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Burlesque

Schwungvolles Musical über den Aufstieg eines Revuegirls, das Cher ein Comeback und Christina Aguilera ein glanzvolles Filmdebüt beschert.


Burlesque

Leihvideo

Erhältlich seit:
06.05.2011

Drama/ Musikfilm

USA 2010
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 6

Cher
Christina Aguilera
Eric Dane

Regie: Steven Antin
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Burlesque

Ali Rose will in Los Angeles Karriere im Showbusiness machen. Ihr Traum, den schon unzählige Hoffnungsvolle vor ihr geträumt haben, erfüllt sich, als sie im finanziell angeschlagenen Revuetheater von Tess den Sprung von der Kellnerin auf die Bühne schafft. Als Sängerin und Tänzerin erweist sich Ali als Naturtalent, doch mit dem Erfolg kommt auch die Versuchung. Kann Ali ihr widerstehen, ihren guten Charakter bewahren, ihr romantisches Glück finden und dabei die Burlesque Lounge vor dem drohenden Verkauf retten?

Ob man nun die Songs oder das Überdruckvokalisieren Christina Aguileras mag oder nicht - Steve Antins Musical ist ein sehenswertes Filmdebüt des Vier-Oktaven-Wunders. Die Anforderung des einfachen märchenhaften Plots an sie als Darstellerin bewältigt Aguilera souverän und die als Performerin brillant. Alle Nummern in "Burlesque", wie der übrige Film auch in schmeichelndes Glamourlicht getaucht, sind strikt an die Bühne gebunden und geben Aguilera wie auch Cher Gelegenheit, als Vollblutentertainer zu glänzen.

Burlesque

Steve Antins Musical über den Aufstieg eines Revuegirls spielt seine Trümpfe überzeugend aus: das Filmdebüt Christina Aguileras und das Comeback Chers.

"Sag niemals Strip Club", weist Alan Cumming Provinzimport Ali (Christina Aguilera) beim Erstkontakt zurecht - und der Film damit auch für den Zuschauer verständlich jede Assoziation zu billigen Naturschauspielen von sich. Die Burlesque Lounge, die sich mit dem besten Ausblick am Sunset Boulevard brüstet, präsentiert sich als verstaubtes Revuetheater, in dem Showgirls in Pin-up-Outfits die Beine schwingen und zum Playback alter Standards "singen". Der Club hält es wie der Film: er will verführen und dabei unschuldig bleiben. In seiner zweiten Inszenierung feiert Drehbuchautor Steve Antin erotisches Entertainment, das seine Schwester Robin als Mitgründerin der Pussycat Dolls bereits zum Erfolg führte. Dabei korrespondiert "Burlesque" mehr mit "Coyote Ugly" als mit "Showgirls" und sieht die Showtruppe als große Familie, die Schutz vor dem Gift der großen Stadt bietet. Mutterfiguren sind Clubmitbesitzerin Tess (Cher) und ihr Bühnenmanager Sean (Stanley Tucci in seiner "Prada"-Rolle), Kristin Bell spielt ein zickiges Protegé, das Tess' Vertrauen ausnutzt, und Aguilera die neue, vom Skript fast heilig gesprochene Tochterfigur, die Tess an sie selbst erinnert. Bedroht wird diese Familie von einem smarten Playboy, der Tess' desolate finanzielle Lage ausnutzen, ihren Club kaufen und die unschuldige Ali von Kellner Jack loseisen will, der als Gentleman nicht schnellen Sex, sondern romantisches Glück verspricht.

