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Casa de los babys

Ensemble-Drama von John Sayles über sechs Frauen, die in einem Hotel in Südamerika aufeinandertreffen, um Babys zu adoptieren.


Casa de los babys

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Erhältlich seit:
06.04.2009

Drama

USA/Mexiko 2003
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16

Maggie Gyllenhaal
Marcia Gay Harden
Daryl Hannah

Regie: John Sayles
Ascot Elite Home Entertainment

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Casa de los babys

Independent-Ikone John Sayles erstellt in seinem glänzend besetzten Ensemble-Drama das Sozialporträt eines mexikanischen Hotels, wo nordamerikanische Frauen Kinder adoptieren.

Nur selten wagte sich der Pate des US-Independent-Kinos, John Sayles, auf fremdes Terrain - Regionalkonflikte wie in "Matewan" oder "Lone Star" waren stets sein Markenzeichen. Für diese Auseinandersetzung mit den emotionalen Auswirkungen der Adoption mexikanischer Babys von (meist) US-Frauen, die selbst keine Kinder gebären wollen oder können, fand er sechs weibliche Schauspiel-Asse, die im wahrsten Wortsinn ungeschminkt ihre Stärken im Ensemble-Stück ausspielen.

Wie aus dem Leben geschnitten und fast schon dokumentarisch mutet die nach eigenem Drehbuch entstandene Bestandsaufnahme von Personal, Gästen und Müttern an, die ihre Ungeborenen zur Adoption freigeben (müssen). Einer Standarddramaturgie widersetzt sich der seit mittlerweile 25 Jahren tätige Sayles mühelos, taucht ein in das Lebensspektrum eines kleinen Touristenortes, wo die Einheimischen für die reichen Besucher arbeiten und Armut grassiert.

Sechs Frauen vornehmlich aus den USA (Marcia Gay Harden, Susan Lynch, Daryl Hannah, Mary Steenburgen, Lili Taylor und Maggie Gyllenhaal) warten hier auf die bürokratische Abwicklung ihrer Adoptionsanträge, sechs Touristen-Tussen, die mit ihren Wohlstands-Neurosen jedem Klischee spotten, schrecklich abgeklärte Gespräche führen und dabei doch menschlich sind, sich anfreunden oder -feinden und ihre Ängste, Hoffnungen, Schicksale offenbaren. Neben der Kultur- und Sprachbarriere, die manchmal rührend überwunden wird, manchmal aber nur für gegenseitige Verachtung sorgt, sind es impliziter Kolonialismus und Imperialismus, die das Verhältnis zu den Latinos prägen.

Die Frauen profitieren von einer permanenten Wirtschaftskrise, die Babys zu Mexikos besten Exportgut deklariert. Entsprechend nahe gehen die Geschichten der Einheimischen, sei es eine aufopferungsvoll die Babys herzende Nanny, oder ein verstummter schwangerer Teenager, der zur Adoption gezwungen wird. Wie gewohnt verzichtet John Sayles auf jede Sentimentalität und nähert sich allen Beteiligten wie beiläufig an, um sie in all ihren Facetten zu zeigen, unterstützt von einem uneitlen Frauen-Ensemble, das allein schon sehenswert wäre.

tk.

Casa de los babys

Sechs Amerikanerinnen warten in einem mexikanischen Motel auf ihre Kinder. Sie, die aus verschiedenen Gründen selbst nicht gebären wollen oder können, warten darauf, dass die lokalen Behörden ihnen ein Kind zur Adoption freigeben.

Selbstverständlich kommt es unter den Frauen zu Freund- und Feindschaften, selbstverständlich werden Masken fallen gelassen und wieder aufgesetzt. Während Immigranten aus dem Süden in den USA als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und ihre Ansiedlung tunlichst verhindert wird, holt man sich deren Kinder, um den eigenen "Bedarf" an Nachwuchs zu decken.

Quelle: Ascot Elite

Darsteller:  Maggie Gyllenhaal   als Jennifer
  Marcia Gay Harden   als Nan
  Daryl Hannah   als Skipper
  Susan Lynch   als Eileen
  Mary Steenburgen   als Gayle
  Lili Taylor   als Leslie
  Rita Moreno   als Senora Muñoz
  Vanessa Martinez   als Asunción
  Pedro Armendáriz Jr.   als Ernesto
  Bruno Bichir   als Diómedes
  Angelina Pelaez   als Doña Mercedes
  Juan Carlos Vives   als Búho
  Miguel Rodarte   als Oscar
  David Hevia   als Iván
  Martha Higareda   als Celia
  Toni Marcin   als Celias Mutter
  Lourdes Echevarría   als Sozialarbeiterin
  Blanca Loaria   als Socorro
  Guillermo Iván Dueñas   als Reynaldo
 
Regie:  John Sayles  
Buch:  John Sayles  
Musik:  Mason Daring  
Kamera:  Mauricio Rubinstein  
Produzent:  Alejandro Springall  
  Lemore Syvan  
 

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Features

 

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