Blu-ray Disc Kaufvideo

Candy - Reise der Engel

Knallhartes Drogendrama aus Australien über ein Künstlerehepaar, das den gemeinsamen Untergang zelebriert.


Candy - Reise der Engel

Kaufvideo

Erhältlich seit:
01.12.2011

Originaltitel: Candy

Drama

Australien 2005
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 16

Abbie Cornish
Heath Ledger
Geoffrey Rush

Regie: Neil Armfield
Concorde Home Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Knallhartes Drogendrama aus Australien über ein Künstlerehepaar, das den gemeinsamen Untergang zelebriert.

Dan und Candy hängen aneinander (Foto: Concorde) Großansicht

Dan und Candy hängen aneinander (Foto: Concorde)

Für die begabte Malerin Candy (Abbie Cornish) und den Poeten Dan (Heath Ledger) ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch schnell ziehen Wolken auf, als Heroin ins Spiel kommt. Candy prostituiert sich, um das nötige Geld zu beschaffen. Dan sieht tatenlos zu. Obwohl der Absturz vorprogrammiert ist, heiraten die beiden. Die Sucht schmiedet das Paar noch enger zusammen, bis Candy den Tanz auf dem Vulkan nicht länger erträgt: Sie wagt den Entzug.

Ein Drogendrama, wie es härter und eindringlicher nicht sein könnte. Nichts wird beschönigt, nichts wird vertuscht in Neil Armfields beinahe körperlich schmerzhaftem Porträt des Untergangs zweier Künstler, die nicht mehr ohne Heroin sein können.

Candy ist total am Ende (Foto: Concorde) Großansicht

Candy ist total am Ende (Foto: Concorde)

Wagemutige Darsteller

Für Heath Ledger markiert der Film nach "Brokeback Mountain" einen weiteren darstellerischen Triumph. Abbie Cornish aus "Somersault" steht ihm in nichts nach - ihre wagemutige Performance ohne Netz und doppelten Boden ist eine Offenbarung.

Candy - Reise der Engel

Der Rausch von Leidenschaft und Drogen hält ein Paar umklammert, bis die Sucht die Liebe aushöhlt. Australischer Arthouse-Hit als darstellerischer Showroom für Heath Ledger und Abbie Cornish.

Dan (Ledger) lebt den romantisierten Traum vom armen Poeten, Candy (Cornish) versucht sich als Malerin zu verwirklichen. Doch der zentrale Lebensimpuls der beiden ist ihre Liebe. Das Spiel mit der Schwerkraft auf einem Jahrmarkt spiegelt schon in den ersten Bildern ihre Beziehung: den Status quo, die kurzzeitige Schwerelosigkeit, aber auch den kommenden Perspektiven- und Orientierungsverlust. Die genormte Vorstellung von bürgerlichem Glück erfüllt sich bei diesem jungen Paar nicht. Gemeinsam lassen sie sich treiben, fixiert auf Heroin, Sex, aufeinander. Theaterregisseur Neil Armfields dritter Kinofilm, eine Romanadaption, konzentriert sich auf diese kleine Welt, in der Moral keinen Platz hat. Das Paar stiehlt, manipuliert, betrügt, um den nächsten Schuss finanzieren zu können. Sucht ist rücksichtslos - Armfields Drama zeigt das, aber bewertet nichts. Ausgebeutet wird der eigene Körper, aber auch die Gefühle der anderen. Eine Schlüsselfigur ist dabei Geoffrey Rushs drogensüchtiger Professor, der unausgesprochen mehr als Freundschaft für Dan empfindet. Der das Paar in einer Mischung aus Neugier und Amüsement beobachtet, es mit Drogen versorgt, aber beim Entzug seine Hilfe verweigert. Obwohl Candy schließlich sogar ihren Körper verkaufen muss, ein weiterer Schritt in die Selbstzerstörung, bewahrt der Film einen Ton, der die Naivität des Paars reflektiert. Heirat und Schwangerschaft Candys sind unmittelbarer Ausdruck dieser Naivität und das ausschlaggebende Signal, endlich den Entzug zu wagen. Schonungslos realistische Bilder zeichnen das Drama in dieser Phase aus, nachdem es in der ersten Hälfte durchaus auch Humor bewies. Im Grunde begleitet "Candy" einen kontinuierlichen Absturz, dessen Motive in einer Ablehnung der normierten Welt, fordernden Eltern und labilen Psychen angedeutet werden. Dominante Treibkraft bleibt aber die Sehnsucht nach dem Rausch, der sich nicht für Konsequenzen interessiert. "Das war schön", Candys Statement nach einer fast tödlichen Überdosis, ist dafür der perfekte, schockierende Ausdruck. "Candy" fehlt der originelle Ansatz eines cineastischen Ausbrechers wie etwa "Trainspotting". Aber als Porträt einer Abhängigkeit - von den Drogen und voneinander - überzeugt Armfields Film. Vor allem auch dank der Darstellungen von Ledger und Cornish, in denen sich Nuancierung und Furchtlosigkeit sehr gut ergänzen. kob.

