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Coraline

Skurriler Stop-Motion-Animationsfilm vom innovativen "Nightmare Before Christmas"-Regisseur nach einer Vorlage von Neil Gaiman.


Coraline

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Erhältlich seit:
07.04.2011

Trickfilm/ Fantasy

USA 2009
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6

Regie: Henry Selick
Universal Pictures Germany

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Coraline

Die elfjährige Coraline zieht mit ihren Eltern in eine neue Wohnung in einer Villa in Oregon mit seltsamer Nachbarschaft. Dort wohnen etwa ein russischer Akrobat und sein Mäusezirkus sowie zwei ehemalige Erotikdarstellerinnen. Eines Tages entdeckt Coraline eine Geheimtür und gelangt in eine fantastischen Parallelwelt, in der sich ihre anderen Eltern liebevoll um sie kümmern. Anstelle der Augen haben sie jedoch schwarze Knöpfe. Der Traum wandelt sich zum Albtraum, als ihre andere Mutter Coraline ebenfalls Knopfaugen verpassen will.

Der innovative "Nightmare Before Christmas"-Regisseur Henry Selick liefert einen skurrilen Animationsfilm nach einer modernen Märchengeschichte von Neil Gaiman, der auch die Vorlage zu "Der Sternwanderer" schrieb. In einer meisterhaften Mixtur aus 3-D-Puppentrickfilm und Stop-Motion-Technik mit CGI-Aufnahmen erzählt Selick eine an "Alice im Wunderland" erinnernde Geschichte mit großem Einfallsreichtum. Der eklektische Score von Bruno Coulais untermalt passend den eigenwilligen, auch schwarzhumorigen Spaß.

Coraline

Skurriler Stop-Motion-Animationsfilm vom innovativen "Nightmare Before Christmas"-Regisseur Henry Selick nach einer modernen Märchengeschichte von Neil Gaiman ("Der Sternwanderer").

Die Fantasysaga erzählt von der elfjährigen Coraline (im Original von Dakota Fanning gesprochen), die mit ihren zumeist desinteressiert wirkenden Eltern in eine neue Wohnung in einer viktorianischen Villa in Oregon zieht. Weitere Bewohner sind ein russischer Akrobat und sein Mäusezirkus sowie zwei ehemalige Erotikdarstellerinnen, die ihre ausgestopften Terrierhunde auf Regalen zur Schau stellen. Eines Tages entdeckt Coraline eine Geheimtür, und sie kann nicht widerstehen, durch den langen Tunnel zu krabbeln. Am anderen Ende landet sie à la "Being John Malkovich" in einer fantastischen Parallelwelt, wo ihre "anderen Eltern" sich liebevoll um sie kümmern. Überhaupt scheint dort alles besser zu sein: Der Garten ist malerisch schön, der nervige Nachbarsjunge ist erträglich, und das Leben ist rundum angenehmer. Seltsam erscheint lediglich, dass alle anstelle ihrer Augen schwarze angenähte Knöpfe im Gesicht haben. Zunächst pendelt Coraline jede Nacht zwischen den Welten, doch der Traum wandelt sich zum Albtraum, als ihre andere Mutter ("Desperate Housewife" Teri Hatcher) ihr ebenfalls Knopfaugen verpassen will. Die Illusion wird nun offenbar, dass es sich um eine böse Hexe handelt, aus deren Klauen Coraline schließlich auch ihre Eltern retten muss.

Gruselgestalten und drollige Geschöpfe aller Art geistern durch verquere Visionen und fieberhafte Traumgespinste und erzeugen einen kuriosen Kosmos, der "Alice im Wunderland" evoziert. Putzige Mäuse, die sich in gefräßige Ratten verwandeln, eine riesige Gottesanbeterin, die als Gartentraktor fungiert, bissige Blumen und ein riesiges Spinnennetz, in dem die kleine Heldin gefangen wird, sowie ein Piano, das den Spieler spielt, sind nur wenige der vielfältigen Elemente, die den Einfallsreichtum der Filmemacher demonstrieren. Dabei kombiniert der 3-D-Puppentrickfilm meisterhaft Stop-Motion-Technik mit CGI-Aufnahmen, womit eine exzentrische Fantasiewelt erschaffen wird, die an Tim-Burton-Filme erinnert. Allerdings ist Burton diesmal nicht für Selick als Produzent zur Stelle. Dem Schrägheitsfaktor tut dies allerdings keinen Abbruch. Den unterstreicht noch der eklektische Score des Franzosen Bruno Coulais. Insgesamt ist "Coraline" ein eigenwilliger Spaß mit schwarzem Humor und der universellen Botschaft, das zu schätzen, was man hat. ara.

Coraline

Es gibt Türen, die besser ungeöffnet bleiben ...

