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Coyote Ugly

Von Jerry Bruckheimer produziertes Trash-Spektakel über ein Mädchen vom Lande, das in New York einen Job in der heißesten Bar der Stadt annimmt.


Coyote Ugly

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Erhältlich seit:
20.09.2001

Komödie

USA 2000
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6

Piper Perabo
Adam Garcia
Maria Bello

Regie: David McNally
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Von Jerry Bruckheimer produziertes Trash-Spektakel über ein Mädchen vom Lande, das in New York einen Job in der heißesten Bar der Stadt annimmt.

Die "Coyoten" tanzen ausgiebig auf dem Tresen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Die "Coyoten" tanzen ausgiebig auf dem Tresen (Foto: Buena Vista)

Das wohlbehütete Kleinstadtmädchen Violet (Piper Perabo) zieht gegen den Willen ihres übervorsichtigen Vaters (John Goodman) von New Jersey ins "wilde" New York, um dort als Songwriterin ihr Glück zu versuchen. Doch anstatt bei einem bekannten Label als Komponistin unterzukommen, landet sie als Bedienung hinter dem Tresen der heißesten Bar Manhattans, dem "Coyote Ugly".

Umringt von super-sexy Kolleginnen, wird sie sich allmählich ihrer Reize bewusst, gewinnt an Selbstvertrauen, verliert jedoch ihr eigentliches Ziel aus den Augen - und obendrein ihr Herz.

Violet ist mit ihren neuen Job noch nicht recht vertraut (Foto: Buena Vista) Großansicht

Violet ist mit ihren neuen Job noch nicht recht vertraut (Foto: Buena Vista)

Cocktail-Rezept

"Über-Produzent" Jerry Bruckheimer ("Nur noch 60 Sekunden") greift in diesem Teenie-Verschnitt von "Cocktail" zum altbewährten "Flashdance"-Rezept: Talentiertes Landei träumt zwischen Lebens- und Liebes-Wirren von der großen Karriere. Regisseur des Klischee-gespickten Aufsteigermärchens ist der Werbefilmer David McNally, dem hier sichtlich seine Clip-Erfahrung zugute kommt.

Garniert mit gutem Sound und dank des Sexappeals der Darstellerinnen könnte das lebensfrohe Werk durchaus gefallen.

Coyote Ugly

Produzent Jerry Bruckheimer könnte in diesem Kinosommer womöglich nicht wie erwartet mit der rasanten Machoaction "Nur noch 60 Sekunden" den ganz großen Saisonerfolg fahren, sondern mit der feurig-feuchten Teenfantasy bzw. energiegeladenen Aufsteigerdramedy "Coyote Ugly". Der Megaproduzent recycelt hier das bewährte Rezept seines Tanzreißers "Flashdance" von vor 17 Jahren und serviert einen kiddietauglichen Mix aus "Showgirls" und "Cocktail". Das von der aggressiven Werbekampagne leicht irregeführte Publikum, das einen erotischen Nonstop-Thrill um supersexy Barmiezen erwarten könnte, wird mit Erstaunen feststellen, dass dieses Element lediglich eine Randerscheinung in der allamerikanisch-romantischen (Love-)Story um den hart erkämpften Erfolg eines Landeis in der Metropole darstellt.

Das ungeniert in Klischees schwelgende Drehbuch geht auf das Konto von Gina Wendkos, die ihre Erfahrung vorwiegend mit dem Verfassen von Bühnen- und Performancestücken sammelte. In guter Bruckheimer-Tradition wird die Regie von einem Reklame geschulten Novizen übernommen - in diesem Fall David McNally, der mit einer Aufsehen erregenden Budweiser-Werbung auf sich aufmerksam machte. Statt der für Bruckheimer-Filme obligatorischen großen Namen in der Besetzungsliste, finden sich im Cast von "Coyote Ugly" in erster Linie kleine, jedoch äußerst ansehnliche Lichter. Die Hauptrolle spielt die niedliche Newcomerin Piper Perabo (fiel erstmals in "Rocky und Bullwinkle" auf), die versteht die richtige Balance aus kindlicher Unschuld und peppiger Couragiertheit zu projizieren. Sie mimt das Kleinstadtpflänzchen Violet, die gegen den Willen ihres Vaters (John Goodman) von New Jersey in den Big Bad Apple auszieht, um ihr Glück als Songwriterin zu suchen. Da jedoch keine der Plattenfirmen auf sie gewartet hat und sie überdies von lähmendem Lampenfieber geplagt wird, muss sie sich notgedrungen mit einem Job über Wasser halten. Barbesitzerin Lil (Maria Bello) gibt ihr eine Chance, in deren stets mit rüpelhaften Gästen vollgestopften Kneipe Coyote Ugly zu arbeiten, in der allabendlich der (Tresentanz-)Bär abgeht. Mit ihren heißen Kolleginnen "Herzensbrecherin" Cammie (Izabella Miko), "Flamme" Rachel (Bridget Moynahan) und gelegentlich "das Gesetz" Zoe (Supermodel Tyra Banks) kredenzt "Träumerin" Violet unter dem Künstlernamen Jersey Bier und Whisky, kippt Wasser und Eis auf ihre Kunden und schüttelt im rhythmischen Strippertakt ihre weiblichen Reize auf einer Bartheke, die manchmal buchstäblich Feuer fängt. Schließlich ergreift die aus ihrer verkrampften Schale kommende Violet sogar das Mikro und singt zu Blondies Hit "One Way Or Another" und gewinnt an Selbstbewusstsein. Mit einem rockig-poppigen Soundtrack, der von Gloria Gaynors "I Will Survive" zu Def Leppards "Pour Some Sugar On Me" reicht, wird die Gute-Laune-Partystimmung maximal angeheizt, während die gefühlvollen Momente mit Violets hübschen (und von Hitlieferantin Diane Warren verfassten) Folk-angehauchten Liedchen untermalt werden. Selbstverständlich verliebt sich Violet auch in einen supernetten Traummann (Aussie-Export Adam Garcia), der ihr hilft, aller Hindernisse zum Trotz ihre Träume wahr werden zu lassen (zu denen gehört, dass ihr Lied beim Happy End von der Countrysensation LeeAnn Rimes geträllert wird).

