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Company Men

Stark besetztes Qualitätsdrama über Führungskräfte, die der Wirtschaftskrise und gierigen Konzernchefs zum Opfer fallen und ihr Leben überdenken müssen.


Company Men

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.11.2011

Originaltitel: The Company Men

Drama

USA 2010
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12

Ben Affleck
Tommy Lee Jones
Chris Cooper

Regie: John Wells
Senator Home Entertainment

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Company Men

Weil sein Konzern, für den er zwölf Jahre gearbeitet hat, den Aktienkurs hochhalten und sich dafür gesundschrumpfen will, wird Bobby Walker gefeuert. Wie viele andere hoch qualifizierte Manager sucht Walker danach einen neuen Job, der ihm die Weiterführung seines alten Lebens garantiert. Im Laufe der Monate verliert Walker vieles, gewinnt aber eine neue Lebensperspektive. Eine weitere Entlassungswelle trifft schließlich auch einige Ex-Kollegen, doch nicht alle sind stark und jung genug, um sich wieder aufzurichten.

Wie schon in der Erfolgsserie "ER", deren Mastermind er war, fokussiert sich John Wells in seinem Kinoregiedebüt auf den Menschen, nimmt nun aber die Perspektive der wohlhabenden Mittelschicht ein, die das Management-Fundament der großen Konzerne bildet. Auch wenn sich nicht jeder mit ihren Problemen solidarisieren dürfte, bleibt Ben Affleck eine Sympathiefigur in diesem Qualitätsdrama, das auf große Ansprachen und heroische Aktionen verzichtet und mit Understatement seine Botschaft an den Zuschauer bringt.

Company Men

Entlassene Führungskräfte als Opfer gieriger Konzerne und gravierender Misswirtschaft sind die Patienten im sehenswerten Regiedebüt von "ER"-Mastermind John Wells.

In über 300 Folgen der Hit-Ärzteserie stellte Wells als Produzent, Autor und gelegentlich auch als Regisseur den Menschen in den Mittelpunkt. Auch in seiner ersten Filminszenierung behält der TV-Veteran diesen Fokus bei, verändert aber die Perspektive, konzentriert sich nun auf die Sorgen der Anzugträger und Vorstadtresidenten mit ihren Luxusautos, Golfclub-Ausweisen und XXL-Hypotheken. Diese wohlhabende Mittelschicht repräsentiert Bobby Walker (Ben Affleck), der nach 12 Jahren von seinem Arbeitgeber, einem Schiffsbaukonzern, gefeuert wird. Wells folgt ihm auf einem Lernprozess, beobachtet, wie Walker zum Stillstand kommt, trotz bester Referenzen vergeblich um einen neuen Job kämpft, der ihm die Fortsetzung seines alten Lebens garantiert. Dem Stellenabbau, dem er zum Opfer fiel, geht ein materielles Gesundschrumpfen einher, das Walker zum Umdenken zwingt und ihn schließlich revitalisiert.

Auch wenn sich nicht jeder Zuschauer mit Wohlstandsjüngern solidarisieren dürfte, ist Walker, nicht zuletzt dank einer nuancierten Darstellung Afflecks, eine Sympathiefigur - wie auch sein Boss Gene McClary. Tommy Lee Jones spielt ihn als leise implodierenden Manager mit Gewissen, der seinen besten Freund, den Konzernchef, zwar kritisiert, aber nicht wirklich konfrontiert. In Jones' Figur ist die verklärte Erinnerung an den amerikanischen Traum eingebettet, an einen ökonomischen Idealismus der Anfänge, an dessen Stelle rücksichtsloser Materialismus und Sittenverfall getreten sind. Verglichen mit Walker und McClary ist die dritte Hauptfigur, dargestellt von Chris Cooper, opportunistischer, fast exklusiv dem Eigeninteresse verpflichtet. Alle drei Männer werden im Laufe des Plots ihren Job verlieren, sind gezwungen, ihr Leben zu überdenken.

Mit Understatement, ohne dramatische Ansprachen, heroische Aktionen und plötzliche Wunder, aber auch etwas oberflächlich beobachtet Autor-Regisseur Wells die Auswirkungen auf Selbstverständnis und Familiendynamik, belustigt sich über Coaching-Agenturen, die Arbeitslose wettbewerbsfähig machen sollen, und findet Humor in Walkers Verhältnis zum verhassten Schwager (Kevin Costner), dessen körperliche Arbeit er zu respektieren lernt. Bonusjagd, Kurskosmetik und andere Begleiterscheinungen der Misswirtschaft verbannt dieses ruhig erzählte, stark besetzte Qualitätsdrama in kurze Nachrichtenflashs, verschlüsselt Wells' eigenen Kommentar in Bildern. Das treffendste versammelt Top-Manager und Chefs im Rohbau ihrer neuen Luxusbüros, hoch oben im Wolkenkratzer, wo das Leid ganz unten nur noch Miniatur, nur Kollateralschaden eigener Kurzsichtigkeit ist. kob.

Darsteller:  Ben Affleck   als Bobby Walker
  Tommy Lee Jones   als Gene McClary
  Chris Cooper   als Phil Woodward
  Kevin Costner   als Jack Dolan
  Rosemarie Dewitt   als Maggie Walker
  Maria Bello   als Sally Wilcox
  Craig T. Nelson   als James Salinger
  Thomas R. Kee   als Mifflin
  Craig Mathers   als Conners
  Gary Galone   als Karlson
  Suzanne Rico   als Gail
  Adrianne Krstansky   als Carol
 
Regie:  John Wells  
Buch:  John Wells  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  John Wells  
  Claire Rudnick Polstein  
  Paula Weinstein  
 

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