DVD Leihvideo

Casanova

Romantische Komödie von Lasse Hallström, in der der legendäre Casanova alles auf eine Karte setzt, um die eine Frau zu gewinnen, die es gewagt hat, ihn abblitzen zu lassen.


Casanova

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.06.2006

Historienfilm/ Komödie

USA 2005
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 12

Heath Ledger
Sienna Miller
Jeremy Irons

Regie: Lasse Hallström
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Heath Legder wirbt als venezianischer Verführungskünstler um die schöne Sienna Miller. Nur leider hat die Herzensdame eine echte Casanova-Allergie.

Giacomo Casanova - ein Herzensbrecher wie er im Buche steht (Foto: Buena Vista) Großansicht

Giacomo Casanova - ein Herzensbrecher wie er im Buche steht (Foto: Buena Vista)

Was Frauen wollen? Davon weiß Herzensbrecher Casanova (Heath Ledger) allerhand Aufregendes zu berichten. Schließlich hat der passionierte Gigolo schon so manches Weib in Wallung gebracht. Ob Nonne, Jungfrau oder feine Dame - sie alle schmelzen bei dem flirterprobten Venezianer dahin.

Und so tobt der smarte Schwerenöter Nacht für Nacht durch fremde Betten, auch wenn er sich mit seinen zahllosen Affären den Zorn geprellter Gatten und empörter Kirchenoberhäupter einhandelt. Vor allem dem biestigen Bischof Pucci (Jeremy Irons) ist der umtriebige Schürzenjäger längst ein Dorn im Auge.

Kann Casanova doch noch bei Francesca landen? (Foto: Buena Vista) Großansicht

Kann Casanova doch noch bei Francesca landen? (Foto: Buena Vista)

Die falsche Frau

Den Druck der Geistlichkeit im Nacken, stellt Venedigs Doge Casanova vor ein Ultimatum: Entweder, er heiratet bald, oder er muss für immer die Stadt verlassen.

In seiner Not macht Casanova flugs der edlen Jungfer Victoria einen Antrag - nur um wenig später in der emanzipierten Schriftstellerin Francesca (Sienna Miller) seine wahre Liebe zu finden.

Dumm bloß, dass die überzeugte Feministin nicht nur gegen Casanovas Flirtversuche immun zu sein scheint, sondern obendrein bereits dem Millionär Papprizzio (Oliver Platt) versprochen ist. Jetzt muss der schwer verknallte Süßholzraspler tief in seine Trickkiste greifen, um die widerspenstige Francesca doch noch zu erobern.

Prachtvoll: Platt als Papprizzio (Foto: Buena Vista) Großansicht

Prachtvoll: Platt als Papprizzio (Foto: Buena Vista)

Legende mit Neuanstrich

Seit die Bilder laufen lernten, werden die Geschichten um Venedigs legendären Frauenhelden immer wieder neu verfilmt. Doch noch nie trat Casanova mit so viel Charme und Schwung auf der Leinwand an. Regisseur Lasse Hallström ("Chocolat") verpasste dem berühmten Stoff mit pointierten Dialogen und urkomischen Verwicklungen einen frechen Neuanstrich. In Shooting-Star Heath Ledger fand er zudem einen perfekten Hauptdarsteller.

Der Australier schwärmte von den Dreharbeiten: "Normalerweise benutzt man beim Film Kamerawägen, die neben den Schauspielern herfahren. In Venedig aber waren die Kameras auf Booten angebracht, die lautlos durch die Kanäle glitten. Dadurch war die Atmosphäre wie verzaubert. Man konnte sich richtig vorstellen, wie sich die Menschen vor 300 Jahren gefühlt haben müssen".

Magische Szenerie: Beim Karnevalstreiben ist ganz Venedig auf den Beinen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Magische Szenerie: Beim Karnevalstreiben ist ganz Venedig auf den Beinen (Foto: Buena Vista)

Farbenfroher Herzwärmer

In stimmungsvollen Bildern beschwört Hallström das verwunschene Venedig des 18. Jahrhunderts herauf. Dafür sorgen neben farbenfrohen Kulissen auch die prächtigen Kostüme der mehrfach Oscar-nominierten Jenny Beavan ("Sinn und Sinnlichkeit"). Eine rundum gelungene Feel-good-Komödie also, die an kalten Wintertagen so richtig schön die Herzen wärmt - und ganz sicher nicht nur die der Damenwelt!

Casanova

Es gehört schon Mut dazu, nach dem Fellini-Klassiker "Casanova", die Geschichte des berühmtesten Herzensbrechers als erfrischend leichtfüßige Commedia dell'Arte auf die Leinwand zu bringen. Lasse Hallström wagt's und gewinnt - mit Unterstützung von sexy Shooting-Star Heath Leadger, der die Ladies im Venedig des 18. Jahrhunderts reihenweise entzückt.

Den Mythos von Giacomo Casanova, berüchtigter Autor, Philosoph und Frauenschwarm kann so schnell niemand knacken. Warum auch? Schaut man dem Womanizer doch immer noch gerne zu, selbst wenn die Damenwelt sich nicht mehr so leicht um den Finger wickeln lässt. Ohne Berührungsängste zeigt Lasse Hallström mit Ironie und Humor den Herrn von einer ungewohnten Seite - der schwachen. Zwar kann der Filou sich kaum vor amourösen Angeboten retten, aber ausgerechnet die selbstbewusste Schriftstellerin Francesca Bruni hat es ihm angetan, die nicht im geringsten an eine Affäre denkt. Sie lässt ihn zappeln.

Am Anfang schreibt ein alter Mann (Casanova) seine Memoiren und verkündet, eine Geschichte zu erzählen, die noch nie erzählt wurde.