Neben dem obligatorischen vorübergehenden Zoff mit ihrem Lover wird mit einem schwelenden Vater-Tochter-Konflikt emotionale Spannung eingebaut. Von dieser leicht melodramatischen Komponente werden sich gerade auch junge Mädchen angesprochen fühlen und so stehen die Chancen gut, dass die überaus lecker verpackte Traumfantasie am Boxoffice einiges Stehvermögen beweisen wird - auch wenn "Coyote Ugly" das angedeutete Versprechen nicht einlöst, ein trashig-sinnliches Hohelied auf weibliche Selbstbestimmung zu sein, sondern eher wirkt wie "Hanni und Nanni" in Stretchleder-Hotpants. Auch was Feines. ara.

Darsteller:  Piper Perabo   als Viole Sanford
  Adam Garcia   als Kevin O'Donnell
  Maria Bello   als Lil
  John Goodman   als Bill
  Melanie Lynskey   als Gloria
  Izabella Miko   als Cammie
  Bridget Moynahan   als Rachel
  Tyra Banks   als Zoe
  Del Pentecost   als Lou
  Michael Weston   als Danny
  Adam Alexi-Malle   als Raj
  LeAnn Rimes  
 
Regie:  David McNally  
Buch:  Gina Wendkos  
Musik:  Trevor Horn  
Kamera:  Amir Mokri  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  
  Chad Oman  

Ich mag Schwierigkeiten

Keiner zelebriert so schöne Weltuntergänge, schickt Superstars durch die abgefahrensten Katastrophen, produziert so erfolgreiche Filme. Hollywood, Dein Name ist Jerry Bruckheimer!

Jerry Bruckheimer am Set von "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/pearl-harbor/56112.html">Pearl Harbor</a>" Großansicht

Jerry Bruckheimer am Set von "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/pearl-harbor/56112.html">Pearl Harbor</a>"

» Spricht man mit Filmemachern, die mit Ihnen gearbeitet haben, erhält man stets die gleiche Antwort: Wenn man mit Jerry arbeitet, ist man alle Sorgen mit dem Studio los.

JERRY BRUCKHEIMER: Das ist doch was Gutes! Diesen Status habe ich mir hart erarbeitet. Ich habe den Studios viel Erfolg gebracht, also vertrauen sie mir. Wenn man auf viel Geld steht, ist das von Vorteil. Und meine Filme haben viel Geld eingespielt.

» Mit wem müssen Sie mehr kämpfen: mit den Finanziers oder den Kreativen?

Meistens sind es die Studios. Auf irgendeine Pappnase trifft man immer, die glaubt, sie wüsste mehr über Film als man selbst.

In "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/black-hawk-down/59989.html">Black Hawk Down</a>" kämpfen US-Marines ums Überleben in Somalia

In "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/black-hawk-down/59989.html">Black Hawk Down</a>" kämpfen US-Marines ums Überleben in Somalia

» Ein Jerry Bruckheimer-Film ist längst ein Markenzeichen. Wofür steht dieses Markenzeichen?

Es steht für qualitativ hochwertige Unterhaltung. Meine Filme sollen das Publikum an einen anderen Ort transportieren, sollen Emotionen wecken.

Ich würde mir wünschen, dass das Publikum beim Verlassen des Kinos die Überzeugung hat, etwas gelernt zu haben.

» Wo genau kommt bei "Black Hawk Down" die Unterhaltung ins Spiel?

Das ist natürlich kein Gute-Laune-Film. Der Reiz des Films besteht darin, dass er uns eine Welt zeigt, die kaum jemand von uns jemals kennen lernen wird. Es ist der erste Film, der moderne Kampfhandlungen zeigt, wie sie wirklich sind.