Candy - Reise der Engel

Basierend auf dem Bestsellerroman von Luke Davies erzählt der gefeierte australische Theaterregisseur Neil Armfield in seinem Kinodebüt die Geschichte einer großen Liebe, die sich selbst zerstört und die beiden Liebenden mit nichts als ihren verlorenen Träumen zurück lässt. Ein bewegendes, intensiv gespieltes Drama, in dem Oscar[r]-Anwärter Heath Ledger und Hauptdarstellerin Abbie Cornish ihr schauspielerisches Können eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Candy, eine attraktive junge Kunststudentin, hat sich in Dan, einen viel versprechenden Gelegenheitsdichter verliebt. Sein unkonventioneller Lebensstil, seine Kreativität, die kleinen Verrücktheiten ziehen Candy, Tochter aus gutem Hause, magisch an. Ihre Liebe ist berauschend wie das Paradies, der Garten Eden: Alles, was für sie zählt, ist ihre eigene Welt und ihre Leidenschaft füreinander. Doch wie im Paradies kommt es zum Sündenfall - in ihrem Fall ist es Heroin. In der Droge finden sie die Grenzenlosigkeit, die sie suchen. Ihre gemeinsame Zukunft scheint unbesiegbar.

Doch schon bald gehen ihnen die Mittel zur Drogenbeschaffung aus. Sie haben nichts mehr zu versetzen und Candy verkauft ihren Körper. Dan lässt es zu. Ohne es zu merken, haben sie damit eine Grenze überschritten, es gibt kein Zurück mehr.

Um den Halt in der wirklichen Welt nicht zu verlieren, erneuern sie ihr Liebesversprechen durch eine Heirat. Der Tag der Hochzeit verschwindet im Nebel des Drogenrauschs. Candys Eltern sind verwirrt. Sie können nur hilflos zusehen, wie ihnen ihre Tochter entgleitet, den liebenden Eltern fremd wird.

Nach und nach wird die Sucht zu Candys und Dans ständigem Begleiter und schmiedet sie noch enger zusammen. Ihr Mentor und Vertrauter Casper, ein Professor für organische Chemie, ebenfalls drogensüchtig, beobachtet sie und versorgt sie immer wieder mit selbst hergestellten Rauschmitteln. Ihr Leben und ihr Alltag drehen sich um die Droge, um die Beschaffung, den Konsum und den Rausch.

Candy hält das ständige Auf und Ab, zu dem ihr Leben geworden ist, nicht mehr aus. Ihre Wut und Verzweiflung über nicht erfüllte Träume, an die sie aus tiefstem Herzen immer geglaubt hat, treibt einen Keil zwischen die Liebenden. Noch dazu wird Candy schwanger und möchte nun endlich clean werden. Davor wird noch einmal der "Lucky Last", der letzte Schuss, gesetzt. Doch auch mit der Vorfreude auf das gemeinsame Kind und der Verantwortung für das ungeborene Leben scheitert der Entzug. Unter dem zunehmenden Druck von Candys Eltern wird die Situation immer unerträglicher und damit werden die Drogen auch immer verlockender.

Nachdem beide es endlich schaffen clean zu werden und Dan sich ein Leben jenseits der Sucht aufbaut, wird klar, dass ihre Liebe nur im Rausch funktioniert hat und in der Realität nicht bestehend kann.

Das ergreifende Drama wurde bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 2006 für dem Goldenen Bären nominiert.

Quelle: Concorde

Hinter den Kulissen, Interviews mit Regisseur und Schauspielern, Fotogalerie, Dt. und Original-Kinotrailer

Quelle: Concorde

Darsteller:  Abbie Cornish   als Candy
  Heath Ledger   als Dan
  Geoffrey Rush   als Casper
  Tony Martin   als Mr. Wyatt
  Noni Hazlehurst   als Mrs. Wyatt
  Tom Budge   als Schumann
  Roberto Meza Mont   als Jorge
  Holly Austin   als Verkäuferin
  Craig Moraghan   als Waschmaschinen Verkäufer
  Noel Herriman   als Zelebrant
  Tim McKenzie   als Onkel Rod
  Tara Morice   als Tante Katherine
  Maddi Newling   als Janey
  Paul Blackwell   als Philip Dudley
  Nathaniel Dean   als Paul Hillman
  David Argue   als Lester
  Jason Chan   als Dr. Lao
  Damon Herriman   als Roger Moylan
  Sandy Winton   als Candys Ärztin
 
Regie:  Neil Armfield  
Buch:  Luke Davis  
  Neil Armfield  
Musik:  Paul Charlier  
Kamera:  Garry Phillips  
Produzent:  Margaret Fink  
  Emile Sherman  
 

Candy - Reise der Engel in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Heath Ledger

Der unter tragischen Umständen verstorbene Star aus "The Dark Knight", der darin als Joker schwer beeindruckend aufspielte. Als australische...

 

Star

Geoffrey Rush

Kostümrollen und exzentrisch-exaltierte Charaktere, komische und liebenswert verrückte Gestalten wie aus den Dramen William Shakespeares sind...