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Brother

Erstes englischsprachiges Projekt von Takeshi Kitano, in dem ein japanischer Yakuza in Los Angeles einen Bandenkrieg auslöst.


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Erhältlich seit:
26.07.2002

Thriller/ Action

Japan/USA 2000
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 16

Takeshi Kitano
Omar Epps
Masaya Kato

Regie: Takeshi Kitano
cultmovie entertainment

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Brother

Bodyguard Yamamoto muss sich nach dem gewaltsamen Tod seines Yakuza-Chefs nach Los Angeles absetzen. Dort schlägt sich sein kleiner Bruder Ken als Drogenhändler durch. Als dieser Schwierigkeiten mit mexikanischen Dealern bekommt, nimmt sich Yamamoto auf unkomplizierte Art des Problems an: Er eliminiert die gesamte Gang. Mit Ken und dessen bestem Freund Denny steigt er selbst ins Rauschgiftgeschäft ein und feiert schnell Erfolge. Doch die ansässige (italienische) Mafia duldet keine Konkurrenz...

Regisseur Takeshi Kitano, der zudem für Hauptrolle, Schnitt und Drehbuch verantwortlich zeichnet, legt mit "Brother" seinen ersten englischsprachigen Film vor. Auch diese Arbeit beinhaltet wieder alle Zutaten, die den Japaner zur Kult-Figur werden ließen - extreme Gewalt, stilisierte Bilder und lakonischen Humor. Gleichzeitig bewegt er sich - auch wie immer - fast stumm durch die Geschichte. Dank der exakt konstruierten Bilder, dem ungeheuren Gespür für Atmosphäre und der Liebe zu den Figuren kommen nicht nur Kitano-Fans voll auf ihre Kosten.

Brother

Nachdem Takeshi Kitano mit "Hana-Bi" und vor allem mit "Kikujiros Sommer"

versucht hat, sein Image als Regisseur von harten Polizeifilmen zu

relativieren, kehrt er mit "Brother" wieder ganz in die Welt des Verbrechens

zurück. Den Erfolg der beiden Vorgänger-Filme im Rücken, konzipierte seine

Produktionsfirma Kitano Office auf internationalem Parkett mit zehn Millionen Dollar die bisher teuerste Produktion in Kitanos Karriere.

Das Produzententeam ist japanisch-britisch, die Geschichte japanisch-amerikanisch, weshalb Kitano auf beiden Seiten des Pazifiks je eine Crew beschäftigte, darunter die jungen Darsteller-Stars Claude Maki, Susumu

Terajima und Omar Epps. Kitano selbst spielt wie üblich die Hauptrolle: den Yakuza-"Offizier" Yamamoto, der im Laufe eines Tokioter Gangsterkrieges untertauchen muss. Er beschließt, sich nach Los Angeles abzusetzen, wo sein jüngerer Bruder nicht, wie erwartet, mit dem Studieren beschäftigt ist, sondern es nur zu einem kleinen Drogendealer gebracht hat. Als Ken in Zahlungsschwierigkeiten gegenüber der örtlichen mexikanischen Mafia gerät, nimmt sich Yamamoto auf seine Weise des Problems an: Er erschießt die ganze Bande - und findet sich mitten in einem Gangsterkrieg. Zumal sich Yamamoto, Ken und dessen schwarzer Freund Denny mit dem neu gewonnenen Territorium den Zorn der Afroamerikaner-Gang zuziehen; auch die wird einer nach dem anderen eliminiert. Anschließend versucht Yamamoto zusammen mit einem konkurrierenden Yakuza als "Bruder" eine große Gang zu gründen. Erst nach einigen Gemetzeln willigt er ein. Schließlich nimmt es Yamamoto mit den Italienern auf. Doch die erweisen sich als ein paar Nummern zu groß.

Kitanos Darstellung und Inszenierung sind unnachahmlich. In seinen Rollen sagt er kaum je ein Wort: er schweigt, oder er handelt, und das blitzschnell, meistens mit der Faust oder der Pistole. Auch hierbei verzieht er keine Mine, und dennoch hält man seine Figur nicht für kaltherzig, weil Kitano ihr immer

auch Momente des Sinnierens zubilligt, in denen sie ebenso regungslos verharrt. Kitano ist zudem ein Meister der verknappten Szenen, der Auslassungen und der absurden Situationen. Oft sind nur der Beginn oder die

Folgen einer Handlung zu sehen, manche humoristische Einlagen dafür in voller Länge. In einem Interview hat Kitano einmal bemerkt, dass er Gewalt stets so erlebt habe: selten gebe es lange Kämpfe, meistens nur einen Schlag oder einen Schuss, dann sei alles vorbei.

Bemerkenswert ist der ethnische Aspekt des Films. Indem sich die Gang nach oben schießt, erklimmt sie die sozialen Ebenen, auf denen die Ethnien in den USA angesiedelt sind. "Unten" befinden sich die Afro- und Hispano-Amerikaner, die nur über geringen Einfluss verfügen, darüber die Japaner, deren eiserner

Zusammenhalt alten japanischen Riten folgt, und "oben" die italienischstämmige Mafia, die paramilitärisch organisiert ist - der Kampf gegen sie wirkt im Film wie eine Kriegserklärung gegen den Staat selbst.

Kitano stellt dem Verbrechen in den USA damit eine gnadenlose und hellsichtige Diagnose aus: einerseits spiegelt sich darin die soziale Hierarchie des nicht-kriminellen Amerikas, andererseits aber auch der Grad

seiner Organisation sowie die Anbindung an den Staatsapparat sowohl in den USA als auch in den Herkunftsländern. or.

Darsteller:  Takeshi Kitano   als Yamamoto
  Omar Epps   als Denny
  Masaya Kato   als Shirase
  Ren Osugi   als Harada
  Claude Maki   als Ken
  Susumu Terajima   als Kato
  Royale Watkins   als Jay
  Lombardo Boyar   als Mo
  Ryo Ishibashi   als Ishihara
  James Shigeta   als Sugimoto
  Tatyana Ali   als Latifa
  Makoto Otake   als Polizeichef
  Kouen Okumura   als Hanaoka
  Naomasa Musaka   als Hisamatsu
  Rino Katase   als Bardame
  Tetsuya Watari   als Jinseikai
  Ren Murakami   als Minamino
  Joy Nakagawa   als Marina
  Wanda-Lee Evans   als Dennys Mutter
  Tony Colitti   als Roberto
 
Regie:  Takeshi Kitano  
Buch:  Takeshi Kitano  
Musik:  Joe Hisaishi  
Kamera:  Katsumi Yanagishima  
Produzent:  Jeremy Thomas  
 

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Takeshi Kitano

In Japan ist er ungeheuer populär und vielbeschäftigt. Der Regisseur, Autor, Kolumnist, Poet, Stand-Up-Comedian, Entertainer, Maler und...

 

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Omar Epps

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