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Butterfly Effect

Finsterer Sci-Fi-Thriller über einen Mann, der eine Methode entdeckt, mit der er seine düstere Kindheit in der Vergangenheit zum Guten wenden kann.


Butterfly Effect (2 DVDs)

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Erhältlich seit:
11.02.2005

Originaltitel: The Butterfly Effect

Thriller/ Science Fiction

USA 2004
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16

Ashton Kutcher
Amy Smart
Eric Stoltz

Regie: Jonathan Mackye Gruber, ...
Warner Home Video Germany

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Davon hat jeder schon geträumt: In die Vergangenheit reisen, sein Leben nochmal leben - und dabei gleich alles verbessern, was schlecht gelaufen ist.

Die Schrecken machen auch vor der Liebe nicht halt (Foto: Warner) Großansicht

Die Schrecken machen auch vor der Liebe nicht halt (Foto: Warner)

Lang hat man nichts mehr von der Sache mit dem Schmetterling gehört. Sie besagt in etwa, dass selbst die unbedeutendste Aktion Folgen von ungeahntem Ausmaß hervorrufen kann.

So wächst vielleicht ein Lufthauch wie der Flügelschlag eines Schmetterlings andernorts zum Orkan an.

Diese Idee wird im SF-Kino gern genutzt, um die Welt zu verändern - Menschen reisen in die Vergangenheit, zertreten eine Butterblume, und in der Gegenwart sieht die Erde komplett anders aus. Auch in "Butterfly Effect" werden solche Veränderungen durchgespielt.

Monströs: Blick in die Vergangenheit auf die Zukunft (Foto: Warner) Großansicht

Monströs: Blick in die Vergangenheit auf die Zukunft (Foto: Warner)

Böses Ende

Evan (Ashton Kutcher), ein junger Mann mit Erinnerungsschwäche, findet unter seinem Bett alte Tagebücher, mit deren Hilfe er in frühere Phasen seines Lebens zurückkehren kann.

Dort versucht er nun, die Zukunft zu verbessern, indem er ein paar Änderungen durchführt. Das endet allerdings jedes Mal böse, nicht nur für ihn, sondern auch für seine Jugendliebe Kayleigh.

Eigentlich Kellnerin, landet sie jetzt in anderen Leben als Junkie oder Prostituierte, und Evan muss hart kämpfen, bis er endlich die richtige Wirklichkeit für alle geschaffen hat. Und das ist höchst spannend.

Butterfly Effect (2 DVDs)

Ashton Kutcher ("Voll verheiratet!") mag auf die Magengegend unzähliger Teeniemädchen (und seiner Lebensgefährtin Demi Moore) einen unbestreitbaren Schmetterlingseffekt ausüben, doch seine erste "ernsthafte" Rolle könnte so manchen veranlassen, sich den Bauch vor (unbeabsichtigtem) Lachen zu halten. Dabei hat der mit dem üblich hanebüchenen Science-Fiction-Element versehene psychologische Thriller der beiden "Final Destination 2"-Autoren durchaus eine packend-verstörende "Was wäre wenn?"-Story vorzuweisen, die (teils erstaunlich effektiv) Tabuthemen wie Pädophilie, Kindermord, Tierquälerei und Gefängnismissbrauch anschneidet. Doch letztlich wird die Dramatik von der unfreiwilligen Komik untergraben und echte Hitchancen werden somit verschenkt.

Wie bei ihrem gemeinsamen Indiefilm-Regiedebüt "Blunt" übernahmen die beiden Ko-Skripter Eric Bress und J. Mackye Gruber die Inszenierung in Teamarbeit. Sie führen ihren Protagonisten Evan Treborn im Alter von acht Jahren ein, als er von seiner Mutter zur Untersuchung beim Psychiater gebracht wird, nachdem er in der Schule ein schockierendes Bild gemalt hat, aber behauptet, sich an nichts zu erinnern. Als Therapiemaßnahme beginnt der Junge Tagebücher zu führen, in denen er Kindheitserlebnisse mit seiner besten Freundin Kayleigh, ihrem aggressiven Bruder Tommy und dem dicklichen Muttersöhnchen Lenny einträgt. Dabei gelingt es den Filmemachern, diese Phase (die in späteren Rückblenden detailliert wird) mit einem gewissen eindringlichen "Stand By Me"-Anstrich zu versehen. Zum Zeitpunkt von Kutchers Entrée als 20-jährigem Evan, der Psychologie studiert, haben drei entscheidende traumatische Ereignisse stattgefunden, an die er sich allerdings nicht erinnert. Dies ändert sich schlagartig mit Hilfe der Tagebücher, die ihm in Verbindung mit erderschütternden Spezialeffekten ermöglichen, in die Vergangenheit zurückzureisen. Nachdem er seine alten Freunde ausfindig macht und feststellt, dass die damaligen Ereignisse ihr Leben verpfuscht haben, strengt er sich an, die Dinge an verschiedenen vergangenen Ansatzpunkten positiv zu beeinflussen. Doch nach bekanntem Faust'schen Prinzip scheint er die Dinge jedesmal nur noch schlimmer zu machen.