Man kennt Spielbergs "Der Soldat James Ryan" und die Vietnam-Entwürfe von Stone und Coppola, aber das sind jeweils Kriege der Vergangenheit.

Manchmal lässt er Bräute tanzen, wie in "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/coyote-ugly/54963.html">Coyote Ugly</a>"...

Manchmal lässt er Bräute tanzen, wie in "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/coyote-ugly/54963.html">Coyote Ugly</a>"...

» Was ist der Grund, warum sich ein Kinopublikum das ansehen soll?

Ich kann nur von mir selbst reden: Ich bin unglaublich neugierig zu erfahren, was diese jungen Soldaten in ihrem Beruf tun.

Und dann muss ich natürlich noch sagen, dass ich die Tatsachenromanvorlage von Mark Bowden für absolut brillanten Journalismus halte.

» Sie sind der erfolgreichste Produzent der Filmgeschichte. Was treibt Sie immer wieder an?

Ich möchte weiter Filme machen, die die Fantasie des Publikums anregen. Und wenn die Kritiker klatschen, dann ist das auch nicht schlecht. Für mich gibt es nichts Größeres, als hinten im Kino zu stehen und zu sehen, wie ein voll besetztes Auditorium bei einem meiner Filme mitgeht.

Ich mag das Geschäft, weil man nie auslernt: Betrachten Sie das Plakat von "Black Hawk Down": Ist das ein Film, den sich Frauen ansehen wollen? Eigentlich nicht, oder? Und doch: 42 Prozent der Zuschauer sind Frauen. Die beste Mundpropaganda? Frauen.

Ist doch irre: Man weiß nie, ob und wie ein Film ankommt. Das finde ich spannend.

... aber meistens geht es richtig zur Sache (wie in "Pearl Harbor")

... aber meistens geht es richtig zur Sache (wie in "Pearl Harbor")

» Hat sich Ihre Sichtweise auf Filme im Lauf ihrer Karriere verändert?

Nein, ich vertrete die Ansicht, dass man das machen soll, was man gut kann. Ich habe große Erfahrung und verstehe das Filmemachen von Grund auf. Und das möchte ich fortsetzen.

Lassen Sie mich klar betonen: Ich liebe Filme. Ich liebe die Arbeit. Ich liebe es, ins Kino zu gehen. Ich liebe all die Schwierigkeiten, die mit der Herstellung eines Films verbunden sind.

» Im Hinblick auf die Ereignisse vom 11. September kann die Frage nicht ausbleiben, ob sie die Arbeit an "Black Hawk Down" beeinflusst haben?

Wir hatten den Film bereits gedreht und geschnitten. Nach dem 11. September überlegten wir, ob wir am Schluss des Films noch Texttafeln zeigen sollten, die einen direkten Bezug zwischen Mogadischu 1993 und Afghanistan 2001 herstellten. Dann verwarfen den Gedanken wieder. Das Publikum soll seine eigenen Schlüsse ziehen.

Ein friedlicher Jerry mit "Black Hawk Down"-Regisseur Ridley S.

Ein friedlicher Jerry mit "Black Hawk Down"-Regisseur Ridley S.

» Sie haben in den letzten Jahren vermehrt mit Filmneulingen gearbeitet. Wie unterscheidet sich die Arbeit mit einem Routinier wie Ridley Scott?

Ridley ist ein brillanter Filmemacher, ein Meister, der mit jedem Film besser wird. Mit ihm einen Film zu machen, ist ein Traum. Er hat vor nichts Angst, hat alles schon mitgemacht. Er lässt sich von keinem Problem einschüchtern, sondern findet einfach eine Lösung. Das beansprucht manchmal etwas Zeit und etwas Geld. Aber er kriegt es immer auf die Reihe.

» Wie unterscheidet er sich von seinem Bruder Tony, mit dem Sie bereits fünf Mal gearbeitet haben?

Ridley ist der Ältere, das merkt man sofort. Ich versuche es mal mit einer Analogie: Tony (u. a. "Crimson Tide - In tiefster Gefahr", Anm. d. Red.) fährt gern schnelle Motorräder und ist ein fanatischer Freeclimber. Ridley spielt Tennis. Das ist der Unterschied. Der eine ist ein Draufgänger, der andere genießt das Leben.

» Und zu welcher Seite tendieren Sie? Action oder Genuss?

Ich liebe das Leben. Ich spiele Hockey - das ist das Gefährlichste, was ich mache.

 

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Features

 

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Maria Bello

Sinnliche blonde amerikanische Schauspielerin italienisch-polnischer Anstammung, in deren Rollen viel aus gelebter Erfahrung stammendes Können...

 

Star

John Goodman

Massiv, übergewichtig und mit der wuchtigen Durchsetzungskraft einer Dampfwalze spielt der dabei äußerst bewegliche John Goodman in seinen...