Die kleine Coraline Jones ist ein vernachlässigtes und gelangweiltes Kind. Da kommt ihr eine Geheimtür in ihrem neuen Haus gerade recht. Denn auf der anderen Seite ist ihr Leben viel schöner: Hier haben ihre Eltern mehr Zeit für sie und das Leben macht mehr Spaß. Dass ihre Eltern auf dieser Seite schwarze Knopfaugen haben, stört Coraline darum nicht. Sie merkt aber bald, dass diese perfekte Welt und die vermeintlich bessere Mutter versuchen, sie für immer gefangen zu halten. Coraline muss ihre ganze Erfindungsgabe, Entschlossenheit und ihren Mut zusammen-nehmen, um dieser gefährlichen Welt zu entkommen - und ihre echte Familie zu retten...

Quelle: Universal Pictures

High-Definition
- U-Control: Bild-im-Bild (Wirf einen Blick hinter die Kulissen und erlebe interaktive Zusatzinformationen - während der Film läuft!)

Standard-Definition
- Unveröffentlichte Szenen
- Das Making-of von "Coraline"
- Die Stimmen der Figuren
- Gruselige Coraline
- Filmkommentar mit Regisseur Henry Selick und Komponist Bruno Coulais

Quelle: Universal Pictures

Sprecher:  Dakota Fanning   als Coraline
  Teri Hatcher   als Coraline's Mutter
  Jennifer Saunders   als Miss Spink
  Dawn French   als Miss Forcible
  Keith David   als Katze
  John Hodgman   als Coraline's Vater
  Robert Bailey Jr.   als Wybie Lovat
  Ian McShane   als Mr. Bobinsky
 
Regie:  Henry Selick  
Buch:  Henry Selick  
Musik:  Bruno Coulais  
Kamera:  Pete Kozachik  
Produzent:  Bill Mechanic  
  Claire Jennings  
  Henry Selick  
  Mary Sandell  

"'Coraline' ist nichts für kleine Kinder"

Bei der Verfilmung von Neil Gaimans "Coraline" kombiniert Henry Selick altmodische Stop-Motion-Technik des Puppentrickfilms und modernes 3D. Lange hatte kein Verleih angebissen, doch am Ende spielte das skurrile Märchen in den USA satte 75 Millionen Dollar ein.

Über drei Jahre arbeitete Henry Selick daran, das kleine Mädchen "Coraline" für die Kinoleinwand zu erwecken (Foto: Universal) Großansicht

Über drei Jahre arbeitete Henry Selick daran, das kleine Mädchen "Coraline" für die Kinoleinwand zu erwecken (Foto: Universal)

» Mal ehrlich, wie offen sind die Filmstudios im Zeitalter der Computeranimation eigentlich noch für klassische Puppentrickfilme?

HENRY SELICK: Man muss schon richtig darum betteln, und wenn einem die Unterstützung gewährt wird, versucht man natürlich alles, um einen ganz außergewöhnlichen Film abzuliefern. Mir hilft dabei, dass ich mich seit vielen Jahren auf das gleiche Team verlassen kann. Die große Schwierigkeit bleibt die Zeit. Es dauert mindestens drei Jahre, einen Stop-Motion-Film wie "Coraline" fertig zu stellen, worauf sich nicht jedes Studio einlassen will.

» Außergewöhnlich ist auch, dass Sie "Coraline" in 3D gedreht haben und damit zum Boom-Beginn herauskommen.

Ich wurde vorgewarnt, dass die Entwicklung des 3D-Kinos ganz schnell voranschreiten würde. Ein guter Freund von mir, Lenny Lipton, ist sozusagen der Erfinder des neuen 3D-Systems, das weltweit zu 90 Prozent genutzt wird. Vor fünf Jahren zeigte er mir seinen neuesten Stand der 3D-Technik, und ich war fast schon schockiert, wie gut sie funktioniert. Da war für mich klar, wir müssen "Coraline" dreidimensional drehen.

Selick liegen besonders die gruseligen Stoffe am Herzen (Foto: Universal) Großansicht

Selick liegen besonders die gruseligen Stoffe am Herzen (Foto: Universal)

» Katzenberg, Cameron und Co. sehen die Zukunft des Kinos in 3D. Wie denken Sie darüber?

Die Kinos, die "Coraline" in 3D zeigen konnten, verbuchten ein viel größeres Einspiel als jene, die den Film nur in 2D abspielen konnten. Mehr und mehr Kinos werden umgerüstet, und wenn die Filmindustrie ihr neues Spielzeug gut einsetzt, könnte das Zuschauerinteresse noch lange anhalten. Sollte 3D aber wie bisher nur als Gimmick genutzt werden, wird das Publikuminteresse schnell wieder abflachen.

» Wie lange haben Sie von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt an "Coraline" gesessen?

Grünes Licht bekamen wir vor dreieinhalb Jahren, aber bereits 2000 bekam ich die ersten Seiten vom Autor Neil Gaiman, woraufhin ich erste Entwürfe fürs Drehbuch fertig stellte. Wir fanden lange kein Studio. Das war der schwierigste und nervigste Teil. Niemand wollte sich auf einen Stop-Motion-Film einlassen, der auch noch gruselig sein würde. Erst Laika Entertainment aus Oregon zeigte großes Interesse, und ab diesem Zeitpunkt ging es dann relativ schnell.

 

Coraline in der Fotoshow

 

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