DVD Leihvideo

Cloverfield

Spektakulärer Katastrophenfilm aus der Schmiede von J.J. Abrams.


Cloverfield

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.08.2008

Action/ Science Fiction

USA 2007
Laufzeit: 82 Min.
FSK: ab 12

Lizzy Caplan
Jessica Lucas
T.J. Miller

Regie: Matt Reeves
Paramount Home Entertainment

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Spektakulärer Katastrophenfilm aus der Schmiede von J.J. Abrams.

Jeder muss um sein Leben fürchten (Foto: Universal) Großansicht

Jeder muss um sein Leben fürchten (Foto: Universal)

Eine Gruppe von New Yorkern feiert eine ausgelassene Abschieds-Party mit viel Spaß und genügend Drinks. Kurz nach Mitternacht werden die jungen Leute jedoch von ohrenbetäubendem Lärm aufgeschreckt. Plötzlich fliegt der Kopf der Freiheitsstatue durch die Straßen. Ein riesiges Monster ist dem Meer entstiegen und greift nun gnadenlos die Stadt an. Die jungen Partygäste zeichnen den gesamten Angriff und das zunehmend verzweifeltere Militär auf Video auf.

Schon Monate vor dem Kinostart machte das von "Lost"-Macher J.J. Abrams konzipierte Monster-Movie dank clever platzierter Trailer von sich reden. Zudem wurden nur wenige Details vorab verraten, was die Spekulationen unter den Genre-Fans umso mehr schürte.

Die Videokamera ist Zeuge der schrecklichen Geschehnisse (Foto: Universal) Großansicht

Die Videokamera ist Zeuge der schrecklichen Geschehnisse (Foto: Universal)

Kompromisslos und lupenrein

Konsequent mit subjektiver (Video-)Kamera erzählt, erweist sich das kompromisslose Spektakel als lupenreiner Horrorfilm, der allemal über genügend Effekte und Action verfügt.

Cloverfield

Von "Lost"-Macher J.J. Abrams produzierter, auf dokumentarisch getrimmter Katastrophenthriller, für den das Publikumsinteresse mit einer genial ominösen Marketingkampagne angekurbelt wurde.

Mit dem bislang besten Januar-Start in den US-Kinos aller Zeiten ging die Hype-Rechnung für die 25- Mio.-Dollar-Produktion auch bestens auf. Seit dem ersten, vor "Transformers" gezeigten und damals noch unbetitelten Teaser brodelte die Gerüchteküche, ob es sich nun um einen Film über eine Kriegs- oder Terroristenattacke, eine Alien-Invasion oder einen Monster-Amoklauf handele. Keinerlei Aufschluss bieten die ca. ersten 15 Minuten im Drehbuch von Drew Goddard (seine Kredits umfassen Lost, Alias und Buffy). Stattdessen führt eine Partyszene in New York die allesamt von weitgehend unbekannten Gesichtern dargestellten Protagonisten ein. Rob (Michael Stahl-David) feiert seine Versetzung nach Japan (Geburtswiege von Godzilla und Co.!), sein nerviger Bekannter Hud (T.J.Miller) dokumentiert das eher langweilige Geschehen mit Robs Digitalrekorder. Darauf finden sich auch Aufnahmen von Rob und seiner hübschen Flamme Beth (Odette Yustman), die einen Monat zuvor entstanden, was es eingangs und später als Kontrastflicker einer unschuldig heilen Zeit zu sehen gibt. Plötzlich bricht mit dröhnenden Explosionen die Hölle los.

Einstürzende Wolkenkratzer und die Köpfung der Freiheitsstatue (symbolträchtiger gehts nicht) evozieren das Chaos und die Panik des 11. September. Alldieweil filmt Hud mit dilletantisch verwackelten Bildern das desorientierende Pandämonium und den folgenden Überlebenskampf seiner Gruppe, zu der sich neben Rob, seinem Bruder Jason und dessen Freundin Lily auch die coole Marlena (Lizzy Caplan hat die einzigen Oneliner) anschließt. Manhattan verwandelt sich vor ihren Augen in eine regelrechte Kriegszone, bei der das schnell präsente Militär einen noch nicht genau auszumachenden Feind bekämpft. Fernseheinblendungen offenbaren später die Umrisse einer riesigen Monsterkreatur sowie unzählige kleinerer gefräßiger Spinnenwesen, mit denen die Freunde eine verstörende Konfrontation im U-Bahntunnel haben. Hiermit wird die zu erwartende Viren-Allegorie abgedeckt und der blutige Bodycount noch zusätzlich erhöht. Derweil wütet das nicht tot zu kriegende Monster weiter durch die Straßenzüge, während man Beth in einer wackeligen Zitterpartie aus ihrer demolierten Hochhauswohnung zu retten will. Darüber hinaus bahnt sich ein Wettlauf mit der Zeit an, als das Militär seine Irak-Strategie ankündet, Manhattan zu bombardieren, um die auswegslose Situation somit unter Kontrolle zu bringen.

