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Collateral Damage - Zeit der Vergeltung

Kompetenter Terrorismusthriller, in dem es Arnold Schwarzenegger als Feuerwehrmann mit einem kolumbianischen Terroristenchef aufnimmt.


Collateral Damage - Zeit der Vergeltung

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Erhältlich seit:
13.01.2003

Originaltitel: Collateral Damage

Action/ Drama

USA 2001
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 16

Arnold Schwarzenegger
Elias Koteas
Francesca Neri

Regie: Andrew Davis
Universum Film

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Kompetenter Terrorismusthriller, in dem es Arnold Schwarzenegger als Feuerwehrmann mit einem kolumbianischen Terroristenchef aufnimmt.

Arnie versteckt sich vor dem Feind (Foto: Tobis) Großansicht

Arnie versteckt sich vor dem Feind (Foto: Tobis)

Bei einem Attentat des kolumbianischen Terroristen Claudio Perrini verliert der unbescholtene Feuerwehrmann Gordon Brewer Frau und Kind. Weil die offiziellen Ermittlungen der Behörden ins Nichts verlaufen, wird Brewer von der Angst verfolgt, der Drahtzieher des Verbrechens könne nie zur Rechenschaft gezogen werden.

So bleibt dem verzweifelten Mann nichts anderes übrig, als das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen. Er reist nach Kolumbien und begibt sich auf eine spannende Jagd nach Vergeltung.

Einsam, zielstrebig, tödlich (Foto: Tobis) Großansicht

Einsam, zielstrebig, tödlich (Foto: Tobis)

Milder Action-Held

Einen milderen, aber trotzdem zu allem entschlossenen Arnold Schwarzenegger präsentiert Spannungsspezialist Andrew Davis in seinem nach den Anschlägen vom 11. September verschobenen Terrorismusthriller, in dem Genrefans auf ihre Kosten kommen.

Davis ist eine stringent erzählte Handlung ebenso wichtig wie kompetente Action und bietet Ah-nuld damit eine Spielwiese, auf der er sich wohlfühlt wie seit "True Lies"-Tagen nicht mehr.

Collateral Damage - Zeit der Vergeltung

Nach der Tragödie vom 11. September in den Vorfrühling verlegt, soll das neue Actiondrama von Genrespezialist Andrew Davis ("Auf der Flucht") nun den Beweis antreten, dass es brisanten thematischen Sprengstoff mit einem unverändert potenten Entschärfer in die Kinos bringen kann. Ohne die gewohnten Einzeiler von Einzelkämpfer Schwarzenegger in der Absicht seriös, verfolgt "Collateral Damage" den privaten Rachefeldzug eines Mannes, der durch kolumbianische Terroristen seine Familie verlor. Klassisches Arnold-Territorium, auf dem trotz Schusswaffenverzicht des Actionveteranen traditionsgemäß am Ende kein Gras mehr wächst.

Nach "Das Kartell" und "Lebenszeichen" ist dies das dritte große Hollywoodprojekt, das die amerikanischen Aktivitäten in Kolumbien und ihre fatalen Konsequenzen thematisiert. An den Zusammenhängen ist auch dieses Skript nicht wirklich interessiert, personalisiert die Konflikte, um die Emotionen des Zuschauers besser kanalisieren zu können. So gibt es den heroischen, aber eigentlich ganz durchschnittlichen Amerikaner, den intrigierenden, natürlich für den CIA arbeitenden Landsmann und den gemeinsamen Kontrahenten, einen tollwütigen Guerillero, der wie die moslemischen Fundamentalisten des 11. September den Krieg auf amerikanisches Gebiet zerren will. "Collateral Damage" beginnt mit kurzen Momenten familiären Glücks, bis Feuerwehrmann Brewer (Schwarzenegger) Zeuge wird, wie ein Bombenattentat auf das kolumbianische Konsulat in L.A. seiner Frau und seinem Sohn den Tod bringt. "Kollateralschaden" wird man die zivilen Verluste später zynisch nennen und Brewer damit provozieren, selbigen selbst im Büro der Sympathisanten anzurichten. Weil die US-Behörden die Verfolgung des Täters, der auf den stolzen Namen "El Lobo" hört, aus politischen Gründen schnell einstellen, bricht Brewer auf eigene Faust nach Kolumbien auf, um dem Wolf das Fell abzuziehen. Gekürzt wirkt der Film nicht nur hier, wirft Arnold nach kurzen Bilderfolgen überhastet ins kalte Wasser Kolumbiens, bis - wie in "Auf der Flucht" - ein Wasserfall olympiareif gemeistert wird. Kurze Zeit später rettet Brewer einem Jungen das Leben, dessen Mutter (Italiens Star Francesca Neri) im letzten Drittel des Films noch große Bedeutung mit einer überraschenden Wendung zukommen wird. Der Plot entwickelt sich aus der Zielvorgabe Brewers, der El Lobo aufspüren will, und den Plänen des CIA-Mannes, der dies für seine Zwecke zu nutzen versucht. Solide Action ist dabei in regelmäßiger Dosis platziert und weist Arnold eine eher ungewohnte Rolle als McGyver-Schüler zu, der ohne Schusswaffe, Bomben bastelnd, prügelnd oder Axt werfend, aufräumt. In der Zeichnung der Guerilleros dominieren Vergröberungen und Klischees. Das Lenin-Bild in El Lobos Quartier fehlt damit ebenso wenig wie eine innovative sadistische Disziplinierungsmethode für Freiheitskämpfer, die Chef-Befehle nicht befolgen. Glaubwürdigkeit ist kein Primärinteresse dieses Films, aber das war noch selten ein Kriterium für Erfolg, wenn man mit Schwarzenegger als Frontfigur sein Publikum schon im Schlepptau hat. kob.