Antins Drehbuch absolviert alle Etappen, die man sich von einem Showbiz-Märchen erwartet: Die Ankunft der Provinzblume in der Metropole, die Annäherung an den charmanten, anfangs noch vergebenen Prinzen, der Aufstieg zum Star, die Verführung durch Erfolg und schließlich das Happy End nach dem Erkennen der wahren und wichtigen Werte. "Burlesque" ist nur bedingt ein klassisches Musical, weil alle Nummern strikt an die Bühne gebunden sind und so spontaner Gesangsausbruch ausbleibt, aber in der Funktion des Plots als loser Rahmen für temperamentvolle Song- and Dance-Auftritte bleibt der Film der Tradition treu. Klar ist Aguilera ein bisschen zu alt und prominent für ein Ingenue, aber Kameramann Bojan Bazelli taucht sie, Cher und den Film in ein märchenhaftes Glamourlicht, während sich die Push-ups auf der Bühne duellieren, Cher zum ersten Mal seit "Good Times" (1967) vor der Kamera singt, Aguilera die Anforderungen ihrer Rolle als Darstellerin souverän und die als Sängerin brillant bewältigt. Ob man nun die Songs oder das Überdruckvokalisieren des Vier-Oktaven-Wunders Aguilera mag oder nicht - dank C & C gehört "Burlesque" unter den Musicals der letzten Jahre in die A-Klasse. kob.

Burlesque

Die Provinzsängerin Ali (Christina Aguilera) träumt von der großen Karriere und zieht in die Großstadt, wo sie sich von Burlesque, einem glamourösen Nachtclub voller Tänzer und heißer Musik magisch angezogen fühlt. Als dessen Besitzerin (Cher) einen Star sucht, sieht Ali ihre Chance. Burlesque ist vollgepackt mit bildgewaltigen Shownummern, toller Musik und einer Starbesetzung mit Eric Dane, Kristen Bell und Stanley Tucci.

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Cher   als Tess
  Christina Aguilera   als Ali
  Eric Dane   als Marcus
  Cam Gigandet   als Jack
  Julianne Hough   als Georgia
  Alan Cumming   als Alexis
  Peter Gallagher   als Vince
  Kristen Bell   als Nikki
  Stanley Tucci   als Sean
 
Regie:  Steven Antin  
Buch:  Steven Antin  
  Susannah Grant  
Musik:  Buck Damon  
  Christophe Beck  
  Diane Warren  
Kamera:  Bojan Bazelli  
Produzent:  Donald de Line  

"Nichts ist schöner als ein Frauenkörper!"

Im Oktober wurde es offiziell: Christina Aguilera (30) hat sich nach fünf Jahren von Jordan Bratman, Ehemann und Vater ihres zweijährigen Sohnes Max, getrennt. Der neue Mann an ihrer Seite ist ein gewisser Matt Rutler. Ein Filmassistent, den sie während der Dreharbeiten zu dem Musical "Burlesque" kennen und lieben gelernt haben soll. Christina spielt darin eine unbekannte Sängerin, die unbedingt berühmt werden will und auch zunächst an den falschen Kerl gerät. Für die Pop-Queen ist es die erste Kinohauptrolle.

Weiß sich schon aus ihren Musikvideo-Erfahrungen perfekt in Szene zu setzen: Christina Aguilera in "Burlesque" (Foto: Walt Disney) Großansicht

Weiß sich schon aus ihren Musikvideo-Erfahrungen perfekt in Szene zu setzen: Christina Aguilera in "Burlesque" (Foto: Walt Disney)

Sie zeigen sich in "Burlesque" ziemlich oft in knapper Reizwäsche. Macht es Ihnen Spaß, mit Ihrem Sexappeal zu spielen?
CHRISTINA AGUILERA: Wenn man einen schönen Körper hat, dann soll man ihn wie in "Burlesque" auch zeigen. Mich macht es sogar stolz, meine Weiblichkeit zu zeigen, denn es gibt nichts Schöneres als den Körper einer Frau.

Gilt das für jede Frau?
Zumindest sollte sich keine Frau das Gegenteil einreden lassen. Es gibt keinen Grund, sich für seinen eigenen Körper zu schämen, wobei mir schon klar ist, dass dazu eine Portion Selbstwertgefühl dazugehört.