Regisseur Matt Reeves ("Felicity" und die schwarze Komödie "Der Zufallslover") hält sich bei seinem "Blair Witch Project" meets "Godzilla" zum "Krieg der Welten" am 11. September geschickt an die bewährte Horrorsuspense-Maxime, so wenig als möglich von der Monsterkreatur zu zeigen. Somit bleibt es lange Strecken dem Zuschauer überlassen, die Bedrohung und Beklemmung in seiner eigenen Fantasie auszumalen und zu übersteigern. Doch auch als der Unhold schließlich in seiner ganzen CGI-generierten Glanz und Gloria zu sehen ist, bleibt der Horrorfaktor hoch. Manche Szenen erinnern an "I Am Legend", das sich ebenfalls im apokalyptischen Big Apple zuträgt, dem unbestritten beliebtesten Austragungsort von Endzeitszenarien. Allerdings sind die Produktionswerte hier natürlich ungleich bescheidener und die subjektive Kameraarbeit selbst für "Bourne"-gestählte Realismus-Enthusiasten gewöhnungsbedürftig. Die You-Tube-Generation hingegen dürfte hiermit ihren neuesten Grusel-Gral entdeckt haben. ara.

Darsteller:  Lizzy Caplan   als Marlena
  Jessica Lucas   als Lily
  T.J. Miller   als Hud
  Michael Stahl-David   als Rob
  Mike Vogel   als Jason
  Odette Annable   als Beth
 
Regie:  Matt Reeves  
Buch:  Drew Goddard  
Kamera:  Michael Bonvillain  
Produzent:  Bryan Burk  
  J.J. Abrams  

"Cloverfield" geht in die zweite Runde

"Lost"-Produzent J. J. Abrams hat "Cloverfield" gerade erst auf Deutschland losgelassen, da ist die Fortsetzung in den USA schon beschlossene Sache.

Einen Kopf kürzer: Die Freiheitsstatue, nachdem das "Cloverfield"-Monster vorbeigekommen ist (Foto: Universal) Großansicht

Einen Kopf kürzer: Die Freiheitsstatue, nachdem das "Cloverfield"-Monster vorbeigekommen ist (Foto: Universal)

Mit einer geschickten Werbekampagne ist es den Machern von "Cloverfield" gelungen, in den Vereinigten Staaten große Neugier zu wecken. Monatelang wurden Kinofans über Details der Handlung im Unklaren gelassen, es war wenig über die Geschichte bekannt. New York wird zerstört, doch wovon? Erst kurz vor Kinostart wurde klar, dass es sich um ein Monster handelt.

Gerade mit der geheimnisvollen Kampagne wurde um "Cloverfield" viel Spannung aufgebaut, die sich in hohen Besucherzahlen niederschlägt. Kein Wunder also, dass eine Fortsetzung gedreht werden soll. Die Planung für Teil zwei läuft bereits auf Hochtouren, Matt Reeves soll wieder die Regie übernehmen.

Es lebt, es lebt!

Bereits kurz nach Kinostart gab es in den USA Spekulationen über eine mögliche Fortsetzung. Da am Ende des Filmes angeblich ein geflüstertes "Es lebt immer noch" zu hören ist, häuften sich die Vermutungen, dass ein zweiter Teil schon in Planung sei. Regisseur Reeves sollte eigentlich zuerst "The Invisible Woman" drehen, doch der phänomenale Erfolg von "Cloverfield" wird nun wohl dieses Projekt in die Warteschlange verbannen. Das Monster aus "Cloverfield 2" bahnt sich scheinbar schon erneut unaufhaltsam seinen Weg nach New York, um die Stadt und seine Bewohner wieder anzugreifen.

 

Cloverfield in der Fotoshow

 

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