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Chicago

Starbesetzte Verfilmung des Broadway-Musicals, in dem aus einer Mörderin im Chicago der zwanziger Jahre eine gefeierte Sängerin wird.


Chicago

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Erhältlich seit:
17.11.2011

Musikfilm/ Kriminalfilm

USA/Kanada 2002
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12

Renée Zellweger
Catherine Zeta-Jones
Richard Gere

Regie: Rob Marshall
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Höchste Infektionsgefahr durch ausgebrochenes Broadwayfieber droht, wenn Catherine Zeta-Jones, Renée Zellweger und Richard Gere eines der erfolgreichsten Musicals der Welt erstmals auf die Leinwand bringen.

Showgirl Velma Kelly zeigt ihr ganzes Talent (Foto: Buena Vista) Großansicht

Showgirl Velma Kelly zeigt ihr ganzes Talent (Foto: Buena Vista)

Leidenschaft brennt tief, Beine und Röcke aber fliegen hoch in dieser energiegeladenen Verfilmung eines Musicals, das Broadway-Geschichte schrieb. Seit der sensationellen Premiere 1975 gab es zahllose Aufführungen und Preise, und "Chicago" ist bis heute eines der weltweit erfolgreichsten Musicals.

Jetzt endlich ist auch im Kino die Zeit reif, dem Rausch der Zwanziger, der Verführung von Glamour und Erotik nachzugeben. Champagner, Charleston, Leinwand frei also für den Kampf zweier Showgirls um Ruhm, Männer und Überleben.

Velma (Catherine Zeta-Jones), die Attraktion der Nachtclubs, ist bereits ein Star. Sie wird zum tödlichen Vulkan, als sie ihren Mann mit ihrer Schwester überrascht. Vom glamourösen Leben eines Showgirls träumt Roxie (Renée Zellweger). Sie will tanzen, singen, berühmt sein und dafür alles geben. Als ihr Lover jedoch nur sein Triebleben, nicht aber ihre Karriere fördern will, bestraft sie ihn mit einer Kugel.

Unschuld und Ehrgeiz: Roxies Traum vom Glamour (Foto: Buena Vista) Großansicht

Unschuld und Ehrgeiz: Roxies Traum vom Glamour (Foto: Buena Vista)

Das Leben ist eine Show

So begegnen sich das Idol und ihr Fan im Knast - als Mörderinnen, die beide vom gerissenen Anwalt Billy Flynn (Richard Gere) verteidigt werden. Durch ihn wird aus den Prozessen ein Medienspektakel, eine Show, in der ein Meistermanipulator die Jury umtanzt und das Recht im Steppschritt mit den Füßen tritt.

Nach der tragischen Romantik von "Moulin Rouge" wirbelt "Chicago" vor purer Lebenslust. Das Sensationelle dabei: die Stars singen und tanzen alle Musical-Einlagen selbst, und der Spaß daran springt förmlich auf den Zuschauer über. Catherine Zeta-Jones, die schon als Teenager in Musicals auftrat, ist erwartet unwiderstehlich als Tanzluder, das die Show mit "All that Jazz" eröffnet.

Star-Anwalt Billy Flynn wird das Kind schon schaukeln (Foto: Buena Vista) Großansicht

Star-Anwalt Billy Flynn wird das Kind schon schaukeln (Foto: Buena Vista)

Renée im Rampenlicht

Die eigentlichen Überraschungen aber liefern Richard Gere, der unbekanntes Terrain leichtfüßig erobert, und natürlich Renée Zellweger. Die Königin der Kinodiäten ("Bridget Jones") glänzt als Showgirl, das aus dem Schatten ins Rampenlicht tritt und ihren großen Traum lebt.

Getarnt als süße Unschuld, die wie ihre Rivalin auch Krallen ausfahren kann. Dieses Duell ist das Herz von "Chicago", der Rest ist Glanz in Musik und Tanz. Lange Zeit ging das Filmmusical in die Knie, jetzt geht es endlich wieder in die Beine.

Chicago

Die Eröffnungsparty der Berlinale steigt mit einer Glanznummer: Rob Marshalls für acht Golden Globes nominierte Verfilmung des Broadwayklassikers "Chicago" zeigt Glitzer und Glamour, Sinnlichkeit, Temperament und eine genussvoll zynische Betrachtung der größten Show, die sich Leben nennt. Zur Aufführung kommen Mord, Korruption, Ehebruch, Ausbeutung, Selbstliebe und andere Highlights menschlicher Interaktion, die mit dem singenden und tanzenden Startrio Zellweger, Gere und Zeta-Jones so verführerisch präsentiert werden, dass die Lust am Entertainment deprimierende Einsichten über die menschliche Natur mühelos von der Bühne fegt.

