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Chucky's Baby

Fünfter Teil der Horrorkomödien-Franchise um die bösartige Mörderpuppe, die diesmal ein Kind mit Jennifer Tilly zeugen will.


Chucky's Baby

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.09.2005

Originaltitel: Seed of Chucky

Horror

USA 2004
Laufzeit: 83 Min.
FSK: ab 16

Jennifer Tilly
Redman
Hannah Spearritt

Regie: Don Mancini
Highlight Communications (Deutschland)

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Jennifer Tilly hat mit der fiesen Mörderpuppe den furchterregendsten Verehrer ihres Lebens an der Backe.

Kuck mal, wer da mordet: Chucky ist noch immer in Top-Form (Foto: Constantin) Großansicht

Kuck mal, wer da mordet: Chucky ist noch immer in Top-Form (Foto: Constantin)

Zum fünften Mal zieht der Miniatur-Killer Chucky mordend durchs Land. Erstmals nach einem Drehbuch von Don Mancini in "Die Mörderpuppe" (1988) zugange, machte das kleine Monster über die Jahre zahlreiche technische und kosmetische Veränderungen durch, blieb seinem psychopatischen Selbst jedoch zum Vergnügen der Fans stets treu.

Und die werden sich freuen, dass der Psycho-Gnom in "Chucky's Baby" nicht alleine bleibt. Zusammen mit Ehefrau Tiffany begibt er sich - eben erst vom verschollenen geschlechtslosen Sprössling Glen/Glenda von den Toten erweckt - nach Hollywood. Dort will er Jennifer Tilly (Jennifer Tilly) schwängern, muss aber naturgemäß einstweilen noch einige Leute umbringen. Das wiederum missfällt Glen/Glenda und auch der friedliebenderen Tiffany, und so steckt Chucky bis über die Ohren in Familientrouble...

Wie man sich bettet, so liegt man, das weiß auch der fiese Meuchler (Foto: Constantin) Großansicht

Wie man sich bettet, so liegt man, das weiß auch der fiese Meuchler (Foto: Constantin)

Erfinder legt Hand an

Erstmals übernimmt Chucky-Erfinder Don Mancini bei dieser turbulenten Horror-Farce die Regie und versichert sich dabei sogleich der Unterstützung von Entertainment-Größen wie Rapper Redman und "Hairspray"-Regisseur John Waters.

Jennifer Tilly hingegen gehört zum zweiten Mal zu Chuckys Welt und persifliert sich mit Selbstironie, Riesen-Dekolleté und sichtlichem Vergnügen selbst. Im Zentrum steht jedoch Menschenhasser Chucky - und der beweist mit ungezähmter Mordlust, dass er noch immer zu den ganz Krassen zählt.

Chucky's Baby

Mörderpuppe Chucky killt wieder munter weiter im mittlerweile fünften Teil der traditionell drastischen Horrorkomödien-Reihe. Von Anfang an (1988) mit dabei war Schöpfer und Drehbuchautor Don Mancini, der nun erstmals Regie führt. Aus dem letzten Eintrag "Chuckys Braut" gibt es ein Wiedersehen mit Jennifer Tilly, die sich mit vielen selbstironischen Seitenhieben selbst spielt. Die etwas angestrengte Mischung aus Hollywood-Satire und Slasherfilm wird allerdings - allerdings als Ronny Yus gelungener Vorgänger - lediglich treue Franchise-Fans ausgiebig amüsieren.

Schon die Anfangssequenz, in der eine symbolisch unmissverständliche Körperflüssigkeit über die Credits trieft, verrät, dass der Originaltitel durchaus wörtlich zu verstehen ist. So will die rüde-rabiate Plastikpuppe im Latzhosen-Look, in der sich die Seele eines Serienkillers festgesetzt hat, diesmal ein menschliches Baby zeugen. Doch zuerst gilt es für ihn und seine Angetraute Tiffany, die beide zunächst als animatronische Puppen in dem Film-im-Film "Chucky Goes Psycho" agieren, zu neuem Leben erweckt zu werden. Dies wird von ihrem lange verschollenen Sprössling Glen/Glenda (da er ohne Genitalien geboren ist, ergeben sich an "Ed Wood" angelehnte Probleme mit seiner Geschlechtsidentität) erreicht. Zur Enttäuschung seines Vaters zeigt der sensible Sohnemann zunächst kein Interesse am blutigen Familienhandwerk. Alle gemeinsam nisten sich schließlich in der Villa von ihrem "Chucky Goes Psycho"-Ko-Star Jennifer Tilly ein, die sich Chucky als Mutter seines nächsten Kindes auserkoren hat. Tilly ist derweil von ihren Karriereproblemen abgelenkt und macht sich mit Mut zur Selbstparodie über ihren gesunkenen Hollywood-Status, ihre wohlgerundete Figur und ihre lesbischen Eskapaden mit Gina Gershon in "Bound" lustig. Sie hofft, den Rapper Redman (ebenfalls als er selbst) überzeugen zu können, sie als heilige Jungfrau Maria in seinem geplanten Jesus-Film zu besetzen. Leider verliert er bei ihrem gemeinsamen Dinner dank Chucky regelrecht seine Eingeweide unter dem gläsernen Esstisch. Dies ist einer von mehreren bluttriefenden Gore-Momenten, die unter anderem das Verätzen vom Gesicht eines Reporters (Bad-Taste-Mogul John Waters höchstpersönlich), die Enthauptung eines Spezialeffekte-Künstlers und den Mord an einem Chauffeur umfassen. Allzu inspiriert sind diese Slashereffekte nicht geraten. Es ist nicht zu vermuten, dass sie den Besuchern heutzutage noch eine Gänsehaut einjagen. Die aufgefahrenen Gags hingegen gehören hingegen alle zur Sorte Einzeiler und sind mit ihrem Gewicht auf Sexpointen vor allem auf pubertierende Teenager zugeschnitten. ara.

Darsteller:  Jennifer Tilly   als Jennifer Tilly
  Redman   als Redman
  Hannah Spearritt   als Joan
  John Waters   als Pete Peters
  Keith-Lee Castle   als Psychs
  Steve Lawton   als Stan
  Tony Gardner   als Tony Gardner
  Jason Flemyng   als Santa
  Debbie Lee Carrington  
 
Regie:  Don Mancini  
Buch:  Don Mancini  
Musik:  Pino Donaggio  
Kamera:  Vernon Layton  
Produzent:  David Kirschner  
  Corey Sienega  
 

Chucky's Baby in der Fotoshow

 

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