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Che - Teil 1: Revolución

Erster von zwei Filmen von Steven Soderbergh über das Leben von Ernesto "Che" Guevara, der sich hier mit Fidel Castro daran macht, das Battista-Regime in Kuba abzusetzen.


Che - Teil 1: Revolución

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Erhältlich seit:
22.10.2010

Originaltitel: Che: Part One - The Argentine

Drama/ Biographie

USA/Spanien 2008
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

Benicio Del Toro
Franka Potente
Benjamin Bratt

Regie: Steven Soderbergh
Senator Home Entertainment

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Jeder kennt sein Gesicht, kaum einer seine Geschichte: der legendäre Freiheitskämpfer Ernesto "Che" Guevara. Steven Soderbergh setzt ihm mit seinem zweiteiligen Leinwand-Epos ein Denkmal.

Ernesto "Che" Guevara stärkt seine geistigen Fähigkeiten (Foto: Central) Großansicht

Ernesto "Che" Guevara stärkt seine geistigen Fähigkeiten (Foto: Central)

Nach seinem Siegeszug durch internationale Festivals und dem Gewinn zahlreicher Auszeichnungen - unter anderem dem Preis als Bester Darsteller für Benicio Del Toro in Cannes - kommt Steven Soderberghs lang erwartetes Biopic endlich in die Kinos. In zwei unabhängigen Teilen wird das Epos über den argentinischen Arzt und berühmtesten Revolutionsführer der Welt Ernesto "Che" Guevara erzählt.

Den Anfang macht "Che - Revolución", dessen Handlung am 26. November 1956 einsetzt. An diesem Tag landet Fidel Castro zusammen mit 80 Rebellen mit der Yacht "Granma" auf Kuba. Unter ihnen: Che Guevara (grandios: Oscar-Preisträger Benicio Del Toro). Gemeinsam stürzen sie den korrupten Diktator Battista und läuten die kubanische Revolution ein.

Che und sein Kampfgefährte wissen kubanischen Tabak zu schätzen (Foto: Central) Großansicht

Che und sein Kampfgefährte wissen kubanischen Tabak zu schätzen (Foto: Central)

Held der Revolution

Soderbergh zeichnet ein fesselndes, authentisches Porträt des Freiheitskämpfers, zeigt, wie er seine Fähigkeit entdeckt, andere zu inspirieren und zu führen. Ein Aufstieg vom Arzt zum Kommandanten, schließlich zum Helden der Revolution. Der zweite Teil, "Che - Guerrilla" (Kinostart 23. Juli) beschäftigt sich mit seiner Zeit in Bolivien von 1964 bis zu seinem Tod. Mit dabei: Franka Potente als Kampfgefährtin. Selten wurde die Geschichte einer Legende packender, präziser und eigenwilliger erzählt.

Che - Teil 1: Revolución

In einem viereinhalbstündigen zweiteiligen Epos erzählt Steven Soderbergh erst vom Gelingen, dann vom Scheitern des Guerillakriegs des Ernesto Guevara.

Ein singuläres, nicht leicht zu verdauendes, weil sich niemals anbiederndes Filmerlebnis erwartet den Zuschauer: Zunächst als Regieprojekt für Terrence Malick geplant, sollte das "Guerrilla" betitelte Projekt nur vom tragisch zum Scheitern verurteilten Versuch eines Guerillakriegs in Bolivien erzählen, der 1967 mit der Ermordung von Ernesto "Che" Guevara durch von der CIA unterstützte bolivianische Truppen endete. Als Malick ausstieg und Produzent Soderbergh die Inszenierung übernahm, stellte er schnell fest, dass diese Geschichte ständiger Fehlschläge und Enttäuschungen

allein zum einen zu deprimierend, zum anderen vor allem zu desorientierend wirken würde: Wie könnte angesichts dieser Ansammlung von Pleiten, Pech und Pannen jemals jemand auch nur im Entferntesten glauben, eine derart angestrebte Revolution könnte Aussicht auf Erfolg gehabt haben?

Die Antwort gibt "The Argentine", der "Guerrilla" nunmehr vorgelagerte Schwesterfilm, der essenziell das Gleiche erzählt, nur eben mit glücklichem Verlauf und triumphalem

Ausgang: die kubanische Revolution im Jahr 1958, bei der sich Ernesto Guevara vom Truppenarzt zum Strategen und Architekten des bewaffneten Kampfes wandelt und, getragen von der Begeisterung des Volks, zum Helden des Landes wird. Besonders elektrisierend und spannend war es, diese beiden eigenständigen und doch untrennbar miteinander verbundenen Filme in Cannes in der integralen Langfassung unter dem Titel "Che" an einem Stück zu erleben: Gerade hier wurde deutlich, wie sich beide

Produktionen gegenseitig füttern und doch als diametral entgegengesetzte Spiegelwerke realisiert wurden: ein Actionfilm in üppigen Breitwandbildern der eine, ein Thriller der Desorientierung in engen Bildern und strengeren Kadrierungen der andere.

Was "Che" in keiner der möglichen der denkbaren Aufführungsvarianten ist: ein Biopic im eigentlichen Sinn ist das nicht, auch wenn Benicio Del Toro förmlich mit seiner Rolle verschmilzt. Soderbergh verweigert sich dem Abhaken von biografischen Eckdaten, wie er sich auch einer Psychologisierung der Figur entzieht. Sein Film ist, abgesehen von schwarz-weißen Einsprengseln von Guevara auf der Höhe seines Ruhms vor der UNO in New York und in einem TV-Interview, das Einblicke in die Funktion der Guerilla erlaubt, einfach nur eng dran an Guevara, zeichnet ihn aber weder als heroischen Mythos mit Schattenseiten noch liefert er einen Einblick in sein Privatleben. "Hanging out with Che" nannte Soderbergh selbst seinen Ansatz für sein episches Anti-Epos, was die kommerzielle Verwertbarkeit mindert, nicht aber die überwältigende Wirkung dieser sperrigen Meditation über einen Mann, der sich im Dschungel findet, um sich - und sein Leben - dort auch wieder zu verlieren. ts.

Che - Teil 1: Revolución

Am 26. November 1956 gelangt Fidel Castro (Demián Bichir) zusammen mit achtzig Rebellen auf der Yacht "Granma" nach Kuba. Einer von ihnen ist Ernesto "Che" Guevara (Benicio Del Toro), ein argentinischer Arzt, der mit Castro das Ziel teilt, die korrupte Diktatur von Fulgencio Batista zu stürzen. Che erweist sich als ein unverzichtbarer Stratege im kubanischen Freiheitskampf, der aufgrund seines großen Einsatzes schnell von seinen Kameraden und der kubanischen Bevölkerung verehrt wird.

Quelle: Senator

Darsteller:  Benicio Del Toro   als Ernesto 'Che' Guevara de la Serna
  Franka Potente   als Tamara Bunke
  Benjamin Bratt  
  Catalina Sandino Moreno  
  Jordi Mollà  
  Armando Riesco   als Benny
  Demián Bichir   als Fidel Castro
  Ramón Fernández   als Hector
 
Regie:  Steven Soderbergh  
Buch:  Peter Buchman  
Musik:  Alberto Iglesias  
Kamera:  Steven Soderbergh  
Produzent:  Steven Soderbergh  
  Laura Bickford  
 

Che - Teil 1: Revolución in der Fotoshow

 

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