Die Geschichte hinter diesem nach "Cabaret" erfolgreichstem Musical von John Kander & Fred Ebb geht auf die Roaring Twenties zurück. Aus zwei spektakulär vom Medieninteresse beeinflussten Mordprozessen entstand ein Bühnenstück, dessen Hauptfigur Roxie Hart im Kino von Ginger Rogers (1942), im Theater von Gwen Verdon (1975) gespielt wurde. Bob Fosses Broadway-Inszenierung war ein Triumph, das Revival von 1997 ebenso. Dieses Comeback machte die lang geplante Verfilmung endlich möglich.

Dabei spiegelte das Drama um die Besetzung Roxies die Persönlichkeitsdynamik der Vorlage. Goldie Hawn kämpfte um die Rolle, die unter Nicholas Hytner an Charlize Theron ging. Nach der Ablösung Hytners durch Starchoreograph und Broadwayprofi Marshall verfolgt nun Renée Zellweger als Showgirl rücksichtslos Karriereträume.

Als ihr Lover ihren erotischen Einsatz nicht mit den versprochenen Branchenkontakten honoriert, schickt sie ihn mit einer Kugel zum Teufel. In der Hölle residieren bereits Schwester und Mann von Velma Kelly, die der Nightclub-Star mörderisch für ihre Affäre bestrafte. Im Knast kommen das Idol von Chicago und ihr großer Fan zusammen, rivalisieren um die Gunst der Presse und von Staranwalt Flynn (Richard Gere), der sie schließlich beide vertritt. Die Gesetze sind dehnbar, die Medien manipulierbar und Gefühle undenkbar, wenn nur das eigene Ich liebevoll gepflegt wird. Bittere Wahrheiten, die mit agiler Choreographie, kitschfreien Songs und erfrischender Leichtigkeit in der Gesamtpräsentation als süßes Bonbon verkauft werden.

Marshalls Inszenierung zeigt in dynamischen Parallelmontagen, wie Bühne und Leben deckungsgleich sein können. Ein Verdienst auch der Cutter-Crew, von der auch Gere und Zellweger profitieren, die mit ihren Stimmen überzeugen, mit ihren Füßen aber Hilfe durch den Schnitt brauchen. Zeta-Jones dagegen, die bereits als Teenager in Musicals auftrat, benötigt keine vorteilhaften Bildausschnitte, sondern zeigt ihr Temperament stimmlich und tänzerisch. Mit "All That Jazz" hat sie eine starke Eröffnungsnummer, mit dem "Honey Rag" schließlich ein vitales Charleston-Finale. Dort glänzt auch Zellweger, die mit "Nowadays" einen der besten Songs des Musicals vorträgt. Am Ende steppt man in Gedanken, schwerelos wie Astaire oder Dan Dailey, aus dem Kino, bewundert Queen Latifah, die als Knast-"Mama" wie schon im Stück leider nur ein furioses Solo bekommt und hofft, dass "Chicago" auch vom deutschen Publikum umarmt wird.

Kommerziell liegt auch eine Chance darin, dass dieses Musical hierzulande nicht überspielt ist, dass Alternativen geboten werden zu melancholischen Opernphantomen, sensitiven Katzen und hyperaktiven Skatern, die die Szene fast monopolistisch ver-Webber-n. kob.

Chicago

Leidenschaft, Sex, Mord und Jazz: Das ist Chicago in den 1920er-Jahren. Die Tänzerin Velma Kelley ist Chicagos absoluter Mittelpunkt der Nachtclubszene, die Männer sind verrückt nach ihr und das unschuldige Starlet Roxie Hart träumt davon, genauso erfolgreich zu sein. Doch es kommt zu einem unerwarteten Skandal: Velma gerät wegen Doppelmordes in die Schlagzeilen und vor Gericht. Das Schicksal will es, dass Roxie kurz darauf ebenfalls zur Mörderin wird. Als Star und Starlet sich im Gefängnis treffen, wittert Roxie ihre Chance.

