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Cadillac Records

Drama über die US-Musikgeschichte der Fifties und Sixties und die Rolle, die das berühmte Plattenlabel "Chess Records" dabei spielte.


Cadillac Records

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.09.2009

Drama/ Musikfilm

USA 2008
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Adrien Brody
Jeffrey Wright
Beyoncé Knowles

Regie: Darnell Martin
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Das Plattenlabel "Chess Records" bringt die Musik der 50er und 60er Jahre groß raus.

Leonard Chess und Muddy Waters bringen ihr Plattenlabel nach vorne (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Leonard Chess und Muddy Waters bringen ihr Plattenlabel nach vorne (Foto: Sony Pictures)

In den Fünfzigerjahren wird Leonard Chess (Adrien Brody), Sohn polnischer Einwanderer, als Plattenproduzent die treibende Kraft in der Musikszene von Chicago. Mit Bluesgitarrist Muddy Waters (Jeffrey Wright) beginnt der Aufstieg seines Labels, dem bald auch Stars wie Little Walter (Columbus Short), Big Willie Dixon (Cedric the Entertainer) und Howlin' Wolf (Eamonn Walker) angehören.

Mit Chuck Berry (Mos Def) bricht Chess die letzten Barrieren zum weißen Publikum, mit Sängerin Etta James (Beyoncé Knowles) entwickelt sich eine Beziehung, die über das Künstlerische hinausgeht. Doch nur in Waters hat Chess einen Freund, der seinen Weg bis zum Ende begleitet.

Chuck Berry begeistert auch das weiße Publikum (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Chuck Berry begeistert auch das weiße Publikum (Foto: Sony Pictures)

Musik-Legenden

Darnell Martins dritter Kinofilm umspannt die Jahre 1941 bis 1969 und thematisiert neben den Lebensmarkierungen seiner Legenden auch wichtige Entwicklungen in der Musik- und Gesellschaftsgeschichte der USA. Verkürzungen sind so unvermeidbar, Freiheiten in der biografischen Nacherzählung auch. Trotzdem ist "Cadillac Records" als Einführung in die Zeit sehens- und hörenswert.

Packend wie die Musik sind auch die Darsteller, besonders Jeffrey Wright als Muddy Waters, Eamonn Walker als Howlin' Wolf und Beyoncé als Blues-Sängerin Etta James.

Cadillac Records

Darstellerisch packendes Drama über afro-amerikanische Blueslegenden und die von ihnen begründete Erfolgsgeschichte eines Plattenlabels.

28 Jahre amerikanische Musik- und Gesellschaftsgeschichte komprimiert Darnell Martins dritter Kinofilm auf 109 Minuten. Zwangsläufig wirkt "Cadillac Records" wie eine Single-Auskoppelung, der man die Möglichkeiten einer LP wünschte.

Es beginnt Anfang der Vierzigerjahre, wenn der Sohn eines polnischen Einwanderers in einem vorwiegend von Schwarzen bewohnten Viertel Chicagos einen Club eröffnen möchte, während in Mississippi ein Mann aufbricht, um als Bluesgitarrist Karriere zu machen. Als sich die Wege von Leonard Chess (Adrien Brody) und Muddy Waters kreuzen, ist das die Keimzelle einer Plattenfirma, deren afro-amerikanische Stars den Blues revolutionierten, den Rock'n' Roll etablierten und damit auch das entwürdigende Etikett der "Race Music" pulverisierten. Während die Frauen auf ihre Männer und das Ende ihrer Affären warten, konzentriert sich der Film auf die Beziehung zwischen Produzent Chess und Musiker Waters sowie dessen fast brüderliche Bindung zum explosiven Harmonikaspieler Little Walter. Mitte der Fifties kommt mit Chuck Berry der Rock'n' Roll zur Welt und eine weitere Legende zu Chess Records, bald danach auch Etta James, die mit Seele in der Stimme das Herz des weißen Publikum eroberte, wie schon Berrys Rhythmen dessen Füße.

Dieser Crossover kann nur angerissen werden, wie auch die Rassenspannungen, die Konflikte in der heterogenen Künstlerfamilie und die Bereicherung der Weißen durch die Musik der Schwarzen, die Chess vorgeworfen wurde, aber auch im Plagiatsstreit Berrys gegen die Beach Boys zum Ausdruck kam. Auch wenn Martins biografisch recht frei und in großen Sprüngen erzählter Film nicht alles einlösen kann, was er sich vorgenommen hat und kurze Vollständigkeitspräsenzen (Rolling Stones) überflüssig wirken, ist "Cadillac Records" eine sehens- und hörenswerte Einführung in eine spannende Zeit, in der sich mit der Musik auch Amerika weiterentwickelte. Darstellerisch setzt der Film mit Jeffrey Wright als Muddy Waters, mit dem intensiven Eamonn Walker als Muddys Rivale Howlin' Wolf, aber auch mit Beyoncé als Etta James ebenso Glanzpunkte wie musikalisch. Finaler Höhepunkt, wenn sich Leid und Leidenschaft verbinden, ist Beyoncés Cover von "I'd rather go blind", mit dem sie unter Tränen ihren Lover Leonard und auch den Zuschauer verabschiedet. kob.

Darsteller:  Adrien Brody   als Leonard Chess
  Jeffrey Wright   als Muddy Waters
  Beyoncé Knowles   als Etta James
  Columbus Short   als Little Walter
  Cedric the Entertainer   als Willie Dixon
  Mos Def   als Chuck Berry
  Eamonn Walker   als Howlin' Wolf
  Gabrielle Union   als Geneva Wade
  Emmanuelle Chriqui   als Revetta Chess
 
Regie:  Darnell Martin  
Buch:  Darnell Martin  
Musik:  Terence Blanchard  
Kamera:  Anastas N. Michos  
Produzent:  Andrew Lack  
  Sofia Sondervan  
 

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