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C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

Magisches und innovatives Coming-of-Age-Drama über einen Jungen, der sich aus Liebe zu seinem Vater die eigene Homosexualität nicht eingestehen will.


C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.11.2006

Originaltitel: C.R.A.Z.Y.

Drama

Kanada 2005
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 12

Michel Côté
Marc-André Grondin
Danielle Proulx

Regie: Jean-Marc Vallée
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Magisches und innovatives Coming-of-Age-Drama über einen Jungen, der sich aus Liebe zu seinem Vater die eigene Homosexualität nicht eingestehen will.

Familie heißt Vielfalt: Zac und seine vier Beaulieu-Brüder (Foto: Concorde) Großansicht

Familie heißt Vielfalt: Zac und seine vier Beaulieu-Brüder (Foto: Concorde)

Zac (Marc-André Grondin) wird 1960 als viertes von insgesamt fünf Kindern von Laurianne Beaulieu (Danielle Proulx) geboren und ist sofort der Liebling von Vater Gervais (Michel Côté), der seinen Sohn als echten Mann aufwachsen sehen will. Zu seinem Missfallen gefällt es Zac schon als Kind, die Kleider der Mutter anzuprobieren.

Doch Zac selbst versucht, der Wunschvorstellung des Vaters entsprechen. Er flüchtet sich immer wieder in Traumwelten und lässt sich auf die sexuellen Avancen seiner besten Freundin ein - bis er seine Homosexualität nicht mehr länger unterdrücken kann und die Konfrontation mit dem Vater sucht.

Zac versucht, so cool wie sein Bruder zu sein (Foto: Concorde) Großansicht

Zac versucht, so cool wie sein Bruder zu sein (Foto: Concorde)

Ausgezeichnet innovativ

Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée beschreibt die Wirren des Erwachsenwerdens mit magischen Bildern und höchst innovativem Einsatz klassischer Popsongs. "C.R.A.Z.Y." wurde beim Toronto International Film Festival gefeiert und für zwölf Genie Awards nominiert.

C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

Eine verrückte Familie, emotionaler Tiefgang, Humor vom Feinsten: Diese bitter-süße Coming of Age Story aus den 70er Jahren mit einem fantastischen Soundtrack macht einfach glücklich und Lust auf Leben.

Lachen, Weinen, Träumen. Hier kann man alles auf einmal und von Herzen. Wahrscheinlich eine kanadische Spezialität, denn Jean-Marc Vallées Meisterwerk erinnert in der Mischung aus Melancholie und Heiterkeit, dem Strom von Bildern und Gefühlen an Jean-Claude Lauzons "Léolo" aus dem Jahre 1991. Kindheit als aufregende Entdeckungsreise, Jugend als Zeit der Unbedingtheit. Es beginnt alles Weihnachten 1960. Während unterm Weihnachtsbaum die Geschenke liegen, gibt es noch eine weitere Bescherung. Mutter Laurianne gebiert in der Heiligen Nacht ihren vierten Sohn, Zac. Der wird bald zum Ärger der Älteren Papas Liebling, darf mit ihm heimlich an der Bude Pommes futtern, das Auto blitzblank waschen und ihn auf Spritztouren begleiten. Und wenn es sich irgendwie ergibt, ergeht sich der Pater Familias in unheimlich komischen Gesangseinlagen, vornehmlich Balladen von Patsy Clines und Chansons des unvermeidlichen Charles Aznavour. Alles könnte trotz Zoff mit den Brüdern schön sein, wenn nicht eine hellseherische Tupperware-Tante dem Jungen eine besondere Gabe zusprechen würde und deshalb ständig jemand sein Zipperlein geheilt haben möchte. Der Junge ist anders, stellt Vater fest und beobachtet mit Entsetzen, wie der Filius in Mädchenkleidern tanzt oder gar den Nachgeborenen stillen will. Auftakt zu einem Coming Out auf Umwegen, das den Zusammenhalt der Familie auf eine harte Probe stellt und Zac sich aus Angst vor der Wirklichkeit in Lügen, Fantasien und Asthma flüchten lässt. "C.R.A.Z.Y." (der Titel setzt sich aus den Vornamen der fünf Brüder zusammen) erhielt zehn "Genies", den kanadischen Oscar. Nicht nur für den Besten Film und die Beste Regie, sondern u.a. auch für den Besten Hauptdarsteller Michel Coté, die liebevoll-strenge Figur des Vaters mit seinem kindlichen Hang zum Vinyl. Leichtfüßig und dennoch tiefgründig erzählt Vallée von familiären Konflikten und Problemen, die zumeist an Weihnachts-, Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern ausbrechen. Das fängt schon damit an, dass Zac immer die falschen Weihnachtsgeschenke bekommt (statt Puppenwagen ein Hockey-Spiel), der ältere Bruder in Sex und Drogen sein Heil sucht und durch Aggression auf sich aufmerksam macht, der Vater die offensichtliche Homosexualität seines Sohnes rigoros ablehnt. Das Aufstöbern von Erinnerung in dieser poetischen Zeitreise durch Mode, Musik und Lebensgefühl der 60er und 70er Jahre verführt zum wunderlichen Mitfühlen und Mitleiden. Ein launiger Nachhilfeunterricht in Sachen Leben: trotz einer Portion Wehmut erfrischend und befreiend. mk.

Darsteller:  Michel Côté   als Gervais Beaulieu
  Marc-André Grondin   als Zachary Beaulieu (als Erwachsener)
  Danielle Proulx   als Laurianne Beaulieu
  Emile Vallée   als Zachary Beaulieu (als Kind)
  Pierre-Luc Brillant   als Raymond Beaulieu (21 Jahre alt)
  Alex Gravel   als Antoine Beaulieu (als Jugendlicher)
  Félix-Antoine Despatie   als Yvan Beaulieu
  Mariloup Wolfe   als Brigitte (14-18 Jahre alt)
  Jean-Louis Roux   als Alter Priester
  Francis Ducharme   als Paul (16-22 Jahre alt)
  Sébastian Blouin   als Antoine Beaulieu (als Kind)
  Hélène Grégoire   als Madame Chose
  Michel Laperriere   als Psychologe
  Johanne Lebrun   als Doris (21-29 Jahre alt)
  Natasha Thompson   als Michelle (15-21 Jahre alt)
  Maxime Tremblay   als Christian Beaulieu
  Jean-Marc Vallée   als Junger Priester
 
Regie:  Jean-Marc Vallée  
Buch:  François Boulay  
  Jean-Marc Vallée  
Musik:  David Bowie  
Kamera:  Pierre Mignot  
Produzent:  Pierre Even  
  Jean-Marc Vallée  
 

C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben in der Fotoshow

 

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