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Kaufvideo
Erhältlich seit:
17.04.2009
Originaltitel: Das Echo der Schuld
Deutschland 2008
Laufzeit: 178 Min.
FSK: ab 12
Anna Loos
Michael von Au
Lea Müller
Regie: Marcus O. Rosenmüller
Universum Film
Filmbewertung
(1 Bewertungen)

Der Sendeplatz ist durchaus angebracht: Mit seiner zweiten Verfilmung eines Romans von Charlotte Link (nach "Der fremde Gast") gelingt es Marcus O. Rosenmüller verblüffend genau, den Naturalismus britischer Krimis zu treffen; und die zeigt das ZDF ja auch am späteren Sonntagabend. Eine weitere Parallele spricht eher gegen den Film: Die getragene Erzählweise der TV-Produktionen von der Insel ergeht sich mitunter allzu sehr in Landschaften und Milieus; auch "Das Echo aller Schuld" ist mit insgesamt 180 Minuten stellenweise etwas langatmig.
Andererseits hat Rosenmüller auf diese Weise natürlich Gelegenheit, das Personal der Geschichte in aller Ruhe vorzustellen; und das gilt nicht nur für die drei Hauptfiguren, sondern auch für die Nebenrollen, die entscheidende Details zum Fortgang der Handlung beizutragen haben. Im Mittelpunkt steht die Engländerin Virginia (Anna Loos), die an der Seite ihres Gatten Frederick (Michael von Au), eines aufstrebenden Politikers, ein unbeschwertes Leben führen könnte. Das Paar hat ein entzückendes Töchterchen namens Kim und dank Fredericks florierender Anwaltskanzlei alles, was das Herz begehrt, unter anderem ein prachtvolles Domizil in Bristol sowie ein geräumiges Ferienhaus an der Küste.
Doch Virginia wird regelmäßig von Panikattacken heimgesucht, weshalb sie sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Als ein deutscher Tourist (Daniel Morgenroth) ihre Tochter davor bewahrt, sich bei den Klippen in Lebensgefahr zu begeben, sieht sie die Chance, aus dem Alltag auszubrechen. Parallel zu diesen Szenen einer Ehe erzählt Autorin Annette Hess, die für Rosenmüller auch schon "Der fremde Gast" adaptiert hat, von verschiedenen Verbrechen, die offenbar zu einer Serie ausarten: Kleine Mädchen werden missbraucht und ermordet. Die Kinder waren ebenso alt, ebenso blond und ebenso hübsch wie Kim; und die verschwindet just in dem Moment, als sich Virgina von Frederick trennen will.
Der Film ist trotzdem weniger Thriller, sondern in erster Linie Psychogramm: Erst dank der Konfrontation mit dem Allerschlimmsten ist Virgina in der Lage, sich endlich der titelgebenden früheren Schuld zu stellen. Aber weil Rosenmüller so viel Zeit hat, kann er auch die Arbeit der Polizei ausführlich dokumentieren, was dank der gegen den Strich besetzten Darsteller (Sophie Rois, Jürgen Heinrich, Oliver Bootz) durchaus seinen Reiz hat. Und wer den englischen Südwesten mag, wird dank vieler Flüge über die allerdings etwas eintönige Landschaft (Kamera: Stefan Spreer, auch er aus dem Team vom "Fremden Gast") nicht enttäuscht. Störender ist allerdings die Verpflanzung deutscher Schauspieler; gerade der unüberhörbare brandenburgische Akzent von Anna Loos passt nun mal überhaupt nicht zu einer angeblichen Engländerin. tpg.
Charlotte Link hat es wieder ein mal geschafft mit psychologischer Feinfühligkeit grausame Ereignisse miteinander zu verweben, in tiefe Abünde zu blicken und das Spektrum menschlicher Sünden zu durchleuchten!
Die lebensscheue Virginia Quentin (Anna Loos) verschanzt sich sich immer stärker in der rauhen Abgeschiedenheit des Familienbesitzes. In der Einsamkeit trägt sie die große Last einer vergangenen Schuld. Ihr Ehemann, der erfolgreiche Politiker Frederick Quentin (Michael von Au), ist zu selten im idyllischen Landhaus der Familie, um zu erkennen, dass die Ehe der beiden bereits stark an Elan eingebüßt hat. Im Urlaub mit Mann und Tochter an Englands wildromantischer Küste lernt Virginia den charismatischen Deutschen Nathan Moor (Daniel Morgenroth) kennen und fühlt sich vom ersten Augenblick an zu dem intellektuellen Abenteurer hingezogen, der mit seinem kleinen Boot allein um die Welt segelt. Auf der Rückfahrt nach Bristol hören die Quentins in den Nachrichten vom Schiffsunglück des Deutschen, der seitdem vermisst wird. Zu Hause wird die Familie jedoch mit einem viel grausameren Verbrechen konfrontiert: In der Gegend treibt ein Kindermörder sein Unwesen. Das Ehepaar ist voller Sorge um die eigene siebenjährige Tochter Kim. Als Frederick beruflich eine Woche nach London muss, steht plötzlich der vermisste Deutsche vor Virginias Tür. Er hat das Schiffsunglück überlebt, hat aber dabei alles verloren. Virginia bietet dem Schiffbrüchigen gegen den Willen ihres Mannes ihre Hilfe an. Nathan verkörpert Lebensfreude, Temperament und Sehnsüchte, die Virginia schon längst verloren geglaubt hat und fühlt sich immer stärker zu ihm hingezogen. Dann verschwindet Kim spurlos und in Virginia keimt ein schrecklicher Verdacht auf...
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Anna Loos | als Virginia Quentin | |
|---|---|---|---|
| Michael von Au | als Frederick Quentin | ||
| Lea Müller | als Kim Quentin | ||
| Daniel Morgenroth | als Nathan Moor | ||
| Jürgen Heinrich | als Jack Walker | ||
| Judy Winter | als Grace Walker | ||
| Sophie Rois | als Stella Turling | ||
| Oliver Bootz | als Jeff Defries | ||
| Martin Umbach | als Paul Newman | ||
| Natalia Avelon | als Liz Alby | ||
| Nathalie Möckel | als Sarah Alby | ||
| Michaela Caspar | als Betsy Alby | ||
| Crisjan Zöllner | als Michael Clark | ||
| Wolfgang Häntsch | als Edward Mills | ||
| Klara Merkel | als Rachel Cunningham | ||
| Oana Solomon | als Rachels Mutter | ||
| Roger Tebb | als Dr. Bernhard | ||
| Hannes Wegener | als Tom Burke | ||
| Jan Pohl | als Travor Raplin | ||
| Andrea Eckert | als Antonia Fergeson | ||
| Rosalind Baffoe | als Mrs. Copperfield | ||
| Stella Adorf | als Mutter | ||
| Regie: | Marcus O. Rosenmüller | ||
| Buch: | Annette Hess | ||
| Musik: | Gary Marlowe | ||
| Kamera: | Stefan Spreer | ||
| Produzent: | Prof. Regina Ziegler | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,78/16:9
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