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Cowboys & Aliens

Comic-Adaption, in der sich Indianer und Cowboys verbünden, um gegen Aliens zu kämpfen.


Cowboys & Aliens

Leihvideo

Erhältlich seit:
13.01.2012

Western/ Science Fiction

USA 2011
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12

Daniel Craig
Harrison Ford
Olivia Wilde

Regie: Jon Favreau
Paramount Home Entertainment

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Cowboys & Aliens

Jake Lonergan wacht mitten in der Prärie auf, ohne sich an etwas zu erinnern: Weder an seinen Namen noch wie er an diesen Ort kam und erst recht nicht, warum er dieses seltsame Metallarmband trägt. Der Dorf-Sheriff erkennt in ihm einen gesuchten Verbrecher und sperrt ihn ein. Als eine Horde von Außerirdischen das Dorf angreift und mehrere Bewohner entführt, bietet sich für Lonergan die Chance zur Rehabilitierung, denn das Armband entpuppt sich als mächtige Waffe. Zusammen mit den Bewohnern begibt er sich auf die Jagd.

Jon Favreaus nächste Comic-Verfilmung nach den "Iron Man"-Filmen liegt eine ebenso skurrile wie verlockende Prämisse zugrunde: Was, wenn man die Genres Western und Science Fiction miteinander verknüpft? Dabei kann sich Favreau auf eine illustre Gesellschaft an Hollywood-Stars verlassen - allen voran Daniel Craig und Harrison Ford. Zwar strotzt das Drehbuch vor Logiklöchern, und die Stringenz der Handlung lässt Wünsche offen, was aber dem Spaß keinen Abbruch tut. "Cowboys & Aliens" ist Sommerkino par excellence.

Cowboys & Aliens

Topbesetzte Comicverfilmung von Jon Favreau, in der es eine Handvoll Cowboys unerwartet mit überlegenen Aliens zu tun bekommt, und diesen entschlossen entgegen tritt.

Dank Hollywoods aktueller Themenplünderung in Comic-Gefilden, finden die absurdesten Geschichten mittlerweile ihren Weg auf die große Leinwand. Doch vielen Kritikerunkenrufe zum Trotz, bringt diese nicht nur filmische Katastrophen hervor, sondern kann, wie zuletzt "Thor" eindrucksvoll bewies, auch für Perlen im Franchise-Dschungel sorgen. Mit Cowboys, die sich auf die Jagd nach Außerirdischen Invasoren begeben, hatte aber wahrscheinlich niemand gerechnet.

Doch genau diese Prämisse liegt Jon Favreaus Verfilmung von Scott Mitchell Rosenbergs Comic "Cowboys & Aliens" zugrunde. Und Favreau, der bereits mit "Iron Man" unter Beweis stellte, dass er Comicfiguren Leben und vor allem Charme einhauchen kann, weiß genau, was er den, wohl zumeist männlichen Lesern und Kinozuschauern schuldig ist: Wie der wahrgewordene Traum eines Genrenerds bewegt sich der Film sicher zwischen der Welt harter Western-Männer und den effektlastigen Schauwerten eines Science-Fiction-Actioners. Mittendrin blickt Daniel Craig als Mann der Tat grimmig unter seinem Hut hervor, während er auf der Suche nach seiner verlorenen Erinnerung in einem kleinen Ort zunächst für Unruhe sorgt und schließlich als gesuchter Verbrecher festgenommen wird. Erst der Angriff seltsamer Flugmaschinen, die - im wahrsten Sinne des Wortes - völlig aus der Luft nach den Bewohnern greifen, bietet ihm die Möglichkeit zur Rehabilitierung. Schließlich ist er im unfreiwilligen Besitz einer ganz besonderen Handfeuerwaffe.

Unter anderem der hochkarätigen Besetzung der Posse, die sich nun auf den Weg macht, den Aliens klar zu machen, dass sie sich dieses Mal den falschen Planeten als Jagdrevier ausgesucht haben, ist es im Folgenden zu verdanken, dass Dialogschwächen, Vorhersehbarkeiten und teils Canyon-große Logiklöcher wohlwollend ignoriert werden können. So schickt Favreau neben Craig auch Harrison Ford, Sam Rockwell, Paul Dano, Keith Carradine und Olivia Wilde in die Sättel. Vor allem Ford zeigt sich ideal als knorriger Viehgroßhändler. Favreau und das Autorenteam, das insgesamt sechs Kreative umfasst, was sich leider teilweise auch im fehlenden Fluss der Geschichte zeigt, legten vor allem Wert auf markante Sprüche, staubige Settings und eindeutige Charaktere. Diese sind zwar oft nicht weit vom Klischee entfernt, was aber wiederum perfekt in die Stimmung des ganzen Films passt. Kindern gleich, die fasziniert durch die skurrilsten Comicuniversen blättern, wagen die Filmemacher einen fast schon nostalgischen Blick auf Abenteuer, in denen es noch keinen Platz für psychologisierende Feinheiten gab. Wünschenswert wäre allenfalls gewesen, diese Atmosphäre, die schon durch die wunderbare Eingangssequenz aufgebaut wird, hätte auch im Mittelteil mehr Bestand. Tiefsinnigkeit sucht der Zuschauer hier jedenfalls vergebens und insgesamt leider auch die Qualität eines "Iron Man". Wenn er aber gewillt ist, sich auf die absurde Welt von "Cowboys & Aliens" einzulassen, erwartet ihn harmlose Blockbuster-Unterhaltung par excellence. Also genau das Richtige, um sich an sommerlichen Kinoabenden ans kindliche Cowboy-und-Indianer-Spielen zurückzuerinnern.

mahe.

