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C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

Magisches und innovatives Coming-of-Age-Drama über einen Jungen, der sich aus Liebe zu seinem Vater die eigene Homosexualität nicht eingestehen will.


C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

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Erhältlich seit:
06.12.2006

Originaltitel: C.R.A.Z.Y.

Drama

Kanada 2005
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 12

Michel Côté
Marc-André Grondin
Danielle Proulx

Regie: Jean-Marc Vallée
Concorde Home Entertainment

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Magisches und innovatives Coming-of-Age-Drama über einen Jungen, der sich aus Liebe zu seinem Vater die eigene Homosexualität nicht eingestehen will.

Familie heißt Vielfalt: Zac und seine vier Beaulieu-Brüder (Foto: Concorde) Großansicht

Familie heißt Vielfalt: Zac und seine vier Beaulieu-Brüder (Foto: Concorde)

Zac (Marc-André Grondin) wird 1960 als viertes von insgesamt fünf Kindern von Laurianne Beaulieu (Danielle Proulx) geboren und ist sofort der Liebling von Vater Gervais (Michel Côté), der seinen Sohn als echten Mann aufwachsen sehen will. Zu seinem Missfallen gefällt es Zac schon als Kind, die Kleider der Mutter anzuprobieren.

Doch Zac selbst versucht, der Wunschvorstellung des Vaters entsprechen. Er flüchtet sich immer wieder in Traumwelten und lässt sich auf die sexuellen Avancen seiner besten Freundin ein - bis er seine Homosexualität nicht mehr länger unterdrücken kann und die Konfrontation mit dem Vater sucht.

Zac versucht, so cool wie sein Bruder zu sein (Foto: Concorde) Großansicht

Zac versucht, so cool wie sein Bruder zu sein (Foto: Concorde)

Ausgezeichnet innovativ

Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée beschreibt die Wirren des Erwachsenwerdens mit magischen Bildern und höchst innovativem Einsatz klassischer Popsongs. "C.R.A.Z.Y." wurde beim Toronto International Film Festival gefeiert und für zwölf Genie Awards nominiert.

C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

Eine verrückte Familie, emotionaler Tiefgang, Humor vom Feinsten: Diese bitter-süße Coming of Age Story aus den 70er Jahren mit einem fantastischen Soundtrack macht einfach glücklich und Lust auf Leben.

Lachen, Weinen, Träumen. Hier kann man alles auf einmal und von Herzen. Wahrscheinlich eine kanadische Spezialität, denn Jean-Marc Vallées Meisterwerk erinnert in der Mischung aus Melancholie und Heiterkeit, dem Strom von Bildern und Gefühlen an Jean-Claude Lauzons "Léolo" aus dem Jahre 1991. Kindheit als aufregende Entdeckungsreise, Jugend als Zeit der Unbedingtheit. Es beginnt alles Weihnachten 1960. Während unterm Weihnachtsbaum die Geschenke liegen, gibt es noch eine weitere Bescherung. Mutter Laurianne gebiert in der Heiligen Nacht ihren vierten Sohn, Zac. Der wird bald zum Ärger der Älteren Papas Liebling, darf mit ihm heimlich an der Bude Pommes futtern, das Auto blitzblank waschen und ihn auf Spritztouren begleiten. Und wenn es sich irgendwie ergibt, ergeht sich der Pater Familias in unheimlich komischen Gesangseinlagen, vornehmlich Balladen von Patsy Clines und Chansons des unvermeidlichen Charles Aznavour. Alles könnte trotz Zoff mit den Brüdern schön sein, wenn nicht eine hellseherische Tupperware-Tante dem Jungen eine besondere Gabe zusprechen würde und deshalb ständig jemand sein Zipperlein geheilt haben möchte. Der Junge ist anders, stellt Vater fest und beobachtet mit Entsetzen, wie der Filius in Mädchenkleidern tanzt oder gar den Nachgeborenen stillen will. Auftakt zu einem Coming Out auf Umwegen, das den Zusammenhalt der Familie auf eine harte Probe stellt und Zac sich aus Angst vor der Wirklichkeit in Lügen, Fantasien und Asthma flüchten lässt. "C.R.A.Z.Y." (der Titel setzt sich aus den Vornamen der fünf Brüder zusammen) erhielt zehn "Genies", den kanadischen Oscar. Nicht nur für den Besten Film und die Beste Regie, sondern u.a. auch für den Besten Hauptdarsteller Michel Coté, die liebevoll-strenge Figur des Vaters mit seinem kindlichen Hang zum Vinyl. Leichtfüßig und dennoch tiefgründig erzählt Vallée von familiären Konflikten und Problemen, die zumeist an Weihnachts-, Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern ausbrechen. Das fängt schon damit an, dass Zac immer die falschen Weihnachtsgeschenke bekommt (statt Puppenwagen ein Hockey-Spiel), der ältere Bruder in Sex und Drogen sein Heil sucht und durch Aggression auf sich aufmerksam macht, der Vater die offensichtliche Homosexualität seines Sohnes rigoros ablehnt. Das Aufstöbern von Erinnerung in dieser poetischen Zeitreise durch Mode, Musik und Lebensgefühl der 60er und 70er Jahre verführt zum wunderlichen Mitfühlen und Mitleiden. Ein launiger Nachhilfeunterricht in Sachen Leben: trotz einer Portion Wehmut erfrischend und befreiend. mk.

