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Cable Guy - Die Nervensäge

Schwarzhumoriger Buddyfilm, in dem ein aufdringlicher Kabeltechniker einen gutmütigen Architekten nervt.


Cable Guy - Die Nervensäge

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Erhältlich seit:
03.05.1999

Originaltitel: The Cable Guy

Komödie

USA 1996
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 12

Jim Carrey
Matthew Broderick
Leslie Mann

Regie: Ben Stiller
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Cable Guy - Die Nervensäge

Steven Kovacs möchte Zugang zu allen Kabel-TV-Programmen haben. Der angeforderte Chip Douglas erweist sich anfangs als freundlicher Zeitgenosse: Kostenlos installiert er den Anschluß und gibt Steven auch noch Ratschläge in Sachen Liebe. Doch als sich die Sympathiekundgebungen im Laufe der Tage häufen und dabei zunehmend pathologische Züge annehmen, wird Steven wütend. Brüsk wirft er Chip nach einer Party aus seiner Wohnung. Dadurch schafft er sich allerdings einen unversöhnlichen Feind.

NachSlapstick-Auftritten in Hits wie "Dumm und dümmer" oder "Ace Ventura" zeigt Jim Carrey sich nun erstmals von seiner dunkleren Seite. In Ben Stillers ("Voll das Leben") satirischer Abrechnung mit der amerikanischen TV-Kultur balanciert Carrey als Pyschopath erstaunlich sicher auf dem schmalen Grat zwischen schwarzem Humor und bitterem Ernst. Matthew Broderick ("Ferris macht blau") gibt eine herausragende Vorstellung als überfordeter Biedermann. Eine schräge Buddy-Komödie.

Cable Guy - Die Nervensäge

Ton ab, Bild frei, hier kommt Jim Carrey als psychotischer, emotional empfangsgestörter Kabel-TV-Installateur. Der ansonsten auf astreine Albernheit abonnierte 20-Mio.-Dollar-Mann zeigt sich in der schwarzhumorigen Buddy-Komödie erstmals von einer dunkleren, bösartigeren Seite. 19,8 Mio. Dollar Einspiel am US-Startwochenende geben eine recht deutliche Antwort auf die vielgestellte Frage, ob das Publikum dem Stimmungs- und Tempowechsel des physisch wie verbal virtuosen Verrenkungsmeisters wohlgesonnen sein oder seiner Erfolgssträhne von fünf Blockbustern in Folge ein Ende bereiten wird.

Unter der Regie von Ben Stiller, der sich bedingt mit der Generation-X-Komödie "Voll das Leben" empfehlen konnte und zuletzt in einer Hauptrolle in "Flirting With Disaster" selbst komisches Talent offenbarte, veranstaltet Carrey in gewohnt hyperhumoriger Manier Chaos - und in diesem Fall auch eine wohldosierte Portion Schrekken. Seine Figur Chip Douglas, ein kläglich vereinsamter Kabeltechniker, der mit dem Fernsehen aufgewachsen ist und sämtliche Inspirationen von der TV-Kultur der fünfziger und sechziger Jahre bezieht, mag zwar unter eindeutigen psychischen Frequenzstörungen leiden, doch die entfaltende Gewalttätigkeit mutet vorwiegend überzogen cartoonartig und somit Carrey'isch-komisch an. Problem ist nur, daß das etwas dröge Drehbuch von Lou Holtz Jr. viele interessante Andeutungen versanden läßt und entschieden zuviel Energie auf Chips Kumpel-wider-Willen Steven (in Gestalt des faden Matthew Broderick) konzentriert, anstatt Carrey Raum für seine sinistren Späßchen zu machen. Schade, denn die Erscheinungen aktueller Pop/TV-Kultur, wie beispielsweise die amerikanische Faszination mit Karaoke und mittelalterlichen Themen-Restaurants (Janeane Garofalo tritt als unwirsche Bedienungsmaid auf), werden absolut geschmackssicher im satirischen Fleischwolf verwurstet. Der von seiner Freundin (Leslie Mann) getrennte Architekt Steven Kovacs (Broderick) bringt eine gefährliche Lachlawine ins Rollen, als er seinem Kabeltechniker Chip Douglas (Carrey) 50 Dollar für die illegale Erweiterung seiner Programmvielfalt bietet. Der schrullige "Cable Guy", der lispelt, was die vorgestülpte Lippe erlaubt, verabreicht ihm nicht nur die Extra-TV-Kanäle, sondern zugleich patente Ratschläge im Romantikbereich und ein Angebot für eine omnipotente Satellitenschüssel. Der nach Freundschaft lechzende Chip stürzt sich mit dem Elan einer ausgehungerten Zecke auf seinen neuen Kumpel, indem er dessen Basketballspiel mit Freunden im wahrsten Sinne des Wortes crasht, ihm sündteuere Technikanlagen in die Bude stellt und dem nichtsahnenden Naivling sogar eine Prostituierte spendiert. Als Steven davon Wind bekommt, beschließt er Chip vor die Tür zu setzen. Ein großer Fehler, denn für den enttäuschten Egozentriker heißt die Devise von nun an "Schluß mit lustig!"...

Diese "Verhängnisvolle Affäre" unter Männern (latente homoerotische und zugleich homophobe Untertöne sind durchaus präsent) nimmt nun eine ähnliche Wende wie jüngst "Mr. Wrong", wobei der Verschmähte kein Mittel - Jobsabotage, Verhaftung, Vertrauenserschleichung bei der Freundin und Verwandten, etc. - des Heimterrorismus ausläßt, doch dank Carreys patentierter Schalkhaftigkeit ist der Unterhaltungswert von "Die Nervensäge" doch beträchtlich höher. ara.

Darsteller:  Jim Carrey  
  Matthew Broderick  
  Leslie Mann  
  Jack Black  
  George Segal  
  Diane Baker  
  Ben Stiller  
  Harry O'Reilly  
  Misa Koprova  
  Eric Roberts  
  Janeane Garofalo  
  Andy Dick  
 
Regie:  Ben Stiller  
Buch:  Lou Holtz jr.  
Musik:  John Ottman  
Kamera:  Robert Brinkmann  
Produzent:  Andrew Licht  
  Jeffrey A. Mueller  
  Judd Apatow  
 

Cable Guy - Die Nervensäge in der Fotoshow

 

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Features

 

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Jim Carrey

Mit der Gesichtsgymnastik eines gurgelnden Gummischlauchs und als anarchischer Körperverrenker mit garantierter Turbokomik übertrifft Jim Carrey...

 

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