Quelle: Studiocanal

Audiokommentar von Regisseur Rob Marshall und Drehbuchautor Bill Condon, Von der Bühne auf die Leinwand: Making of "Chicago", Zusätzliche Musikszene "Class", Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Renée Zellweger   als Roxie Hart
  Catherine Zeta-Jones   als Velma Kelley
  Richard Gere   als Billy Flynn
  Queen Latifah   als Mama Morton
  John C. Reilly   als Amos Hart
  Taye Diggs   als Bandleader
  Lucy Liu   als Kitty Baxter
  Colm Feore   als Harrison
  Christine Baranski   als Mary Sunshine
  Dominic West   als Fred Casely
  Mya   als Mona
  Deirdre Goodwin   als June
  Denise Faye   als Annie
  Susan Misner   als Liz
  Sebastian Lacause   als Wilbur
  Marc Calamia   als Hunyanks Ehemann
  Patrick Salvagna   als Zeitungsjunge
  Joseph Scoren   als Harry
  Mike Haddad   als Alvin Lipschitz
  Chita Rivera  
 
Regie:  Rob Marshall  
Buch:  Bill Condon  
Musik:  Danny Elfman  
  John Kander  
Kamera:  Dion Beebe  
Produzent:  Martin Richards  

"Cold Mountain" bringt Topstars zur Berlinale

Von 5. bis 15. Februar werden sich Stars, Sternchen und Filmfans wieder durch die kalten Straßen Berlins kämpfen - und sich von den Filmhighlights des Festivals das Herz wärmen lassen.

Nicole Kidman ist fast schon Dauergast in Berlin (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Nicole Kidman ist fast schon Dauergast in Berlin (Foto: Kurt Krieger)

Denn die 54. Berlinale wird heiß - und das liegt nicht nur am Thema "Lateinamerika", das Festivalleiter Dieter Kosslick als einen der diesjährigen inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt hat. Der Hauptgrund für steigende Temperaturen bei Filmfreunden ist die Auswahl der Beiträge.

So kämpfen mit dem Ehekammerspiel "Die Nacht singt ihre Lieder" und dem Einwandererdrama "Gegen die Wand" gleich zwei deutsche Filme im Wettbewerb um den Goldenen Bären für den besten Film. Da heißt es Daumen drücken, dass die Werke von Romuald Karmakar und Fatih Akin vor der Jury unter der Leitung von Präsidentin Frances McDormand bestehen können. In der Nebenreihe "Panorama" läuft dazu "Was nützt die Liebe in Gedanken" mit den heimischen Jungstars Daniel Brühl und August Diehl.

Internationale Spitzenklasse

Aber auch Hollywood ist dieses Jahr wieder stark in Berlin vertreten. Mit "Unterwegs nach Cold Mountain" eröffnet nach dem letztjährigen "Chicago" wieder ein heißer Oscar-Anwärter das Festival - wenn auch außer Konkurrenz. Hauptdarstellerin Nicole Kidman, die im letzten Jahr für "The Hours" zusammen mit Meryl Streep und Julianne Moore den Goldenen Bären als Darstellerin gewann, hat ihren Besuch fest zugesagt und ist damit schon Dauergast in der Hauptstadt.

Doch auch im offiziellen Wettbewerb gibt es US-Hochkaräter zu sehen, so zum Beispiel das Westernepos "The Missing" mit Tommy Lee Jones und "Herr der Ringe"-Star Cate Blanchett. Bemerkenswert auch der Beitrag "Monster" von Patty Jenkins: Für ihre Rolle der 2002 hingerichteten mehrfachen Mörderin Aileen Wuornos gilt Hauptdarstellerin Charlize Theron dieses Jahr als Oscar-Favoritin.

Außer Konkurrenz läuft die Jack Nicholson-Komödie "Was das Herz begehrt", in der auch Jury-Präsidentin McDormand zu sehen ist. Nicholson hat überdies ebenfalls sein Erscheinen in Berlin angekündigt.

Weitere Filmhighlights bieten die Nebenreihen "Panorama", "Forum", "Perspektive Deutsches Kino", "German Cinema", das Kinderfilmfest, die Retrospektive "New Hollywood", der Kurzfilmwettbewerb und die Hommage an Anouk Aimée.

Besonders freut sich das Berlinale-Publikum natürlich auf die prominenten Stargäste. Neben den erwähnten Jack Nicholson und Nicole Kidman haben dieses Jahr bereits ihren Besuch angekündigt: Robin Williams, Juliette Binoche, Nick Nolte, Woody Harrelson, Jennifer Jason Leigh, Sandrine Bonnaire, Bud Spencer, Chantal Akerman, Peter Greenaway, Ken Loach und Eric Rohmer.

Erstmals gibt es für Filmfans die Chance, Kino-Karten im Berlinale-Palast zu erwerben: Ist eine Vorstellung dreißig Minuten vor Beginn noch nicht ausverkauft, sind Last-Minute-Tickets erhältlich - zum halben Preis!

Alles zu den 54. Filmfestspielen Berlin finden Sie tagesaktuell in unserem großen Berlinale-Special.

 

Chicago in der Fotoshow

 

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Renée Zellweger

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