originaltitel: Pane e tulipani

Komödie

Italien/Schweiz 2000
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Licia Maglietta
Bruno Ganz
Giuseppe Battiston

Regie: Silvio Soldini
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

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Brot & Tulpen (Alles Liebe)

Rosalba, Hausfrau und Mutter zweier Söhne aus Pescara, wird während einer Busreise von ihrem zerstreuten Ehemann Mimmo schlichtweg auf einer Autobahnraststätte vergessen. Um sich zu revanchieren, fährt sie mit einem Fremden nach Venedig, der Stadt ihrer Träume. Dort nimmt sie einen Job als Floristin an und zieht mit einem formvollendeten Kellner zusammen, der unter Depressionen leidet. Schnell gewöhnt sich Rosalba an ihr neues, aufregendes Leben und denkt überhaupt nicht daran, nach Hause zurückzukehren.

In Italien mit neun David-di-Donatello-Preisen - dem italienischen Pendant zum Oscar - ausgezeichnet, ist der vierte Film von Silvio Soldini gleichzeitig sein erfolgreichster. Die romantische Komödie besticht vor allem durch poetische Töne, die liebevolle, detailgenaue Zeichnung der Figuren sowie subtilen, hintergründigen Humor. Dadurch entstehen Menschen wie du und ich, mit kleinen Macken und großen Gefühlen - Individuen, die man einfach gern haben muss.

Brot & Tulpen (Alles Liebe)

Keine typische, laute, klamottige Italo-Komödie, sondern bei allem Temperament und aller italianità ein eher freundliches, humanes und dennoch ausreichend bizarres Vergnügen mit ein paar wunderbar anarchischen Momenten. Regisseur Silvio Soldini hat damit den Erfolg des Jahres in Italien gelandet. Insgesamt neun David die Donatello Preise in allen wichtigen Kategorien fielen auf die anfangs nur mit weniger als 30 Kopien gestartete Komödie. Das änderte sich sofort, als auch das Publikum seine großen Sympathien für die plötzlichen Urlaubsabenteuer einer einfachen Hausfrau entdeckte. Und auch in Deutschland dürfte ein größerer Zuschauerkreis seine helle Freude an dem Film haben.

Soldini, der vom Dokumentarfilm kommt, hat ein gutes Gespür und eine genaue Beobachtungsgabe für Menschen, für eine Wirklichkeit, mit der sich identifizieren lässt. Sein Humor und sein Talent für Pointierungen von Einfällen, Situationen und Charakteren schaffen auf der Leinwand eine angenehm schwerelose Atmosphäre der Erzählung. Dabei ist die Story keineswegs von sensationeller Originalität, doch es sind die Details, die Freiheiten und vor allem die präzis auf den Punkt besetzten und inszenierten Darsteller, die für den Spaß mit nachdenklicher Wirkung sorgen. Die leichte Märchenhaftigkeit der Geschichte kommt dem nur zugute. Rosalba (Licia Maglietta) ist mit Mann und zwei Söhnen auf Besichtigungstour antiker Ruinen und wird an einer Autobahnraststätte einfach vergessen - der Bus fährt ohne sie ab. Per Anhalter versucht sie, heim nach Pescara zu kommen, landet jedoch in Venedig und beschließt, sich die Stadt ein wenig anzuschauen. Jetzt beginnt das Abenteuer: ein Anruf zu Hause, der Ehemann ist wütend, am nächsten Morgen verpasst Rosalba den Zug, findet, da sie nur wenig Geld bei sich hat, eine Übernachtungsmöglichkeit bei einem kurios formvollendeten, anständig distanzierten und gebildeten Kellner (Bruno Ganz mit schnurrigem Hintersinn) und heuert am nächsten Tag spontan bei einem ebenfalls seltsam eigenwilligen Blumenhändler an. Die verständige, warmherzige, gut aussehende Frau spürt nicht nur den Kick, ein bisschen Zeit in Freiheit zu genießen, sondern stürzt sich auch mit großer Anteilnahme und Wissbegier auf die neuen Bekanntschaften, die sie in einer angenehm untypischen Venedig-Szenerie macht. Silvio Soldini geht es eindeutig um Menschen wie du und ich und um deren ganz individuelle Entdeckung einer Lebenskunst, in der die Italiener uns, zugegeben, um so manche Länge voraus sind. Mit diesem Film aber könnten wir einiges von ihnen abgucken. fh.

Brot & Tulpen (Alles Liebe)

Was passiert, wenn eine italienische Hausfrau an einer Raststätte den Bus der ganzen Reisegesellschaft verpasst? Wenn sie so ist wie Rosalba, wenn sie beispielsweise schon immer nach Venedig wollte, ändert sie einfach ihre Reiseroute. Per Anhalter gelangt sie in die Stadt ihrer Träume und sucht dort eine Bleibe für die Nacht. Sie findet den traurigen, romantischen Feingeist und Kellner Fernando, der sie - freundlich, aber in höflicher Distanz - bei sich unterbringt. Am nächsten Tag findet sie sogar einen Job bei einem alten anarchistischen Blumenhändler. Ihr Mann Mimmo tobt am Telefon - doch für Rosalba beginnt ein neues Leben, eine Auszeit, in der ihre Missgeschicke abnehmen und ihr Glück wächst...

Quelle: Tobis

Darsteller:  Licia Maglietta   als Rosalba
  Bruno Ganz   als Fernando
  Giuseppe Battiston   als Constantino
  Marina Massironi   als Grazia
  Antonio Catania   als Mimmo
  Felice Andreasi   als Fermo
  Tatiana Lepore   als Adele
 
Regie:  Silvio Soldini  
Buch:  Doriana Leondeff  
  Silvio Soldini  
Musik:  Giovanni Venosta  
Kamera:  Luca Bigazzi  
Produzent:  Daniele Maggioni  
 

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