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Cabin Fever

Furioser Horrorschocker zwischen "Die Tollwütigen" und "Deliverance", in dem College-Kids bei einem Waldausflug von einem fleischfressenden Virus dahingerafft werden.


Cabin Fever

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Erhältlich seit:
09.03.2005

Horror/ Thriller

USA 2002
Laufzeit: 88 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Jordan Ladd
James DeBello
Rider Strong

Regie: Eli Roth
Sunfilm Entertainment

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Furioser Horrorschocker zwischen "Die Tollwütigen" und "Deliverance", in dem College-Kids bei einem Waldausflug von einem fleischfressenden Virus dahingerafft werden.

Im dunklen Wald lauert der Tod (Foto: Tiberius (Filmwelt)) Großansicht

Im dunklen Wald lauert der Tod (Foto: Tiberius (Filmwelt))

Fünf College-Kids auf dem Weg zum Partywochenende in einer einsamen Waldhütte: Kaum angekommen machen sie die Bekanntschaft mit einem Jäger, der von einem fleischfressenden Virus infiziert wurde.

In Notwehr stößt man den blutsabbernden Typen ins Lagerfeuer, von wo er sich noch bis in den naheliegenden Fluss schleppen kann, in dem er den Virus in der örtlichen Wasserversorgung verteilt.

Die Tage der Kids sind gezählt, als auch noch die freakigen Anwohner Jagd auf sie machen.

Das Blut spritzt literweise durch die Gegend (Foto: Tiberius (Filmwelt)) Großansicht

Das Blut spritzt literweise durch die Gegend (Foto: Tiberius (Filmwelt))

Vom Meister unterstützt

Sechs Jahre lang arbeitete Eli Roth mit David Lynch und Angelo Badalamenti an der Entwicklung eines Broadway-Projekts, nebenbei schrieb er am Drehbuch zu seinem ersten Spielfilm, den er nun auch mit geringem Budget aber um so größerem handwerklichen Können selbst inszenierte.

Lynch unterstützte den beachtlichen Erstling mit einem Credit als Produzent, Badalamenti steuerte gar den Score bei und rundete ein furioses Genrebeispiel ab, das beim Fantasy Filmfest 2003 bereits mit pechschwarzem Humor für Grusel- und Splattereffekte vom Feinsten sorgte.

Cabin Fever

Sechs Jahre lang arbeitete Eli Roth mit David Lynch und Angelo Badalamenti an der Entwicklung eines Broadway-Projekts, nebenbei schrieb er am Drehbuch zu seinem ersten Spielfilm, den er nun auch mit geringem Budget zwar aber um so größerem handwerklichen Können selbst inszenierte. Lynch unterstützte freundlicherweise den beachtlichen Erstling mit einem Credit als Produzent, Badalamenti steuerte gar den Score bei und rundete einen originellen Genreschocker ab, der beim Fantasy Filmfest 2003 bereits mit seinem pechschwarzem Humor für allerfeinste Grusel- und Splattereffekte sorgte.

Das Schöne an "Cabin Fever" ist, dass Eli Roth das Genre aufrichtig liebt, ernst nimmt und den selbstironischen und respektvollen Umgang mit Vorbildern wie "Die Tollwütigen", "Redneck Zombies", "Tanz der Teufel" oder "Die Nacht der lebenden Toten" bestens versteht. Wie viele Klassiker vor ihm startet Roth seinen Horrortrip mit einer Wagenladung von - natürlich - lauten, schrillen und sexlustigen College-Kids auf dem Weg in die wilde und freie Natur - für eine Woche Extrem-Abfeiern in einer einsamen Holzhütte. Genau: Das kann ja nicht gut gehen. Schon bei ihrer Ankunft stoßen die Fünf - Paul (Rider Strong) und Karen (Jordan Ladd), das nette Mädchen und der schüchterne Junge, der in sie verknallt ist, Marcy (Cerina Vincent) und Jeff (Joey Kern), das bereits Beischlaf praktizierende Pärchen; sowie Idiot Bert (James DeBello) - auf einen Jäger (Arie Verveen), der wie sich herausstellt mit einem fleischfressenden Virus infiziert ist. Dieser sorgt für bluttriefenden Schleierblick und gemeine, sich ausbreitende Wundmale. Die geschockten Kids stoßen die unansehnliche Kreatur in Notwehr in das lodernde Lagerfeuer vor ihrer Hütte und bemerken nicht, dass sich die menschliche Fackel noch bis in den nahen Fluss schleppen kann, wo der Virus in der örtlichen Wasserversorgung verteilt wird. Die erste, die es daraufhin erwischt, ist die adrette Blondine Karen, die umgehend von ihren paranoiden Freunden in einem Schuppen verbarrikadiert wird, während man halbherzige Versuche unternimmt, Hilfe zu holen. Das bizarre Desaster offenbart naturgemäß, wer in der Clique wem am nächsten ist, nämlich eigentlich jeder allerhöchstens sich selbst. So auch die freakigen (Inzucht!) Anwohner, die angesichts des Unfriedens, den die Städter anrichten, in bester "Beim Sterben ist jeder der Erste"-Manier zur fröhlichen Menschenjagd blasen.

"Cabin Fever" funktioniert mit einfallsreicher und von pechschwarzem Humor durchsetzten klassisch-spannenden Inszenierung und delikaten Splattereffekten vom skurrilen Anfang bis zum sarkastisch bitterbösen Ende auch dank der wunderbar gezeichneten und von einem völlig unverbrauchten Cast hingebungsvoll gespielten Typen, denen schließlich auch noch Theaterlegende Robert Harris als Drugstore-Verkäufer die Krone aufsetzt. Mit dieser Unterstützung empfiehlt sich Eli Roth für weitere Ausflüge in seinem Lieblingsgenre, die er, wie man hört, schon demnächst gemeinsam mit Kollege Richard Kelly ("Donnie Darko") begehen soll. cm.

Darsteller:  Jordan Ladd   als Karen
  James DeBello   als Bert
  Rider Strong   als Paul
  Joey Kern   als Jeff
  Cerina Vincent   als Marcy
  Arie Verveen   als Der Einsiedler
  Giuseppe Andrews   als Deputy Winston
  Eli Roth   als Justin
  Richard Fullerton   als Scheriff
 
Regie:  Eli Roth  
Buch:  Randy Pearlstein  
  Eli Roth  
Musik:  Nathan Barr  
  Angelo Badalamenti  
  Nathan Marr  
Kamera:  Scott Kevan  
Produzent:  Eli Roth  
  Lauren Moews  
  Sam Froelich  
  Evan Atrorowsky  
 

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