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Brotherhood

Der Kriegsfilm avancierte zum Boxoffice-Phänomen in Südkorea.


Brotherhood

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Erhältlich seit:
17.01.2012

Originaltitel: Taegukgi Hwinalrimyeo

Kriegsfilm/ Drama

Südkorea 2004
Laufzeit: 143 Min.
FSK: ab 16

Yang Dong-kun
Won Bin
Lee Eun-ju

Regie: Kang Je-gyu
3L Vertriebs GmbH & Co.KG

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Der Kriegsfilm über zwei Brüder avancierte in Südkorea zum Boxoffice-Phänomen.

Jin-Tae setzt sich für seinen Bruder ein (Foto: 3L (Central)) Großansicht

Jin-Tae setzt sich für seinen Bruder ein (Foto: 3L (Central))

Nach dem Tod seines Vaters setzt der Schuhputzer Jin-Tae (Jang Dong-kun) alles daran, seinem jüngeren Bruder Jin-Seok (Won Bin) ein Studium zu ermöglichen. Als dieser jedoch für den Koreakrieg eingezogen wird, beschließt Jin-Tae, selbst zum Militär zu gehen. Er bewirbt sich für einen riskanten Einsatz, denn er hat mit dem Kommandanten den Deal ausgehandelt, dass sein kleiner Bruder den Militärdienst beenden darf, wenn er sich eine Tapferkeitsmedaille erkämpft.

Jin-Tae setzt dabei das Leben seiner Kameraden aufs Spiel und zieht sich dadurch immer mehr die Verachtung seines Bruders zu. Die einst eng verbundenen Männer entfremden sich zusehends.

Der Krieg hinterlässt ein Chaos (Foto: 3L (Central)) Großansicht

Der Krieg hinterlässt ein Chaos (Foto: 3L (Central))

Krieg zwischen Brüdern

Je-gyu Kang inszenierte mit "Brotherhood" den teuersten koreanischen Film aller Zeiten. Sein Film ist gleichzeitig aufwändiges Kriegsepos und hervorragende, tiefgehende Charakterstudie, die, sinnbildlich für die Spaltung Koreas in verfeindete Bruderstaaten, die tragische Entfremdung zweier Brüder nachzeichnet.

Brotherhood

Die bislang teuerste südkoreanische Produktion erschüttert als wuchtiges Kriegsactiondrama, das am Beispiel der Entfremdung zweier Brüder die schmerzhafte Trennung des Landes in Nord und Süd beklagt.

Nachdem sein politisch aufgeladener Antiterrorthriller "Shiri" (1999) bereits ein Hit wurde und das Kinowirtschaftswunder mitbegründete, brach Kang Je-gyus aufwändiges Kriegsmelodram, das rechnerisch 25% der Einwohner im Kino sahen, in der Heimat alle Kassenrekorde. Mit dem grimmigen Hyperrealismus von "Saving Private Ryan", einem packenden emotionalen Zentrum und den Mitteln des westlich geprägten Blockbusterkinos bewaffnet, zieht Kang in den Krieg, der dem Zuschauer alles abverlangt. Die zahlreichen Schlachten lassen Spielberg, Scott und Konsorten an Brutalität und Dauer hinter sich, doch zugleich gilt das auch für die bewegende Story, die im Kern ein Familienmelodram erzählt.

Als am 25. Juni 1950 der Bürgerkrieg ausbricht, werden der vaterlose Jin-tae und sein jüngerer Bruder Jin-seok zur südkoreanischen Armee zwangsrekrutiert. Um den innig geliebten Jin-seok zu beschützen, nimmt Jin-tae jedes Himmelfahrtskommando an. Damit beginnt seine Wandlung zur entmenschlichten Bestie, die im Blutrausch Gefangene foltert und sich von Jin-seok immer mehr entfremdet. Durch die Unterstützung der Amerikaner gelingen rasche Vorstöße und der Frieden liegt in greifbarer Nähe. Aber als fanatische Kommunistenjäger Jin-taes unschuldige Verlobte erschießen, läuft er aus Verzweiflung zum Norden über, der nun zurückschlägt, weil Chinas Millionenheer in den Krieg eingreift. Wahnsinnig geworden, steht Jin-tae schließlich seinem Bruder im Kampf gegenüber.

Wie auch das Annäherungsdrama "Joint Security Area" vermittelt "Brotherhood" eine Friedensbotschaft, jedoch auf die denkbar drastischste Weise: Verrohung, Hass, Schmerz und Leid sind auf einer fast körperlichen Ebene erlebbar, da kein noch so schockierendes Kapitel des Koreakonflikts ausgespart wird. Mag auch der Bodycount jedem Splattermovie zur Ehre gereichen, es ist die Tragik und Intensität, die fesselt und kathartisch reinigt. Das ist Kino mit im besten Sinne pathetisch großen Gefühlen, realisiert mit einem Budget von 15 Millionen Dollar, dem Gegenwert einer Stargage in Hollywood. tk.

Brotherhood

Südkorea 1950: Die Brüder Jin-Tae und Jin-Seok werden bei Ausbruch des Koreakriegs von der Regierung eingezogen und müssen Familie und Habseligkeiten zurücklassen. Jin-Tae setzt alles daran seinen jüngeren Bruder vor den Gefahren des Krieges zu schützen, darum schließt er mit einem Offizier eine Vereinbarung: Er übernimmt die gefährlichsten Aufträge an vorderster Front, dafür wird Jin-Seok geschont. Jin-Tae steigt schnell zum gefeierten Kriegshelden auf, doch von seinem Bruder erntet er nur Verachtung. Der grausame Krieg eines geteilten Landes stellt auch die Blutsbande beider Brüder auf eine harte Zerreißprobe.

Quelle: 3L

Darsteller:  Yang Dong-kun   als Jin-tae Lee
  Won Bin   als Jin-seok Lee
  Lee Eun-ju   als Young-shin
  Kong Hyeong-jin   als Young-man
  Choi Min-sik   als Kommandant
  Jeon Jae-hyeong   als Yong
  Kim Su-ro   als Mitglied der antikommunistischen Föderation
 
Regie:  Kang Je-gyu  
Buch:  Kang Je-gyu  
Musik:  Lee Dong-jun  
Kamera:  Hong Gyeong-pyo  
 

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