Seinen Titel bezieht der Film aus der Chaostheorie, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings am anderen Ende der Welt für das Entstehen eines Taifuns verantwortlich sein kann. Dieser faszinierende Ausgangspunkt wird genutzt, um zu zeigen, wie die geringste Veränderung ein ganzes Leben beeinflussen kann. Dies führt zu verschiedenen veränderten Inkarnationen der Figuren, was vor allem Amy Smart ("Roadtrip") Gelegenheit gibt, unterschiedlichste Rollentypen (vom properen Collegegirl zur drogenabhängigen Prostituierten) zu porträtieren. Während nicht behauptet werden kann, dass Kutcher in seinem Part versagt, fühlt man sich unweigerlich an seine MTV-Show "Punk'd" erinnert, in der nichtsahnende Stars auf den Arm genommen werden. So drängt sich in den inopportunsten Momenten wiederholt der Eindruck auf, dass Kutcher nur mit Mühe ein Lachen unterdrückt und jederzeit "Ätsch, es handelt sich doch um eine Farce!" rufen könnte. Für einen dramatischen Thriller mit todernsten Themen keine ideale Voraussetzung - was insofern irritierend ist, als dass der Film durchaus grundsolide Suspense-Unterhaltung bietet. ara.

Darsteller:  Ashton Kutcher   als Evan Treborn
  Amy Smart   als Kayleigh
  Eric Stoltz   als Mr. Miller
  William Lee Scott   als Tommy
  Elden Henson   als Lenny
  Logan Lerman   als Evan, 7 Jahre
  John Patrick Amedori   als Evan, 13 Jahre
  Irene Gorovaia   als Kayleigh, 13 Jahre
  Kevin Schmidt   als Lenny, 13 Jahre
  Jesse James   als Tommy, 13 Jahre
  Ethan Suplee   als Thumper
  Melora Walters   als Andrea
 
Regie:  Jonathan Mackye Gruber  
  Eric Bress  
Buch:  Jonathan Mackye Gruber  
  Eric Bress  
Musik:  Michael Suby  
Kamera:  Matthew F. Leonetti  
Produzent:  A.J. Dix  
  Chris Bender  
  Anthony Rhulen  
  J.C. Spink  

Kutcher als Superman nach Sydney?

Der Weg ist weit, vom Rüpel mit der versteckten Kamera zum ernstzunehmenden Schauspieler.

Ashton Kutcher: Sieht so ein Supermann aus? (Foto: Fox) Großansicht

Ashton Kutcher: Sieht so ein Supermann aus? (Foto: Fox)

Und oft genug steht sich Ashton Kutcher dabei selbst im Weg. Seine von Schauspielkollegen belächelten Auftritte in der MTV-Show "Punk'd", Kino-Unsinn wie "Ey Mann - Wo is' mein Auto?" samt Fortsetzung und schließlich der Rauswurf durch Regisseur Cameron Crowe am Set der Dramödie "Elizabethtown", weil Kutcher nach dessen Meinung "erst mal Schauspielunterricht nehmen sollte".

Nachdem Ashton Kutchers Karrierekurve also zuletzt eher nach unten zeigte, hat er jetzt Interesse an einer Rolle bekundet, die er eigentlich schon abgelehnt hatte: Der stets schlecht frisierte Frechdachs will nun doch im neuen Superman-Film von Regisseur Joseph McGinty Mitchell, besser bekannt als McG, mitspielen. Als Comic-Großstadt Metropolis wird dabei Sydney fungieren - die Produktionsfirma hat bereits Studios in Australien gebucht.

Alles nur Spaß?

Kutcher tummelt sich derweil noch in den USA, genauer in Park City, um auf Robert Redfords Sundance Festival seinen ersten ernsten Film vorzustellen: Der düstere SciFi-Thriller "The Butterfly Effect" hatte dort am Samstag Weltpremiere. Kutcher spielt darin einen Mann, der eine Möglichkeit entdeckt, die entsetzlichen Ereignisse seiner Kindheit rückgängig zu machen - allerdings mit schlimmen Folgen für ihn selbst und seine Umgebung. Der Film wagt sich thematisch an heiße Eisen wie Kinderpornografie und Missbrauch, die Kritik lobt ihn als Mischung aus "Sleepers", "Mystic River" und "Die Verurteilten".

Doch damit ihn auch ja keiner als ernstzunehmenden Schauspieler anerkennen möge, leistete sich Kutcher auf dem Festival für Independent-Filme mal wieder einen denkwürdigen Auftritt. Zur Premiere von "The Butterfly Effect" erschien er im Cowboy-Kostüm komplett mit Hut, Halstuch und Stiefeln. Seine 16 Jahre ältere Gespielin Demi Moore kam im Partner-Look. Der Kommentar des Spaßvogels:

"Die haben mich angelogen. Die haben gesagt, das sei das Sundance Festival und wir müssten uns wie Butch Cassidy und Sundance Kid anziehen. Jetzt stehe ich natürlich da wie ein Vollidiot."

Ob Kutcher wirklich der richtige Mann für die Rolle des stählernen Helden ist? Für Lois Lane scheint die passende Schauspielerin jedenfalls gefunden: Selma Blair hat gesagt, sie sei "verdammt nah an einer der wichtigsten Rollen dran." Die Beauty aus "Eiskalte Engel" und "Super süß und super sexy" bringt zumindest schon mal die schönen schwarzen Haare mit, das Markenzeichen von Miss Lane.

Für den richtigen Look des Films wird übrigens Produktionsdesigner Mark Mansbridge sorgen. Er hat zuletzt für "Matrix Reloaded" und "Master and Commander" gearbeitet. Die erste Klappe für Clark Kent alias Superman soll ziemlich genau in einem Jahr fallen - mal sehen, wer sich dann tatsächlich das rote Cape umbinden wird.

 

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