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Brothers Bloom

Verschrobenes romantisches Märchen um zwei Brüder und Trickbetrüger, die bei einer reichen Erbin ein letztes Mal abkassieren wollen.


Brothers Bloom

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Erhältlich seit:
27.01.2010

Originaltitel: The Brothers Bloom

Komödie/ Kriminalfilm

USA 2008
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Adrien Brody
Rachel Weisz
Mark Ruffalo

Regie: Rian Johnson
Universum Film

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Brothers Bloom

25 Jahre lang schlugen sich die Brüder Bloom äußerst erfolgreich als Trickbetrüger durchs Leben, bis der jüngere Bloom die Wirklichkeit suchen und nicht mehr die Rollen spielen will, die ihm der ältere, maßgeschneidert für seine verletzliche Seele, vorgibt. In einem letzten Coup wollen die Blooms eine reiche exzentrische Erbin ausnehmen, die das Abenteuer Leben bisher nur aus der Beobachterperspektive kennt. Als sie sich verliebt, gerät auch die Welt und der Zusammenhalt der Blooms für immer ins Wanken.

Verrat und Täuschung, nun aber auf einer komödiantischen Spielwiese, dominieren auch den zweiten Film von Rian Johnson, der sich als Autor-Regisseur des Neo-Noir-Krimis "Brick" einen Namen machte. Obwohl Johnson am Ende die Täuschungs-Toleranz des Zuschauers überschätzt, der dem Twist-verliebten Plot irgendwann nicht mehr folgen will, ist "Brothers Bloom" ein charmantes Märchen, dessen schräge Dialoge, Situationen und Figuren prominente Schauspieler wie Adrien Brody, Mark Ruffalo und Rachel Weisz anlocken.

Brothers Bloom

Seinem coolen Neo-Noir-Debüt "Brick" lässt Regieentdeckung Rian Johnson ein schräges Gaunerstück mit Top-Besetzung folgen.

Johnsons Hauptdarsteller, die den Oscar bereits gewannen oder ihn zumindest umkreisten, sowie das frühe Interesse von Tom Cruise an einer Rolle, signalisieren, welchen Eindruck "Brick" und das Nachfolgeprojekt hinterließen. Das im Erstling bereits prominente Element von Verrat und Täuschung ist in "Brothers Bloom" auf eine humorvolle Ebene verlagert und überzeichnet.

Die titelgebenden Brüder, der eine Kopf (Mark Ruffalo), der andere Seele (Adrien Brody), führt Johnsons Skript im Alter von 13 und zehn Jahren ein. Trocken-komische, gut getimte Sequenzen zeigen, wie aus den Zwangsnomaden des Erziehungssystems nach 38 Pflegefamilien ein selbständig operierendes Betrügerduo wurde. Dieses ist 25 Jahre später durch die Explosivexpertin Bang Bang zum Trio erweitert, doch der jüngere Bloom will aussteigen, nicht mehr nur in den Rollen, die der ältere vorgab, leben. In einem letzten Coup soll die reiche eremitische Erbin Penelope (Rachel Weisz) um Millionen gebracht werden - durch Diebstahl einer wertvollen Buchantiquität, die letztlich nur als McGuffin, als sinnbefreiter Motor einer Story dient, die erst nach Prag, dann nach Mexiko und Russland führt.

Zum Ende hin überschlägt sich mit einem von Gangsterkugeln durchsiebten Auto auch der Film, täuscht sich Johnson in der Verfolgungsbereitschaft seiner Zuschauer, der letztlich das Interesse verliert, wer wen und aus welchem Grund in die Irre führen will. Bis dahin aber und einiger unaufgelöster Story-Rätsel zum Trotz erweist sich Johnson als smarter Manipulator, bedient sich aus der Filmgeschichte - vom Stummfilm über Blake Edwards bis hin zu Wes Anderson, spielt mit Realität und Simulation. Und das in einem deutlich als Liebesmärchen deklarierten Szenario zwischen zwei Brüdern und zwei vereinsamten Außenseitern.

Schräge Dialoge ("Ich bin eine epileptische Fotografin") und Sequenzen, in denen etwa Haltungsnoten für Fahrradstürze vergeben werden, gesellen sich zu schrägen Figuren, die auf der weiblichen Seite interessanter ausfallen als auf der männlichen. "Babel"-Entdeckung Rinko Kikuchi ist dabei ein stumm bleibender exzentrischer Schatten der Blooms, Weisz eine vitale Verwandte der Tenenbaums. Eine Schlossprinzessin, die eine Ewigkeit auf ihren Prinzen wartet, und dabei Fähigkeiten von anderen aufnimmt und zur Perfektion führt - vom Hochrad bis zum Harfenspiel. Und wenn sie die Liebe lernt, erblüht mit ihr auch Bloom. kob.

Brothers Bloom

Willkommen in der Welt der BROTHERS BLOOM, in der Täuschung als Kunstform gilt und nichts so ist, wie es scheint. Im Laufe der Jahre und in geschwisterlicher Teamarbeit perfektionierten die beiden Brüder ihr Handwerk als Trickbetrüger - und sind nun entschlossen, noch eine letzte spektakuläre Nummer durchzuziehen. Für die verwickeln sie eine ebenso schöne wie exzentrische reiche Erbin (Rachel Weisz) in eine raffiniert konstruierte Geschichte, die sie um die ganze Welt führt. Doch je enger sich die von Stephen (Mark Ruffalo) ausgelegte Schlinge zuzieht, desto mehr fragt sich Bloom (Adrien Brody), ob sein Bruder dieses Mal zu weit gegangen ist und einen Plan ausgeheckt hat, der eine Nummer zu gefährlich für alle Beteiligten ist.

Rasante Gaunerkomödie von Rian Johnson ("Brick"), die die Raffinesse der "Ocean's"-Reihe mit der Exzentrik von Wes Andersons perfekt kombiniert!

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Adrien Brody   als Bloom
  Rachel Weisz   als Penelope
  Mark Ruffalo   als Stephen
  Rinko Kikuchi   als Bang Bang
  Robbie Coltrane   als Der Kurator
  Maximilian Schell   als Diamond Dog
  Zachary Gordon   als Bloom als Kind
  Max Records   als Stephen als Kind
  Andy Nyman   als Charleston
  Noah Segan   als The Duke
 
Regie:  Rian Johnson  
Buch:  Rian Johnson  
Musik:  Nathan Johnson  
Kamera:  Steve Yedlin  
Produzent:  Ram Bergman  
  James D. Stern  
 

Brothers Bloom in der Fotoshow

 

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Adrien Brody

Hochgewachsen, mit flinken, listigen und ständig lachenden Augen sowie kaum zu bändigenden schwarzen Locken und einem betont schlaksig lässigen...

 

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Rachel Weisz

Von der Mumie verfolgt, in Stalingrad verheizt, als mörderische Friseuse verzweifelt, als Landarbeiterin verliebt und als viktorianische Frau...