C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

C.R.A.Z.Y. - das sind die Brüder Christian, Raymond, Antoine, Zachary und Yvan aus dem kanadischen Quebec und ihre gemeinsame Geschichte über zwei ereignisreiche Jahrzehnte. Die mitreißende Zeitreise einer Familie durch Musik, Mode, das Lebensgefühl der 70er und 80er Jahre wurde international mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "kanadischen Oscar", dem Genie Award, den "C.R.A.Z.Y." in gleich zehn Kategorien für sich gewinnen konnte.

Am Weihnachtsabend 1960 erblickt der junge Zachary in Québec das Licht der Welt. Als zweitjüngstes Kind unter fünf ungleichen Brüdern scheint Zac so gar nicht in die bürgerliche Vorstadtfamilie Beaulieu zu passen. Sein älterer Bruder Raymond schleppt unter den wohlwollenden Blicken des Vaters ständig neue Eroberungen ins Haus, während die anderen drei als Sportskanone, Bücherwurm und Nesthäkchen ihren geradlinigen Weg gehen. Zac, der sensible Freigeist, ist anders. Für die fromme Mutter ist er allein durch seine Geburt an Weihnachten etwas Besonderes und auch der Vater ist maßlos stolz auf seinen hübschen Sohn. Für Zac beginnt eine idyllische Kindheit voller kleiner Wunder. Sein Vater lässt ihn das Auto waschen, nimmt ihn mit auf heimliche Spritztouren zur Pommes-Bude, weiht ihn ein in die Geheimnisse seiner heiligen Plattensammlung und schmettert zu allen festlichen Anlässen unermüdlich Aznavours Chanson "Emmenez-moi au bout de la terre". Zac genießt die familiären Geborgenheit, die Rituale und seine Stellung als Vaters Liebling. Aber dieses Glück währt nicht ewig.

Konflikte mit den Eltern, wie sie jeder Teenager kennt, und die Rivalität mit dem älteren Bruder, der im Rausch der Drogen immer unberechenbarer wird, halten ihn in Atem. Nichts ist mehr wie früher: Die ersten Erfahrungen mit Liebe, Sex und Drogen machen sein Leben als Teenager zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Eine Zeitreise durch Mode, Musik und Lebensgefühl der 70er Jahre beginnt. Am liebsten würde er sich mit Hilfe seines Helden Bruce Lee aus der spießigen Umgebung herausboxen. Immerhin erlaubt ihm seine blühende Phantasie oft genug, aus dem Alltag abzuheben. Und mit "Sympathy for the devil" im Ohr kann er selbst bei der obligatorischen Weihnachtsmesse seinen Träumen näher kommen. Zuhause, in seinem Kinderzimmer, träumt er tanzend von Rebellion, Freiheit, seiner frühreifen Cousine Brigitte und noch mehr von deren gut aussehendem Freund. Denn während seine Mutter ihn noch als "kleinen Jesus" hätschelt, ist sein pubertierendes Blut längst in Wallung.

