Im Zug lernt die junge Farmerstochter und Fabrikarbeiterin Carrie Meeber den reichen verheirateten George Hurstwood kennen, der von ihrem offenen natürlichen Wesen verzaubert ist und ihr ganzes Leben verändern wird. Sie folgt ihm nach Chicago, wo sie als Tänzerin eine glanzvolle Karriere macht. George, der von seiner Familie und den Freunden gehemmt und verfolgt wird, steht zu seiner Leidenschaft für Carrie, aber er fällt tief. Erst der finanzielle Ruin, dann Not und Elend.
Jennifer Jones erlebt als Carrie eine ähnliche Zerreißprobe der Gefühle wie Olivia de Havilland in "Die Erbin". William Wyler hat das schwarze Melodram ebenso düster in expressionistischen Licht- und Schattenspielen aufgenommen, die das Hoffnungslose unterstreichen. Die Vorlage "Sister Carrie" (1900) stammt von Theodore Dreiser, dessen sozialkritische Romane in den 50er Jahren häufig adaptiert wurden ("Ein Platz an der Sonne", "Elmer Gantry"). Zwei Oscar-Nominierungen (Ausstattung und Kostüme).