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Caramel

Tragikomödie um fünf lebenslustige Freundinnen im Libanon, ihr Alltag und ihre Sehnsüchte.


Caramel

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Erhältlich seit:
10.10.2008

Originaltitel: Sukkar banat

Komödie/ Drama

Frankreich/Libanon 2007
Laufzeit: 91 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Nadine Labaki
Yasmine Elmasri
Joanna Mkarzel

Regie: Nadine Labaki
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Tragikomödie um fünf lebenslustige Freundinnen im Libanon, ihren Alltag und ihre Sehnsüchte.

Bei der Schönheitspflege lässt sich gut über Probleme reden (Foto: Alamode (24 Bilder)) Großansicht

Bei der Schönheitspflege lässt sich gut über Probleme reden (Foto: Alamode (24 Bilder))

Die Christin Layale (Nadine Labaki) liebt einen verheirateten Mann, die Muslimin Nisrine (Yasmine Elmasri) steht vor der Hochzeit und der Frage, wie eine Operation die Jungfräulichkeit wieder herstellen kann. Rima (Joanna Mkarzel) muss sich über ihre lesbischen Neigungen klar werden.

Schmalspur-Schauspielerin Jamale (Gisele Aouad) ist in der Midlife-Crisis und die 65-jährige Rose (Sihame Haddad) träumt davon, mal nicht mehr nur für ihre Schwester da zu sein. Sie alle treffen sich im Schönheitssalon.

Wenn zwischen Trockenhaube und Eau de Toilette Tränen fließen, werden sie beim Lachen über die eigenen Fehler wieder getrocknet. Männer bleiben Randfiguren, die den weiblichen Mikrokosmos nur stören.

In der Familie herrscht eiserne Tradition (Foto: Alamode (24 Bilder)) Großansicht

In der Familie herrscht eiserne Tradition (Foto: Alamode (24 Bilder))

Gegen das System

Regisseurin und Hauptdarstellerin Nina Labaki schildert ein Beirut jenseits des Bürgerkriegs, zeigt unterhaltsam den Alltag und die Sehnsüchte von fünf Frauen, die sich gewitzt dem traditionellen Wertesystem entgegenstellen.

Caramel

Ein bisschen Frieden: Fünf lebenslustige Freundinnen versuchen in Beirut, das Beste aus ihrem Alltag zu machen und verstoßen munter gegen Regeln.

Frauen unter sich: Das ist bei Nadine Labaki eine liebevolle Betrachtung kleiner Fluchten und großer Sehnsüchte. Das Quintett unterschiedlichen Alters und Religion unterläuft die Scheinheiligkeit des orientalischen Macho-Systems, das nach außen moderne und westliche Lebensart propagiert, nach innen aber immer noch traditionell funktioniert. Sie unterstützen sich gegenseitig bei ihren Problemen mit Männern, Liebe, Heirat und Sex, im gnädig warmen Licht des Schönheitssalon öffnen sie ihre Herzen und reagieren mit Tabubruch und Subversion auf gesellschaftlichen Druck. Trotz aller Lockerheit plagen sie Schuld- und Reuegefühle, wenn sie genau das tun, was Frauen im Nahen Osten nicht dürfen. So liebt die Christin Layale einen verheirateten Mann, die Moslemin Nisrine steht vor der Hochzeit und der Frage, wie eine Operation die notwendige Jungfräulichkeit wieder herstellen kann, Rima muss sich über ihre lesbischen Neigungen klar werden, Jamale ist eine Schmalspur-Schauspielerin in der Midlife-Crisis und die 65-jährige Rose träumt davon, mal nicht mehr nur für ihre Schwester da zu sein. Nach jahrelangen Täuschungsmanövern beginnen die Frauen langsam, unbequeme Wahrheiten zu akzeptieren, finden trotz geplatzter Hoffnungen und harter Landung auf dem Boden der Tatsachen neue Wege aus dem persönlichen Dilemma. Ein nicht ganz leichter Häutungsprozess, der sie stärker macht.

Labaki, die im Libanon und Paris lebt und auch die Hauptrolle spielt, dröselt die Wandlung nicht psychologisch auf, sondern setzt auf den Unterhaltungsfaktor und Überlebensmut, auch wenn die einzelnen Figuren eine manchmal schmerzhafte Entwicklung durchleiden. Wenn zwischen Trockenhaube und Eau de Toilette Tränen fließen, werden sie beim Lachen über die eigenen Fehler wieder getrocknet. Männer bleiben Randfiguren, die den weiblichen Mikrokosmos nur stören. Der Titel "Caramel" hat nichts mit Bonbons zu tun, sondern so heißt die Epilierpaste, ein Gemisch aus Zucker, Zitronensaft und kochendem Wasser, mit der sich die Damen von lästigen Haaren befreien, eine Metapher für die Befreiung von Zwängen - in kleinen Schritten. Der Film vermittelt nicht das übliche Libanonbild mit Gewalt, Hass und Bürgerkrieg, sondern den ganz normalen und unspektakulären Alltag. Den gibt es auch in dem zerrissenen Land. mk.

Caramel

Fünf Frauen auf der Suche nach einem kleinen Stück vom großen Glück. Sie treffen sich regelmäßig
in einem Schönheitssalon, um sich über ihr Leben und die Liebe auszutauschen. Der Laden,
betrieben von der schönen Layale, bildet den farbenfrohen, sinnlichen Mikrokosmos der Stadt.
Zwischen Haarschnitten und Kosmetikbehandlungen vertrauen sich die fünf Frauen ihre
verborgensten Wünsche und tiefsten Geheimnisse an. Layale liebt einen verheirateten Mann und
bemerkt gar nicht, dass sie einen Verehrer hat, der alles für sie tun würde. Nisrine wird demnächst
heiraten, aber sie ist schon lange keine Jungfrau mehr. Rima verliebt sich in einen Kunden des
Schönheitssalons und Jamale hat furchtbare Angst vor dem Älterwerden. Die Schneiderin Rose lebt
für ihre kranke Schwester, doch mit dem Gentleman Charles tritt zum ersten Mal die Liebe in ihr
Leben.
Hin- und hergerissen zwischen der Tradition des Ostens und der Moderne des Westens versuchen die
fünf Frauen auf ihre Weise ihr Lebensglück zu verwirklichen.

Quelle: AL!VE

Interview mit Nadine Labaki (ca. 11 Min.)
Festival Special (ca. 5 Min.)
Making of (ca. 12 Min.), Trailer

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Nadine Labaki   als Layale
  Yasmine Elmasri   als Nisrine
  Joanna Mkarzel   als Rima
  Gisele Aouad   als Jamale
  Adel Karam   als Youssef
  Sihame Haddad   als Rose
  Aziza Semaan   als Lili
  Fatme Safa   als Siham
  Dimitri Stancofski   als Charles
  Fadia Stella   als Christine
  Ismaïl Antar   als Bassam
 
Regie:  Nadine Labaki  
Buch:  Nadine Labaki  
  Jihad Hojeily  
  Rodney El Haddad  
Musik:  Khaled Mouzannar  
Kamera:  Yves Sehnaoui  
Produzent:  Anne-Dominique Toussaint  
 

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