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Capote

Herausragendes Porträt des legendären Truman Capote, der den Mordfall untersucht, der ihn zum Verfassen von "Kaltblütig", dem ersten True-Crime-Roman der Geschichte, bringt.


Capote

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Erhältlich seit:
25.10.2007

Drama

USA 2005
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Philip Seymour Hoffman
Catherine Keener
Clifton Collins Jr.

Regie: Bennett Miller
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Porträt des legendären Truman Capote, der den ersten True-Crime-Roman der Geschichte schreibt.

Capote und Harper Lee sind auf der Suche nach Informationen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Capote und Harper Lee sind auf der Suche nach Informationen (Foto: Sony Pictures)

1953 wird Truman Capote (Philip Seymour Hoffman) vom "The New Yorker" damit beauftragt, einen umfassenden Artikel über einen Mordfall in einer amerikanischen Kleinstadt zu verfassen. Begleitet von der Schriftstellerin Harper Lee (Catherine Keener), wird der exzentrische, offen zu seiner Homosexualität stehende Capote nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

Als die beiden Mörder geschnappt werden, vertieft sich Capotes Interesse an dem Fall. Während der Stadtsheriff auf eine schnelle Verurteilung und Hinrichtung drängt, will Capote in einer Reihe von Interviews herausfinden, wer die Mörder sind und was sie zur Bluttat getrieben hat.

Der Mordfall beschäftigt Capote Tag und Nacht (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Der Mordfall beschäftigt Capote Tag und Nacht (Foto: Sony Pictures)

Kaltblütige Recherche

Ein herausragendes Biopic, das mehr leisten will als bloßes Abhaken biografischer Eckdaten: Vielmehr lernt man den legendären Truman Capote nur in einer entscheidenden Episode seines Lebens kennen, als er den Mordfall recherchiert, der ihn zum Verfassen von "Kaltblütig", dem ersten True-Crime-Roman der Geschichte, inspirierte.

Insofern ist Bennet Millers ambitionierter Film auch das präzise Porträt eines Mordes und der Mörder, das letztlich stets damit zu kämpfen hat, dass Phillip Seymour Hoffmans Darstellung der Titelfigur alles andere in "Capote" haushoch überragt.

Capote

Mit einer epochalen und mit einem Golden Globe gewürdigten Leistung erweckt Philip Seymour Hoffman den legendären Literaten Truman Capote zu filmischem Leben - in einem Biopic, das sich durch Präzision, Intelligenz und Spannung als einer der besten Filme des Jahres empfiehlt.

"Capote" begibt sich nie auf das Glatteis, auf dem typische Biopics zumeist ins Schlingern geraten. Bennett Millers beachtliches Regiedebüt ist zu keinem Moment daran interessiert, Eckpunkte der Biographie seines Sujets abzuhaken und durch die Jahrzehnte zu hecheln, nur um dann festzustellen, dass einem die Person, um die es geht, immer noch genauso fremd ist wie zuvor. Ausgehend von einem brillant pointierten Drehbuch von Dan Futterman, engt der Regisseur den Fokus vielmehr ein, so sehr tatsächlich, dass die Psyche des legendären Truman Capote hier wie im Brennglas unter die Lupe genommen und seziert wird: Verhandelt werden die wenigen Jahre, von 1959 bis 1966, in denen der gefeierte Autor von "Frühstück bei Tiffany" und Mittelpunkt jeder High-Society-Party, der in den USA bekannt war wie ein bunter Hund, an "Kaltblütig" arbeitete, jenes epochale Werk der Literatur, der das Genre des Tatsachenromans begründete. In der New York Times liest Capote von einem Mord an einer ganzen Familie in einer Kleinstadt in Kansas. Mit seiner besten Freudnin Nelle Harper Lee macht sich der kleine, untersetzte Mann mit den femininen Gesten und der unverkennbar säuselnd-lispelnden Kinderstimme auf den Weg vor Ort, um für den New Yorker darüber zu berichten. Die Ankunft Capotes im amerikanischen Hinterland ist wie die Landung eines Außerirdischen, und Miller nutzt diese Szenen des Aufeinanderpralls gänzlich konträrer Welten und Weltanschauungen einerseits für humorvolle Auflockerung, andererseits aber auch als Einführung in die Arbeitsweise Capotes, der seine offenkundige Andersartigkeit nutzt, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Das zahlt sich aus im Herzstück des Films: Wenn sich der Artikel zusehends zur Obsession, zur Sysiphus-Arbeit auswächst, weil Capote zu einem der beiden mittlerweile gefassten Killer eine enge Freundschaft schließt und ihm sogar einen Anwalt beschafft, um endlich die dringend benötigte Information über den Mord aus erster Hand zu bekommen, dann ist man als Zuschauer hin- und hergerissen: Sind Capotes Absichten integer - oder spielt er mit den zum Tode Verurteilten nur ein Spiel, weil er sonst den Roman nicht beenden kann? Um nicht weniger und nicht mehr als den Preis, den man für Ruhm und kreative Befriedigung zahlen muss, geht es hier, in dieser eindringlichen und zunehmend elektrisierenden Studie der Einsamkeit eines Genies, das vor den Augen des Zuschauers an sich selbst zerbricht. Streng sind die Bilderkompositionen, die Miller und seinem Kamermann Adam Kimmel gelingen und den Seelenzustand der Protagonisten widerspiegeln. Vor allem bereiten sie aber Philip Seymour Hoffman die Bühne für eine der monumentalsten One-Man-Shows, die es seit langem im Kino zu sehen gab: Wie dieser unverkennbare Charakterschädel förmlich in seiner Figur zu verschwinden scheint, bis nur noch Truman Capote übrig ist, das ist jeden Award dieser Welt wert. ts.