Darsteller:  Arnold Schwarzenegger   als Gordon Brewer
  Elias Koteas   als CIA-Agent Peter Brandt
  Francesca Neri   als Selena Perrini
  Cliff Curtis   als Claudio Perrini, "der Wolf"
  Miguel Sandoval   als Phipps
  Harry Lennix   als Dray
  John Leguizamo   als Felix Ramirez
  John Turturro   als Sean Armstrong
  Michael Milhoan   als Jack
  Lindsay Frost   als Anne Brewer
  Raymond Cruz   als Junior
  Tyler Posey   als Mauro
  Jsu Garcia   als Roman
  Rick Worthy   als Ronnie
  Ethan Dampf   als Matt Brewer
  Jorge Zepeda   als Rocha
 
Regie:  Andrew Davis  
Buch:  David Griffiths  
  Peter Griffiths  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Adam Greenberg  
Produzent:  Steven Reuther  
  David Foster  

"Terminator 3" ein übles Gemetzel ?

Sie war die taffe Mutter des kleinen John Connor, dem die Terminatoren nach dem jungen Leben trachteten. Doch in "T3" wird Linda Hamilton nicht wieder als Sarah Connor zu sehen sein - ein guter Grund, so richtig über das Projekt herzuziehen.

Böse nachgetreten: Auslaufmodell <br />Linda Hamilton

Böse nachgetreten: Auslaufmodell <br />Linda Hamilton

Dabei setzt die Aktrice den Hebel nicht etwa bei Arnies Greisentum an: Der österreichische Muskelberg versucht nach Flops wie "Collateral Damage" und "The 6th Day" verzweifelt sein angekratztes Image als Äkschn-Held zu retten - scharfzüngige Kritiker nennen ihn schon "Äkschn-Opa".

Nein, in dem Fall ist das Drehbuch Stein des Anstoßes: "Das Skript, das ich gelesen habe, ist völlig seelenlos. Obwohl die früheren Terminator-Filme schon actionlastig waren, hatten sie aber gleichzeitig eine recht hochherzige Message: Es ging um den Zustand der Menschheit. Aber "Terminator 3" zeigt nicht den geringsten Respekt vor dem menschlichen Leben."

Da kann man eigentlich nur zustimmen: Auch wenn Arnie die Gegner reihenweise ummähte, in Wirklichkeit waren die ersten beiden Filme echte Kunstwerke mit einer epischen Bilderwelt voller lyrischer Momente, nachdenklicher Bilder und feinfühliger Charaktere. Auch Dialoge wie "Hasta la vista, Baby" - "Arrgh! Bummm! Röchel!" sind Musterbeispiele tiefsinniger zwischenmenschlicher Kommunikation.

Eine Erklärung für die Misere um "T3" hat Hamilton auch: "Sie haben das Drehbuch so umgeschrieben, dass meine Figur nicht mehr vorkommt", sagt sie schmollend, obwohl die Entscheidung im vielzitierten "beiderseitigen Einvernehmen" erfolgte.

Dafür gibt's zwei mögliche Gründe: Erstens ist Linda inzwischen von Terminator-Regisseur James Cameron, den sie 1997 geheiratet hatte, geschieden. Möglicherweise wäre ein weiterer Terminator-Dreh mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden - auch Cameron ist nicht in "T3" involviert.

Der wahrscheinlichere Grund ist aber schlichtweg der, dass Linda nach dem noch halbwegs erfolgreichen "Dante's Peak" von 1996 (immerhin mit Pierce Brosnan) einen Flop nach dem anderen geliefert hat: Von ihren letzten fünf Filmen schaffte es kein einziger in die deutschen Kinos. Bei Titeln wie "Skeletons in the Closet" (frei übersetzt: "Leichen im Keller") oder "The Secret Life of Girls" ("Das geheime Leben von Mädchen") verwundert das allerdings kaum.

Das mit dem "I'll be back" kann Linda also abhaken.

 

Collateral Damage - Zeit der Vergeltung in der Fotoshow

 

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