Und schon sind wir mitten im quirligen Venedig mit seinen Prachtbauten, den Kanälen und dem wilden Treiben. Über die Dächer flieht ein Mann aus dem Schlafzimmer einer Nonne, nicht gerade der Ort zum Verweilen in Zeiten der Inquisition. Nur die Beziehung zum Dogen schützt Casanova. Der Retter bewundert ihn zwar wegen seiner Frechheit, rät ihm aber, sich eine nette Ehefrau zuzulegen. Sonst droht der ultimative Rauswurf aus der Lagunenstadt. Schnell ist die ideale ausgemacht, die junge Victoria, nicht nur hübsch, sondern auch noch eine Jungfrau. Auf sie hat auch Francescas schüchterner Bruder Giovanni ein Auge geworfen und fordert seinen Rivalen zum Duell heraus.

Es wäre müßig sämtliche Twists aufzuzählen, mit denen Hallström auf falsche Fährten führt und dabei bestens unterhält. Mit Lust setzt der sonst oft ernsthafte Schwede die typischen Elemente aus der italienischen Stehgreifkomödie entstandenen Commedia dell'Arte ein - Typisierung und Abbildung der Figuren bürgerlichen Lebens mit den Zutaten Rollentausch, Maskerade und Verwechslung, dazu als Stilprinzip die Variation des allseits Bekannten. Und dafür ist Venedig mit seinen farbenprächtigen Maskenbällen das richtige Parkett. Hier wird die Kunst der Komödie kapriziös zelebriert mit traditioneller Figurenpaarung und Dramaturgie - die Liebenden, komische Charaktere in stets gleicher Maske, Herr und Diener, Kaufleute, eine herausgehobene Frauenrolle. Den notwendigen Clown markiert Oliver Platt als Francescas heimlicher, mit Leibesfülle ausgestatteter Verlobter, der an der durchtriebenen Raffinesse der Venezianer scheitert. Jeremy Irons als katholischer Inquisitor kämpft mit verzweifelter Strenge für Zucht und Ordnung im Hexenkessel aus Liebe, Leidenschaft und Libertinage natürlich vergeblich.

In diesem doppelbödigen Verwandlungsspiel geht es nicht um präzise historische Fakten, sondern um exquisite Situationskomik, scharfem Wortwitz und feingesponnene Intrigen. Und wie es sich gehört lösen sich Liebesverwicklungen und Arglist am Ende glücklich auf. Ein Gang ins Kino erspart den Trip zum "Carneval de Venise". Fast. mk.

Darsteller:  Heath Ledger   als Casanova
  Sienna Miller   als Francesca Bruni
  Jeremy Irons   als Bischof Pucci
  Oliver Platt   als Papprizzio
  Lena Olin   als Andrea Bruni
  Omid Djalili   als Lupo
  Stephen Greif   als Donato
  Ken Stott   als Dalfonso
  Helen McCrory   als Casanovas Mutter
  Leigh Lawson   als Tito
  Tim McInnerny   als Doge
  Charlie Cox   als Giovanni Bruni
  Natalie Dormer   als Victoria
  Phil Davies   als Bernardo Guardi
  Paddy Ward   als Vittorio
  Ben Moor   als Andolini
  Adelmo Togliani   als Fulvio
 
Regie:  Lasse Hallström  
Buch:  Jeffrey Hatcher  
  Kimberly Simi  
Musik:  Alexandre Desplat  
Kamera:  Oliver Stapleton  
Produzent:  Mark Gordon  
  Leslie Holleran  
  Betsy Beers  

Zurück in eine andere Welt

Seit Jahren führen Kostümfilme die Kinozuschauer in die Vergangenheit. Hochgetürmte Frisuren, gepuderte Perücken und wallende Reifröcke sind für die wenigen Stunden auf der Kinoleinwand so wunderbar romantisch.

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures) Großansicht

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)

Der Klassiker stammt aus dem Jahr 1939: "Vom Winde verweht" mit Clark Gable und Vivien Leigh. Vor dem Hintergrund des amerikanische Bürgerkriegs sprüht der Film vor Drama und Romantik.

Seitdem haben wir vor allem Jane Austen die verträumte Vorstellung des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Traumfabrik hat ihre Bücher in wunderbare Filme wie "Emma" mit Gwyneth Paltrow, "Sinn und Sinnlichkeit" mit Emma Thompson und "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley verwandelt. Alle drei Dramen durften sich über Oscar-Nominierungen freuen. Emma Thompson nahm sogar für das Drehbuch einen Goldjungen entgegen.

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP) Großansicht

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP)

Im Korsett zum Oscar

Dass Historienfilme immer wieder mit Auszeichnungen rechnen dürfen, zeigte auch "Shakespeare in Love". Gleich siebenmal wurde der Film von der Academy geehrt. Gwyneth Paltrow angelte sich die goldene Statue als beste Hauptdarstellerin und Dame Judi Dench nahm mit nur einem achtminütigen Auftritt als Königin Elizabeth den Oscar als beste Nebendarstellerin mit nach Hause.

Der Spitzenreiter ist aber "Vom Winde verweht". Das Drama wurde 1939 mit acht Goldstatuen ausgezeichnet und dann gibt es da natürlich noch den großen Erfolgshit von 1997, "Titanic", mit elf Oscars geehrt - wenn man das Drama, das 1919 spielt, noch zu den Kostümfilmen zählen will. Historienfilme berühren also nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Kritiker. So ist es nicht verwunderlich, dass das Genre auch weiterhin Furore macht.

 

Casanova in der Fotoshow

 

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