- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
08.02.2008
Originaltitel: Clubbed to Death
Frankreich 1996
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 16
Élodie Bouchez
Roschdy Zem
Béatrice Dalle
Regie: Yolande Zauberman
Kinowelt Home Entertainment

Erst kürzlich startete Yolande Zaubermans poesievoller Erstling "Ivan und Abraham" in beeindruckender Schwarzweiß-Fotografie über zwei jugendliche Ausreißer im Polen der dreißiger Jahre. Ihr zweiter Spielfilm, auf der Berlinale als Geheimtip gehandelt, hat mit einer ganz anderen Jugend und einem ganz anderen poetischen Realismus zu tun. Er entführt in die Kathedrale der neunziger Jahre, der Techno-Tempel als Wallfahrtsort junger Leute für die nur das Hier und Heute zählt.
In einer öden Vorstadt, in der man nicht begraben sein möchte, geht jede Nacht die Post ab, mal mit, mal ohne Ecstasy. Die Helden der Finsternis tanzen sich die Seele aus dem Leib und scheuen das Tageslicht wie der Teufel das Weihwasser. Hier landet die 20jährige Lola (Elodie Bouchez), als sie eines Nachts ihre Haltestelle verpaßt hat und ein Typ sie von der Endstation mit in die ultimative Disco nimmt. Im zuckenden Licht trifft sie den Nordafrikaner Emir, der mit Freundin Saida (Béatrice Dalle) und Bruder zusammenlebt, den nichts mehr erschüttern oder berühren kann. Doch Lola bringt Unruhe in die festgefahrenen Kreise, weckt mit ihrer Unschuld verschüttete Gefühle in dem abgebrühten Ex-Boxer, Kokser und Dealer. Ihre unvoreingenommene Liebe gibt ihm die Chance zum Neuanfang. "Clubbed to Death", Titel und Titelsong des Films von Rob D., heißt so viel wie Clubbing oder Tanzen bis zum Umfallen, aber auch eins auf die Schnauze kriegen. Zwischen diesen Polen bewegen sich die Protagonisten, sie sind fatalistische Außenseiter, die nichts zu verlieren haben, weil sie schon im Nirgendwo der Betonwüste verloren sind, die im Rhythmus und Rausch der Musik eine eigene Welt aufbauen, die sich in der Stille als Fata Morgana entlarvt. Es geht weniger um eine Geschichte als um ein Lebensgefühl. Mit der Handkamera spürt Denis Lenoir die Emotionen in den Gesichtern auf, verläßt jegliche Distanz, zeigt die psychischen Wunden und die Wortlosigkeit, die verzweifelten Versuche, der Wirklichkeit und dem Wahnwitz des Alltags zu entfliehen. In einer Symbiose von Sinnlichkeit und Sinnlosigkeit gelingen ihm betörende Bilder. Die Musik ist für Yolande Zauberman "der Bauch, die Droge des Films", ein Ventil, verborgene Sehnsüchte herauszulassen. Das apokalyptische Szenario von "Clubbed to Death" lebt nicht zuletzt von der Leinwandpräsenz der jungen Elodie Bouchez, die u. a. schon in André Techinés "Wilde Herzen" ihr Talent bewies. Für über 25jährige mag dieser exzessive Ausflug in die Techno-Szene exotisch und befremdlich wirken, ein sehr junges Publikum mit Videoclip-Präferenzen sollte jedoch Gefallen daran finden. Bester Aufführungsort für dieses etwas andere "Saturday Night Fever" wäre allerdings eine Disco. mk.
Als die junge Lola im Nachtbus einschläft und versehentlich an der Endstation landet, entdeckt sie in dem heruntergekommenen Pariser Vorstadtviertel einen aufregenden Nachtclub. Neugierig taucht sie ein in die verheißungsvolle Unterwelt voller pulsierender Techno-Raves, Sex und Drogen. Sie verliebt sich in den scheinbar abgebrühten Ex-Boxer Emir, der mit der attraktiven Tänzerin Saida liiert ist. Erst am Morgen kehrt sie in ihre wohlbehütete Welt zurück, doch die Faszination für die Musik, für Emir und seine dunkle Liebesgöttin Saida lässt sie nicht mehr los ...
"Clubbed to Death" stieg zum Kultfilm der Techno-Szene auf und begeistert vor allem durch seine treibende Musik, unter anderem von Daft Punk, The Chemical Brothers und Rob Dougan, die das Lebensgefühl einer ganzen Generation widerspiegelt.
Quelle: Kinowelt
Original Radio Press Kit, Fotogalerie mit Kinoaushangbildern, Presseheft als PDF, Interview mit der Regisseurin (Texttafeln), Trailer
Quelle: Kinowelt
| Darsteller: | Élodie Bouchez | als Lola Monnet | |
|---|---|---|---|
| Roschdy Zem | als Emir | ||
| Béatrice Dalle | als Saida | ||
| Richard Courcet | als Ismael | ||
| Gérald Thomassin | als Paul | ||
| Luc Lavandier | als Pierre | ||
| Alex Descas | als Mambo | ||
| Julie Bataille | als Johanna | ||
| Emmanuel Salinger | |||
| Regie: | Yolande Zauberman | ||
| Buch: | Yolande Zauberman | ||
| Noémie Lvovsky | |||
| Musik: | Philippe Cohen-Solal | ||
| Kamera: | Denis Lenoir | ||
| Produzent: | Alain Massiot | ||
Clubbed to Death - Lola im Technoland in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Französisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,33
Extras: RPK, Bildergalerie, Presseheft, Interview, Trailer
Original Radio Press Kit, Fotogalerie mit Kinoaushangbildern, Presseheft als PDF, Interview mit der Regisseurin (Texttafeln), Trailer
Star
Élodie Bouchez
Die schwarzhaarige Schauspielerin, aus großen Augen in einem rundlichen Gesicht so herausfordernd wie neugierig blickend, und ihre...
Star
Roschdy Zem
Französischer Schauspieler. Er gehört zu den Schauspielern, die als Söhne von Einwanderern den Weg für Schauspieler arabischer Herkunft in...
Registrieren