Darsteller:  Daniel Craig   als Jake Lonergan
  Harrison Ford   als Col. Woodrow Dolarhyde
  Olivia Wilde   als Ella Swenson
  Sam Rockwell   als Doc
  Paul Dano   als Percy Dolarhyde
  Adam Beach   als Nat Colorado
  Noah Ringer   als Emmett Taggart
  Keith Carradine   als Sheriff John Taggart
  Abigail Spencer   als Alice
  Buck Taylor   als Wes Claiborne
  Cooper Taylor   als Mose Claiborne
  Matthew Taylor   als Luke Claiborne
  Chris Browning   als Jed Parker
  Clancy Brown   als Meacham
  Ana de la Reguera   als Maria
  Gavin Grazer   als Ed
  Brian Duffy   als Deputy
  Brendan Wayne   als Charlie Lyle
  Toby Huss   als Roy Murphy
  Walton Goggins   als Hunt
  Kenny Call   als Greavey
  Jimmy Jatho   als Saloon-Wirt
  Wyatt Russell   als Little Mickey
  Troy Gilbert   als Red
  David O'Hara   als Pat Dolan
  Raoul Trujillo   als Black Knife
  Julio Cesar Cedillo   als Bronc
 
Regie:  Jon Favreau  
Buch:  Roberto Orci  
  Alex Kurtzman  
  Damon Lindelof  
  Mark Fergus  
  Hawk Ostby  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Kamera:  Matthew J. Libatique  
Produzent:  Damon Lindelof  
  Alex Kurtzman  
  Brian Grazer  
  Ron Howard  
  Roberto Orci  

Daniel Craig erwartet besseren Bond

Sein zweiter Auftritt als Top-Agent enttäuschte die Erwartungen...

Daniel Craig hofft, dass der nächste James Bond-Film wieder so gut wird wie "Casino Royale" (Foto: Sony) Großansicht

Daniel Craig hofft, dass der nächste James Bond-Film wieder so gut wird wie "Casino Royale" (Foto: Sony)

Als Daniel Craig vor fünf Jahren als neuer James Bond in "Casino Royale" die Kinos enterte, waren alle Skeptiker des neuen, weitgehend unbekannten 007 erstmal begeistert: Hart, realistisch und extrem actionreich präsentierte sich der Nachfolger des smart-eleganten Pierce Brosnan. Doch die Fortsetzung "Ein Quantum Trost" riss die hoch gelegte Messlatte - wegen einer allzu hektischen Inszenierung und einer Story, die nie so recht auf den Punkt kam.

Das alles soll in Daniel Craigs drittem Auftritt als Top-Agent Ihrer Majestät anders werden: "Diesmal haben wir ein großartiges Drehbuch", verspricht Craig. "Ich bin von der Story genauso begeistert wie von 'Casino Royale'!"

Zwischen diesen Zeilen steckt deutliche Kritik an "Ein Quantum Trost": Vom Drehbuch zu seinem zweiten Bond-Auftritt war Daniel Craig demnach von Anfang an nicht besonders angetan. Doch der 007-Mime geht noch weiter, wenn auch mit typisch britischem Höflichkeits-Understatement:

"Ich glaube mit Sam Mendes haben wir den perfekten Regisseur", sagt Craig. Seine Unzufriedenheit mit "Quantum Trost"-Regisseur Marc Forster ist zwar auch in dieser Aussage versteckt, aber doch deutlich spürbar. Allerdings steht für den 23. Bond-Film mit Sam Mendes in der Tat ein deutlich größeres Kaliber bereit: Der Oscar-Gewinner für "American Beauty" hat mit "Road to Perdition", "Jarhead" und "Zeiten des Aufruhrs" weitere Meisterwerke hingelegt und lässt sich im Schnitt fast drei Jahre Zeit pro Film - was man dem Ergebnis auch stets anmerkt.

Auf keinen Fall "Erster schwarzer Bond"!

Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den nächsten Bond bei Daniel Craig, der zuletzt auch mit "Cowboys & Aliens" nicht den erhofften Erfolg verbuchen konnte: "Wir bringen jetzt die Schauspieler zusammen und dann geht es los - ich kann's kaum erwarten!"

Dieses Gefühl hat übrigens auch der britische Schauspieler Idris Elba, der als Kandidat für Daniel Craigs Nachfolge gehandelt wird, falls dieser demnächst abtreten sollte. Auf die Frage, ob Elba ins Taxi steigen würde, wenn der Anruf zum Vorsprechen käme, meinte der Star aus "Thor": "Ich würde nicht nur ins Taxi steigen, sondern den Fahrer als Geisel nehmen und sein Auto kapern!"

Eins wäre ihm dabei aber wichtig: "Ich würde es machen, wenn man mich nicht 'Erster schwarzer James Bond' nennen würde. Sean Connery wurde ja auch nicht als 'Erster schottischer Bond' bezeichnet und Daniel Craig war nicht 'der erste Bond mit blauen Augen'.

 

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