Hat Ihnen Ihr Selbstwertgefühl auch dabei geholfen, Ihre erste Kinohauptrolle meistern zu können?
Ja, ich habe mich damit selbst herausgefordert, denn bisher drehte ich Musikvideos, in denen ich als Christina Aguilera vor der Kamera stand und meine eigenen Songs interpretierte. In "Burlesque" spiele ich ein völlig anderes Mädchen, die nichts mehr mit mir zu tun hat. Ich freue mich natürlich, dass mir das gelungen ist.

Aber den Wunsch Ihrer Figur, eines Tages berühmt zu werden, müssen Sie doch auch gehabt haben...
Was mich mit Ali verbindet, ist gewiss der Wille, es schaffen zu wollen und dafür hart zu kämpfen. Ich habe meine Stärke aus den Erfahrungen meiner chaotischen Kindheit gezogen (ihre Mutter ließ sich scheiden, als sie fünf Jahre alt war. Vom Vater wurde beide regelmäßig geschlagen, Anm. der Red.). Zu erleben, wie hilflos meine Eltern sind, hat in mir den Wunsch hervorgebracht, nach Erfolg zu suchen und die Chancen, die einem das Leben bieten, zu nutzen.

Während des Drehs haben Sie sich neu verliebt. Schweben Sie gerade im siebten Himmel?
Nun, ich erlebe gerade einen Wandel, der allen Beteiligten letztendlich nur Gutes bringen kann. Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen und treffe meine Entscheidungen danach, was für meinen Sohn und für mich das Beste ist. 2010 war ein Jahr, in dem ich nur auf meine innere Stimme gehört habe. Jetzt beginnt ein neues Kapitel in meinem Leben, und bestimmt werde ich meine erlebten Gefühle in einem neuen Album verarbeiten.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Sie jetzt mit Matt Rutler liiert sind...
Christina Aguilera schweigt, stattdessen ruft Ihre Assistentin aus dem Hintergrund: "Bitte nur Fragen zum Film!"

Empfinden Sie es manchmal als Last, Christina Aguilera zu sein?
Ja, immer dann, wenn es um mein Privatleben geht. Ich versuche, meine Freunde und Familie herauszuhalten, schließlich agiere ich nicht in einer TV-Reality-Show, bei der jeder zugucken darf. Ich hasse es auch, auf die Straße zu gehen und von Fotografen abgeschossen zu werden. Okay, das gehört nun mal dazu, aber ich werde trotzdem immer versuchen, Privatleben und Arbeit zu trennen.

Ihre Filmpartnerin Cher muss das schon seit über 40 Jahren über sich ergehen lassen und sieht keinen Tag älter aus...
Dann muss ich ja keine Angst mehr haben, älter zu werden (lacht). Aber die habe ich sowieso nicht. Ich freue mich sogar darauf. Am 18. Dezember bin ich 30 geworden, aber gefeiert wird erst Silvester, wozu ich all meine Freunde nach Los Angeles eingeladen habe. Auf jeden Fall fühle ich mich mit 30 wohler als noch mit 20. Das ist ein Alter, in dem man noch auf der Suche nach sich selbst ist und noch viel lernen muss. Cher ist eine Frau, die zeigt, dass man auch mit über 60 noch toll aussehen kann. Man muss doch nur mal einen Blick auf ihre schönen Beine werfen (lacht).

Mal ehrlich, sollten Frauen einen Striptease hinlegen, wenn sich das der Mann wünscht?
Nur wenn sich die Frau damit selbst wohl fühlt und sie ganz allein entscheiden darf, ob sie das machen möchte oder nicht. Ich kann nur sagen, dass ich durch "Burlesque" viel gelernt habe, wie eine Frau im Tanz ihre Reize ausspielen kann, und ich hatte Spaß dabei.

 

Burlesque in der Fotoshow

 

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