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Leihvideo
Erhältlich seit:
28.08.2003
USA/Kanada 2002
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12
Renée Zellweger
Catherine Zeta-Jones
Richard Gere
Regie: Rob Marshall
Walt Disney Studios Home Entertainment

Die Eröffnungsparty der Berlinale steigt mit einer Glanznummer: Rob Marshalls für acht Golden Globes nominierte Verfilmung des Broadwayklassikers "Chicago" zeigt Glitzer und Glamour, Sinnlichkeit, Temperament und eine genussvoll zynische Betrachtung der größten Show, die sich Leben nennt. Zur Aufführung kommen Mord, Korruption, Ehebruch, Ausbeutung, Selbstliebe und andere Highlights menschlicher Interaktion, die mit dem singenden und tanzenden Startrio Zellweger, Gere und Zeta-Jones so verführerisch präsentiert werden, dass die Lust am Entertainment deprimierende Einsichten über die menschliche Natur mühelos von der Bühne fegt.
Die Geschichte hinter diesem nach "Cabaret" erfolgreichstem Musical von John Kander & Fred Ebb geht auf die Roaring Twenties zurück. Aus zwei spektakulär vom Medieninteresse beeinflussten Mordprozessen entstand ein Bühnenstück, dessen Hauptfigur Roxie Hart im Kino von Ginger Rogers (1942), im Theater von Gwen Verdon (1975) gespielt wurde. Bob Fosses Broadway-Inszenierung war ein Triumph, das Revival von 1997 ebenso. Dieses Comeback machte die lang geplante Verfilmung endlich möglich.
Dabei spiegelte das Drama um die Besetzung Roxies die Persönlichkeitsdynamik der Vorlage. Goldie Hawn kämpfte um die Rolle, die unter Nicholas Hytner an Charlize Theron ging. Nach der Ablösung Hytners durch Starchoreograph und Broadwayprofi Marshall verfolgt nun Renée Zellweger als Showgirl rücksichtslos Karriereträume.
Als ihr Lover ihren erotischen Einsatz nicht mit den versprochenen Branchenkontakten honoriert, schickt sie ihn mit einer Kugel zum Teufel. In der Hölle residieren bereits Schwester und Mann von Velma Kelly, die der Nightclub-Star mörderisch für ihre Affäre bestrafte. Im Knast kommen das Idol von Chicago und ihr großer Fan zusammen, rivalisieren um die Gunst der Presse und von Staranwalt Flynn (Richard Gere), der sie schließlich beide vertritt. Die Gesetze sind dehnbar, die Medien manipulierbar und Gefühle undenkbar, wenn nur das eigene Ich liebevoll gepflegt wird. Bittere Wahrheiten, die mit agiler Choreographie, kitschfreien Songs und erfrischender Leichtigkeit in der Gesamtpräsentation als süßes Bonbon verkauft werden.
Marshalls Inszenierung zeigt in dynamischen Parallelmontagen, wie Bühne und Leben deckungsgleich sein können. Ein Verdienst auch der Cutter-Crew, von der auch Gere und Zellweger profitieren, die mit ihren Stimmen überzeugen, mit ihren Füßen aber Hilfe durch den Schnitt brauchen. Zeta-Jones dagegen, die bereits als Teenager in Musicals auftrat, benötigt keine vorteilhaften Bildausschnitte, sondern zeigt ihr Temperament stimmlich und tänzerisch. Mit "All That Jazz" hat sie eine starke Eröffnungsnummer, mit dem "Honey Rag" schließlich ein vitales Charleston-Finale. Dort glänzt auch Zellweger, die mit "Nowadays" einen der besten Songs des Musicals vorträgt. Am Ende steppt man in Gedanken, schwerelos wie Astaire oder Dan Dailey, aus dem Kino, bewundert Queen Latifah, die als Knast-"Mama" wie schon im Stück leider nur ein furioses Solo bekommt und hofft, dass "Chicago" auch vom deutschen Publikum umarmt wird.
Kommerziell liegt auch eine Chance darin, dass dieses Musical hierzulande nicht überspielt ist, dass Alternativen geboten werden zu melancholischen Opernphantomen, sensitiven Katzen und hyperaktiven Skatern, die die Szene fast monopolistisch ver-Webber-n. kob.
| Darsteller: | Renée Zellweger | als Roxie Hart | |
|---|---|---|---|
| Catherine Zeta-Jones | als Velma Kelley | ||
| Richard Gere | als Billy Flynn | ||
| Queen Latifah | als Mama Morton | ||
| John C. Reilly | als Amos Hart | ||
| Taye Diggs | als Bandleader | ||
| Lucy Liu | als Kitty Baxter | ||
| Colm Feore | als Harrison | ||
| Christine Baranski | als Mary Sunshine | ||
| Dominic West | als Fred Casely | ||
| Mya | als Mona | ||
| Deirdre Goodwin | als June | ||
| Denise Faye | als Annie | ||
| Susan Misner | als Liz | ||
| Sebastian Lacause | als Wilbur | ||
| Marc Calamia | als Hunyanks Ehemann | ||
| Patrick Salvagna | als Zeitungsjunge | ||
| Joseph Scoren | als Harry | ||
| Mike Haddad | als Alvin Lipschitz | ||
| Chita Rivera | |||
| Regie: | Rob Marshall | ||
| Buch: | Bill Condon | ||
| Musik: | Danny Elfman | ||
| John Kander | |||
| Kamera: | Dion Beebe | ||
| Produzent: | Marty Richards | ||
Chicago in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
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