
Der 13jährige Tommy ist in die Fänge einer Crack-Gang geraten, die in den Straßen Miamis ihre jugendlichen Dealer rekrutiert und von Drogenboß Carlos straff geführt wird. Als Tommy erkennt, worauf er sich eingelassen hat, ist es für einen Ausstieg zu spät: Carlos schafft ihn in eines seiner Gefängnisse. Bei seinen Nachforschungen nach Tommy stößt Streetworker Scott Barnes bei der Polizei auf taube Ohren. Auf sich allein gestellt gelingt ihm über seine Ex-Freundin Jackie, die als Anwältin des Drogenkönigs inzwischen wohlhabend geworden ist, der Einstieg in Carlos' Drogenkartell. Als er Tommy findet, setzt er in einem mörderischen Kampf alles daran, den Jungen zu befreien.
Vom babysittenden Taxifahrer zum Streetworker mit Seelentiefgang mausert sich Hollywoods "all american boy" John Travolta ("Kuck mal wer da spricht") und schlüpft als Kämpfer für ein cleanes Vaterland problemlos in eine Charakterrolle. Als Durchschnittsmann mit eigenen (Alkohol-)Problemen bietet er eine Identifikationsfigur jenseits des Supercop-Image im bisweilen klischeeverkrustet anmutenden Drogenkiller-Milieu. Das Spielfilmdebut von TV-Routinier Rod Holcomb auf den Spuren von "New Jack City" hat seine Längen und vermag nicht immer sein aktuelles Reizthema zeitgemäß in aller Brisanz darzustellen. Ein Action-Krimi mit Sozialbotschaft.