Capote

Im November 1959 fesselt der Mord an einer Kleinstadt-Familie in Kansas die Fantasie von Truman Capote (Philip Seymour Hoffman), den berühmten Autor von „Frühstück bei Tiffany“. Gemeinsam mit seiner Jugendfreundin Harper Lee (Catherine Keener), Autorin des kurz vor seiner Veröffentlichung stehenden Romans „Wer die Nachtigall stört“, macht sich Capote an die Recherchen vor Ort. Trotz seines großspurigen Auftretens gelingt es ihm, die Einwohner auf seine Seite ziehen. Während er eine gute Verbindung zu den Mördern aufbaut und das Datum ihrer Hinrichtung immer näher rückt, fordert die Arbeit an „Kaltblütig“ - dem Buch, das die Entwicklung der amerikanischen Literatur maßgeblich beeinflussen wird - einen hohen Preis von Capote und verändert ihn auf eine Weise, wie er es nie erwartet hätte.

Dank brillanter Leistungen von Oscar®-Preisträger Philip Seymour Hoffman (2006, Bester Hauptdarsteller) und Catherine Keener ("Jungfrau (40), männlich, sucht ...") sowie Oscar®-Preisträger Chris Cooper (2002, Bester Nebendarsteller, "Adaption") bezeichnen die Kritiker CAPOTE als „Film, den man gesehen haben muss“.

Kurzbewertung:
Ein packender und vielfach preisgekrönter Film mit einem präzisen Blick hinter die Kulissen des Mordfalls, der Truman Capote zu dem legendären Roman "Kaltblütig" inspirierte. Regisseur Bennett Miller gelang ein faszinierendes Porträt über einen der schillerndsten Literaten des 20. Jahrhunderts.

Quelle: Sony Pictures

Kommentar Philip Seymour Hoffman & Regisseur Bennett Miller
Kommentar Regisseur Bennett Miller & Kameramann Adam Kimmel
Filmdokumentationen: "Erhörte Gebete", Making of Capote - Vom Konzept zum Drehbuch, Making of Capote - Die Inszenierung
Trailer

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Philip Seymour Hoffman   als Truman Capote
  Catherine Keener   als Nelle Harper Lee
  Clifton Collins Jr.   als Perry Smith
  Chris Cooper   als Alvin Dewey
  Bruce Greenwood   als Jack Dunphy
  Bob Balaban   als William Shawn
  Amy Ryan   als Marie Dewey
  Mark Pellegrino   als Richard Hickock
  Allie Mickelson   als Laura Kinney
  Marshall Bell   als Warden Marshall Krutch
  Araby Lockhart   als Dorothy Sanderson
  C. Ernst Harth   als Lowell Lee Andrews
  Michelle Harrison   als Babe Paley
  Adam Kimmel   als Richard Avedon
  Bess Meyer   als Linda Murchak
  Robert Huculak   als Reporter
  R.D. Reid   als Roy Church
  Robert McLaughlin   als Harold Nye
  Harry Nelken   als Sheriff Sanderson
  Kjartan Hewitt   als Danny Burke
  John MacLaren   als Richter Tate
  Jeremy Dangerfield   als Juri-Vorsitzender
  Kwesi Ameyaw   als Gerichtsdiener
  Jim Shepard   als Kaplan
  John B. Destry   als Pete Holt
 
Regie:  Bennett Miller  
Buch:  Dan Futterman  
Musik:  Mychael Danna  
Kamera:  Adam Kimmel  
Produzent:  Caroline Baron  
  William Vince  
  Michael Ohoven  
  Philip Seymour Hoffman  

Viggo Mortensen als Kannibale

Viggo Mortensen hat Appetit auf Menschenfleisch - zumindest auf der Kinoleinwand: Ende des 18. Jahrhunderts erlitt eine Schiffsexpedition in der Südsee Schiffbruch. Die überlebenden Seefahrer fraßen sich danach gegenseitig auf, um zu überleben.

Viggo Mortensen hat seine Crewmitglieder zum Fressen gern (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Viggo Mortensen hat seine Crewmitglieder zum Fressen gern (Foto: Kurt Krieger)

Nach dessem Actionhit "Hitman - Jeder stirbt alleine" reißen sich Hollywoods Topstars um eine Rolle im neuen Nervenkitzel "Vanikoro" von Regisseur Xavier Gens. Ganz vorne mit dabei sind Philip Seymour Hoffman ("Capote") und Viggo Mortensen ("Der Herr der Ringe - Die Gefährten"). Beide möchten den Kinobesuchern mit der Verfilmung der auf Tatsachen beruhenden Geschichte des französischen Entdeckers Jean-François de La Pérouse Schauer über den Rücken jagen.

Der Forscher stach mit den beiden Schiffen "Boussole" und "Astrolabe" in See und erlitt 1788 an einem Riff vor der Südseeinsel Vanikoro Schiffbruch. Einige Besatzungsmitglieder konnten sich auf das Eiland retten. Im Kampf ums nackte Überleben schreckten die Schiffscrews vor nichts zurück - selbst nicht davor, sich gegenseitig aufzufressen!

Die Überlebenden haben sich zum Fressen gern...

Bevor auch ihm das Fleisch von den Knochen genagt wurde, gelang es Pérouse mit ein paar Seeleuten, ein kleines Floß zu bauen und zu fliehen. Zwei Überlebende mussten jedoch bis ins frühe 19. Jahrhundert auf der Insel ausharren. Noch steht nicht fest, welchen Part Mortensen und welchen Hoffman übernehmen werden.

 

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