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Kaufvideo
Erhältlich seit:
11.02.2005
Originaltitel: City of Industry
USA 1997
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 16
Harvey Keitel
Stephen Dorff
Famke Janssen
Regie: John Irvin
Warner Home Video Germany

Ein verpatzter Juwelendiebstahl, Harvey Keitel als Überlebender des Desasters auf der Suche nach dem Verräter. Wer an "Reservoir Dogs" denkt, liegt schon falsch. Wo Tarantino mit augenzwinkernder Distanz, ironischen Brechungen und verspielten Zitaten arbeitet, da wartet John Irvins Verbrecherballade aus den verrotteten Vierteln von L.A. mit einem Höchstmaß an beharrlicher Geradlinigkeit auf, wie man sie eher als Grundelement klassischer Western kennt.
So zielstrebig und ohne den Hauch eines Schnörkels erzählt der Regisseur, der zuletzt am anderen Ende des Genrespektrums mit "Ein Sommer am See" das weibliche Publikum bediente, seine Variation vom Leben und Sterben im Großstadtmoloch Los Angeles, der in den harschen Bildern von Kameramann Thomas Burstyn häufig wirkt wie eine Großstadt nach einem Bombenangriff, daß nicht die Andeutung einer Nebenhandlung und nur die nötigste Grundinformation der letztlich eindimensional bleibenden Figuren Platz haben. Mit der gleichen stoischen Sturheit marschiert Irvin durch seine Geschichte, die auch Harvey Keitel als moderne Version eines wortkargen Gunslingers bei der Jagd nach dem Mörder seines Bruders an den Tag legt. Vor allem visuell zahlt sich dieser Ansatz immer wieder aus. Besonders gelungen ist die in grobkörnigem Schwarzweiß gehaltene Titelsequenz, in der die Kamera über die Freeways von Los Angeles prescht. Ein wahrhaft beeindruckendes Szenario - fast sämtliche Locations zeigen die Kehrseite der Millionenmetropole, die verkommenen Viertel, die sich bereits "Heat" gewinnbringend zu Eigen machte. Leider bleiben sie ausschließlich Kulisse, unzugänglich wie die Figuren, die sich verzweifelt darin bewegen.Letztlich leidet auch Keitels Jagd auf den durchgeknallten Youngster Stephen Dorff, dem man die Rolle des gewaltverliebten Speedfreaks Skip nicht so recht abnehmen will, unter der Eindimensionalität des Stoffes und der schlampigen Inszenierung, die viel verschenkt (so auch gute Leute wie Timothy Hutton oder die bemerkenswerte Famke Janssen) und den Stil immer wichtiger nimmt als den Inhalt. Ein unverzeihbarer Fehler, der den vielen interessanten Aspekten der Geschichte jegliche Effektivität raubt. Da hilft es auch nicht, daß jeder mögliche Moment mit einem hippen, aber völlig unpassenden Triphop-Soundtrack zugekleistert wird, als hätte hier die Marketingabteilung von Largo das letzte Sagen gehabt. Letztlich bleibt Harvey Keitel in Erinnerung, der wieder einmal aus einem Minimum an Möglichkeiten das beste macht: Dem Film selbst gelingt dieses Kunststück nicht. ts.
| Darsteller: | Harvey Keitel | als Roy Egan | |
|---|---|---|---|
| Stephen Dorff | als Skip Kovic | ||
| Famke Janssen | als Rachel | ||
| Timothy Hutton | als Lee Egan | ||
| Wade Dominguez | als Jorge Montana | ||
| Michael Jai White | als Odell | ||
| Reno Wilson | |||
| Regie: | John Irvin | ||
| Buch: | Ken Solarz | ||
| Musik: | Stephen Endelman | ||
| Kamera: | Thomas Burstyn | ||
| Produzent: | Evzen Kolar | ||
| Ken Solarz | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 1.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,33/4:3
Star
Harvey Keitel
Sein Zuhause sind die "Mean Streets", er schleppt sich als König von "Cop Land" durch die Unterwelt, und er trägt fast stets einen grimmigen...
Star
Stephen Dorff
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