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Kaufvideo
Erhältlich seit:
22.05.2009
Originaltitel: La graine et le mulet
Frankreich 2007
Laufzeit: 149 Min.
FSK: ab 12
Habib Boufares
Hafsia Herzi
Faridah Benkhetache
Regie: Abdellatif Kechiche
good!movies

Preisgekröntes Drama über eine maghrebinische Einwanderfamilie in Südfrankreich und ihr Versuch, ein normales Leben ohne Diskriminierung und Ausgrenzung zu führen.
Nach "Voltaire ist schuld" und "L'esquive" gelingt Abdellatif Kechiche mit "Couscous mit Fisch" der endgültige Durchbruch. Neben dem Spezialpreis der Jury in Venedig erhielt das Drama u.a. drei Césars (Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, wie drei Jahre zuvor für L'esquive"). Der geborene Tunesier wechselt souverän Genres, verwischt Grenzen zwischen Populär- und Autorenkino, wenn er von einer maghrebinischen Großfamilie in einem Hafenstädtchen erzählt und das Porträt von Menschen entwirft, die in der neuen Heimat zusammen halten, sich als Sippe trotz persönlicher Rivalitäten, großer und kleiner Lügen gegen den Rest der Welt stellt.
Slimane ist einer dieser Einwanderer, die nach Jahrzehnten Schufterei mit über 60 gnadenlos aussortiert werden und sich als Verlierer fühlen. Seine Ex-Frau will nicht immer nur frischen Fisch, sondern Bares, die eine Schwiegertochter ärgert sich über seine Einmischung in ihre Erziehungsmethoden, die andere wirft ihm vor, dass sein Sohn sie betrügt. Harmonie herrscht nur beim gemeinsamen "Couscous mit Fisch", die ausgiebige Mahlzeit in der Großfamilie, samt Tante und Onkel, Cousin und Cousine. Weit weg von ihnen haust der Alte in einem Hotel, Verhältnis mit der Wirtin inklusive. Deren Tochter unterstützt ihn beim Plan, die Abfindung in einen rostigen Kahn zu investieren, für ein Spezialitäten-Restaurant. Die Odyssee durch die Behörden wird zum Menetekel einer an Absurdität kaum zu übertreffenden französischen Bürokratie. Mit der Einladung von Honoratioren und Skeptikern auf das in neuen Glanz strahlende Schiff, scheint ein Traum wahr zu werden. Fast.
Mit ausgeprägter Lust an der Langsamkeit zeichnet Kechiche Immigrantenschicksale ohne ideologische Scheuklappen oder Larmoyanz, die Schwierigkeiten der zweiten und dritten Generation zwischen Integration, Assimilation und Tradition, das Gefühl, zur französischen Gesellschaft zu gehören und sich dennoch abzuschotten. Auf der anderen Seite die Arroganz der Einheimischen, für die selbst die in Frankreich geborenen Nachfahren Fremde bleiben. Größtenteils mit Laien gedreht, überzeugt der Film durch Authentizität und Liebe zum Detail und zu ausgearbeiteten wie improvisierten Dialogen. Wie in "L'esquive" sind es die Frauen, die etwas bewegen. Familie als Fixpunkt und Halt in schwierigen Zeiten, das Restaurant als Symbol für ein besseres Leben - bei diesem sorgfältig zubereiteten "Couscous mit Fisch" kommen Herz und Hirn auf ihre Kosten. mk.
| Darsteller: | Habib Boufares | als Slimane | |
|---|---|---|---|
| Hafsia Herzi | als Rym | ||
| Faridah Benkhetache | als Karima | ||
| Abdelhamid Aktouche | als Hamid | ||
| Bouraouïa Marzouk | als Souad | ||
| Alice Houri | als Julia | ||
| Cyril Favre | als Sergueï | ||
| Sabrina Ouazani | als Olfa | ||
| Leila D'Issernio | als Lilia | ||
| Bruno Lochet | als Mario | ||
| Olivier Loustau | als Jose | ||
| Sami Zitouni | als Majid | ||
| Regie: | Abdellatif Kechiche | ||
| Buch: | Abdellatif Kechiche | ||
| Kamera: | Lubomir Bakchev | ||
| Produzent: | Claude Berri | ||
Couscous mit Fisch in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85
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