DVD Kaufvideo

Code 46

Sci-Fi-Liebesdrama von Michael Winterbottom, in dem sich ein Detektiv in naher Zukunft in eine Kriminelle verliebt.


Code 46

Kaufvideo

Erhältlich seit:
09.11.2005

Science Fiction/ Drama

Großbritannien 2003
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Tim Robbins
Samantha Morton
Om Puri

Regie: Michael Winterbottom
Sunfilm Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Sci-Fi-Liebesdrama von Michael Winterbottom, in dem sich ein Detektiv in eine Kriminelle verliebt.

William verhört die Verdächtigen (Foto: Tiberius) Großansicht

William verhört die Verdächtigen (Foto: Tiberius)

In naher Zukunft tauchen in Shanghai zunehmend gefälschte Pässe auf, sogenannte Papelles. Diese gewähren den Menschen Zugang zu den wenigen bewohnbaren und völlig überfüllten Megacitys auf einer sonst überhitzten Erde.

Der verheiratete Ermittler William Geld (Tim Robbins) aus Seattle kommt dank eines "Empathie Virus", mit dem er die Gedanken anderer liest, der Fälscherin Maria (Samantha Morton) auf die Spur. Statt sie zu verraten, nennt er seinen Vorgesetzten einen falschen Täter und verbringt mit ihr eine Nacht.

Maria weiß, wie man die Papelles fälscht (Foto: Tiberius) Großansicht

Maria weiß, wie man die Papelles fälscht (Foto: Tiberius)

Vom Krimi zum Drama

Mit seinem bislang vielleicht kommerziellsten Film inszenierte der britische Kritikerliebling und Ausnahmeregisseur Michael Winterbottom eine virtuose und spektakulär bebilderte Genre-Mischung.

Nach dem Drehbuch von Winterbottoms "Hausautor" Frank Cottrell Boyce ("Welcome to Sarajevo", "Das Reich und die Herrlichkeit") beginnt "Code 46" als klassischer Krimi der Schwarzen Serie und verwandelt sich immer mehr in ein kluges Science-Fiction-Drama.

Code 46

Auf der Berlinale 2003 gewann er für sein Flüchtlingsdrama "In This World" den "Goldenen Bären" und noch im Herbst des selben Jahres lief sein nächstes Werk, "Code 46", im Wettbewerb von Venedig. Die Rede ist vom britischen Workaholic Michael Winterbottom, der seit seinem Kinodebüt "Butterfly Kiss" (1995) bereits neun weitere Leinwandarbeiten vorgelegt hat. Mit Preisen überhäuft, Liebling von Kritikern wie Cineasten, fehlt dem Filmemacher nur noch eins: ein richtiger Publikumshit. Dieser wird ihm wohl aber auch diesmal nicht vergönnt sein, verweigert sich der Brite doch standhaft dem Mainstream, sei es nun in Form, Inhalt oder Besetzung.



Dabei besitzt seine virtuose, wenn auch offensichtlich niedrig budgetierte Genre-Mischung durchaus Potenzial, setzt sie sich doch mit so aktuellen Themen wie Klonen und DNA-Tests auseinander. Verfasst von Winterbottoms "Hausautor" Frank Cottrell Boyce ("Welcome to Sarajevo", "Das Reich und die Herrlichkeit") spielt "Code 46" in der nicht allzu fernen Zukunft. Die Erde ist - wohl ob der globalen Erwärmung - weitgehend unbewohnbar geworden, die Menschen leben in Mega-Siedlungen. Da hier nicht alle Zuflucht finden, braucht man, um eine dieser Städte betreten bzw. in ihr leben zu dürfen, ein so genanntes Papelle, eine Mischung aus Pass, Versicherungsbestätigung und Visa. Als in Schanghai gefälschte Papelles auftauchen, reist William Geld, Spitzenermittler einer nicht näher genannten Organisation, von Seattle in die chinesische Metropole und nimmt bei der Sphinx Versicherungsgesellschaft seine Untersuchungen auf. Dank seines "Empathie Virus", der es ihm ermöglicht, anderer Leute Gedanken zu lesen, kommt er der Fälscherin, einer Angestellten namens Maria Gonzalez, schnell auf die Spur. Doch anstatt sie den Behörden zu übergeben, nennt er einen falschen Täter, verbringt mit der jungen Frau eine Nacht und setzt damit Karriere und Ehe aufs Spiel.