Draußen, im Schatten der phallisch aufragenden Fabriktürme raucht er heimlich Joints. Vor allem aber kämpft er darum, die Anerkennung seines charismatischen Vaters zurückzuerobern. Im aufreibenden Stellungskrieg der beiden hat sich mittlerweile auch der musikalische Graben vertieft: Während sich Papa Gervais - unbeeindruckt von allen gesellschaftlichen Umwälzungen - weiter von den Balladen Patsy Clines einlullen lässt, flüchtet Zac in Songs, in denen Aufbruchsstimmung und die sexuelle Ambivalenz seiner Epoche pulsieren. Pink Floyd und die Rolling Stones werden Zacs ständige Begleiter. Die schillernden Verwandlungen seines androgynen Halbgottes David Bowie machen ihm Mut, mehr eigenen Willen, mehr modische und sexuelle Extravaganz zu wagen. Die "Space Oddity" wird Zacs Hymne.

Als John Lennon stirbt und seine Freundin ihm zum 20. Geburtstag einen Blowjob schenkt, spürt er, dass er sich von seiner verträumten Kindheit verabschieden und erwachsen werden, aber auch seine eigene sexuelle Identität finden muss. Die Suche nach seinen lange verdrängten Wünschen und Begierden führt Zac auf eine mystische Reise nach Jerusalem. Beinahe "bis ans Ende der Welt", so wie es sein Vater sang. Er wird im gelobten Land flirten, durch die Wüste gehen und gerettet werden, aber dann nicht als verlorener Sohn, sondern männlich gereift und selbstbewusster nach Hause zurückehren. Seine verschrobene Sippe ist inzwischen so von Hochzeiten und Beerdigungen gebeutelt worden, dass die alten Fronten bröckeln. Selbst der sture Vater zeigt sich wieder von seiner versöhnlichen Seite. Zac spürt das Gefühl von Freiheit und findet, nach vielen Umwegen, schließlich seinen eigenen Weg.

Fünf Söhne, zwei Jahrzehnte, eine Familie!

Quelle: Concorde

Making of "C.R.A.Z.Y."
Deutscher und kanadischer Kinotrailer
Produktionsnotizen
Special Effects Featurette
Fotogalerie
Informationen zu Cast & Crew
Trailer zu weiteren Kinofilmen auf DVD

Quelle: Concorde

Darsteller:  Michel Côté   als Gervais Beaulieu
  Marc-André Grondin   als Zachary Beaulieu (als Erwachsener)
  Danielle Proulx   als Laurianne Beaulieu
  Emile Vallée   als Zachary Beaulieu (als Kind)
  Pierre-Luc Brillant   als Raymond Beaulieu (21 Jahre alt)
  Alex Gravel   als Antoine Beaulieu (als Jugendlicher)
  Félix-Antoine Despatie   als Yvan Beaulieu
  Mariloup Wolfe   als Brigitte (14-18 Jahre alt)
  Jean-Louis Roux   als Alter Priester
  Francis Ducharme   als Paul (16-22 Jahre alt)
  Sébastian Blouin   als Antoine Beaulieu (als Kind)
  Hélène Grégoire   als Madame Chose
  Michel Laperriere   als Psychologe
  Johanne Lebrun   als Doris (21-29 Jahre alt)
  Natasha Thompson   als Michelle (15-21 Jahre alt)
  Maxime Tremblay   als Christian Beaulieu
  Jean-Marc Vallée   als Junger Priester
 
Regie:  Jean-Marc Vallée  
Buch:  François Boulay  
  Jean-Marc Vallée  
Musik:  David Bowie  
Kamera:  Pierre Mignot  
Produzent:  Pierre Even  
  Jean-Marc Vallée  
 

C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben in der Fotoshow

 

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