Was als geradezu klassischer Krimi der "Schwarzen Serie" beginnt - der coole Detective erliegt den Reizen einer undurchsichtigen Blondine -, verwandelt sich zusehends in ein kluges Science-Fiction-Drama, das der Frage nachgeht, wie ein künstlich reproduzierter Mensch sicher sein kann, dass er nicht mit jemanden Inzest begeht, der derselben Klonfamilie entstammt. Was wiederum sofort zur griechischen Mythologie nebst dem ewigen Oedipus-Thema führt - nämlich die Unkontrollierbarkeit der Liebe. Winterbottom wie man ihn kennt - und mag. Nichts interessiert ihn weniger als eine gradlinige Genrearbeit, eine schnörkellos heruntergespulte Geschichte. Auf die Reibungsflächen zwischen den Gattungen richtet er sein Augenmerk, den Abgründen des menschlichen Wesens schenkt er seine Aufmerksamkeit. Und dabei - und das wird er nicht müde zu betonen - sieht er vor allem das Positive im Menschen, in seinen Figuren, die stets Opfer widriger Umstände sind.

Eine Klasse für sich - aber auch das ist man von diesem Filmemacher gewohnt - der Look des Films. Und das ist keine Frage des Produktionskapitals, sondern des richtigen Blicks und der sorgfältigen Setwahl. Das moderne Schanghai mit seinen Glasfassaden und gewagten Stahlkonstruktionen steht für die kühle, vermeintlich transparente Zukunft, die Wüste ums Emirat Dubai für Öde und Wildnis. Brillant eingefangen werden diese gegensätzlichen Spielstätten von den Kameramännern Alwin Kuchler und Marcel Zyskind, die es stets schaffen, das richtige Licht zu setzen. Mal bedrohlich, wenn es um Technik geht, mal warm, wenn die Menschen im Mittelpunkt stehen. Nur bei der Besetzung hat sich Michael Winterbottom offensichtlich vergriffen. Nicht, was das Können, die Präsenz von Tim Robbins als Geld bzw. dessen femme fatale Samantha Morton, die ihren Part aus "Minority Report" variiert, betrifft, sondern ihre Wechselwirkung. Man glaubt ihnen ihre Affäre einfach nicht, die Chemie stimmt nicht. Aber vielleicht lag auch das ganz in der Absicht des Regisseurs. Denn, wie gesagt, er mag keine einfachen, glatten Lösungen - auch wenn das dem Publikum nicht unbedingt gefällt. geh.

Darsteller:  Tim Robbins   als William
  Samantha Morton   als Maria
  Om Puri   als Backland
  Jeanne Balibar   als Sylvie
  Togo Igawa   als Fahrer
  Essie Davis   als Ärztin
  Nina Fog   als Wole
  Bruno Lastra   als Bikku
  Emil Marwa   als Mohan
  Taro Sherabayani   als Jack
  Christopher Simpson   als Paul
  Benedict Wong   als Mediziner
  Nina Sosanya   als Anya
  David Fahm   als Damian Alekan
  Shelley King   als Williams Boss
  Nabil Massad   als Sunglasses
 
Regie:  Michael Winterbottom  
Buch:  Frank Cottrell Boyce  
Musik:  Joshua Hyams  
  Mark Revel  
Kamera:  Alwin H. Kuchler  
  Marcel Zyskind  
Produzent:  Andrew Eaton  
 

Code 46 in der Fotoshow

Werbung

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch
Code 46
Code 46

Trailer

Runter
 

Star

Tim Robbins

Mit seinem stets freundlich lächelnden, beinahe fetten Kindergesicht mit dem schmalen Kinn unter wulstigen Lippen wird er von seinen Partnern im...

 

Star

Samantha Morton

Verborgene Phantasien und emotionale Leere stehen im Zentrum der Rollen von Samantha Morton, deren kleine Statur und kindliches Gesicht...