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Crime Is King - 3000 Meilen bis Graceland

Exzessiv-energetischer Actionkrimi der Tarantino-Schule, in dem Kevin Costner und Kurt Russell zu Rivalen werden.


Crime Is King - 3000 Meilen bis Graceland

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Erhältlich seit:
14.11.2002

Originaltitel: 3000 Miles to Graceland

Action/ Thriller

USA 2000
Laufzeit: 120 Min.
FSK: nicht unter 18

Kurt Russell
Kevin Costner
Courteney Cox

Regie: Demian Lichtenstein
Warner Home Video Germany

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Die Maschinenpistole im Gitarrenkasten: Kevin Costner und Kurt Russell sacken in Las Vegas eben 3,2 Millionen Dollar ein.

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In Las Vegas ist nicht der Teufel, sondern der Elvis los. Imitatoren des Rock-Idols in schrillen Outfits bevölkern den Strip.

Zwischen der wogenden Menge im berühmten Riviera-Hotel marschieren ein paar als Elvis verkleidete Gangster auf - ganz traditionell mit Maschinenpistolen im Gitarrenkoffer - und sacken 3,2 Millionen Dollar ein.

Mit dem Hubschrauber geht's dann up and away vom Dach des Casinos. Doch Gang-Anführer Murphy (Kevin Costner) entpuppt sich als geldgeiler Typ, der nicht davor zurückschreckt, seine Kumpels abzuknallen, wenn's um die Kohle geht.

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Nur Ex-Knacki Michael Zane (Kurt Russell) entkommt dem skrupellosen Ganoven. Und verfolgt ihn und die Beute. Aber auch die Marshals hetzen den wahnsinnigen Killer.

Jeder gegen jeden. Das Spiel ist nicht neu, aber hier gewinnt es neue Spannung. Kevin Costner, so richtig amoralisch als durchgeknallter Krimineller, sorgt dafür, dass der Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen schnellt.

Er tanzt nicht mit dem Wolf, sondern den Jailhouse-Rock mit dem Tod. Ein paranoider Pop-Mix aus Tarantino und John Woo. Aber nur für ganz Coole!



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Crime Is King - 3000 Meilen bis Graceland

Viva dem Vegas-Villain. Zwar ist es nicht das erstemal, dass Kevin Costner ("Message In A Bottle") einen Kriminellen spielt (siehe "Perfect World"), doch seine Rolle als Elvis-imitierender Casinoräuber ist garantiert seine amoralischste - und gleichzeitig eine seiner besten. In dem exzessiv-energiegeladenen Actionkrimi/Roadmovie typischer Tarantino-Schule liefert er sich mit Kurt Russell ("Breakdown") als seinem Partner-in-Crime ein tödliches Duell um ihre Millionenbeute. Abgerundet wird der poppige Mix um Raub, Gier, Verrat, Mord und Sex mit einem Streifschuss Sentimentalität und einer Lovestory mit "Friends"-Star Courteney Cox.

In seinem Drehbuch, das er in Zusammenarbeit mit Richard Recco verfasste, greift Newcomer-Regisseur Demian Lichtenstein (gab sein Debüt mit dem Indie "Lowball") jedes erdenkliche Genreklischee auf. Alsbald fühlt man sich an die Neunziger-Jahre-Szenarien à la Tarantion erinnert, als würden die "Reservoir Dogs" im Vegas-Klassiker "Frankie und seine Spießgesellen" wildern, wenn das Gangster-Quintett, bestehend aus Russell, Costner, Christian Slater, David Arquette und Bokeem Woodbine, in verschieden farbigen Elvis-Kostümen durch das Riviera Casino schreitet, in dem gerade die alljährliche Elvis-Convention stattfindet. Nachdem sie sich im Saferaum mit drei Millionen Dollar bedienen, kommt es zum langgezogenen blutigen John-Woo-artigen Shootout (Paul Anka taucht als Sicherheitschef auf), bei dem die Gruppe ihren ersten tödlichen Verlust erleidet. Doch es kommt noch dicker, als Anführer Murphy (Costner) beschließt die restlichen der üblichen Verdächtigen eigenhändig zu beseitigen. Einzig Michael (Russell) überlebt, der vor ihrem Coup mit der alleinstehenden Mutter Cybil (Cox) angebandelt hat. Da sich im Film keine moralisch einwandfreien Figuren finden, hat es selbst ihr kleiner Sohn (David Kaye) als durchtriebener Kleptomane faustdick hinter den Ohren. Doch im Vergleich zum eiskalten Egozentriker Murphy machen sich die anderen - sprich Michael als Desperado mit gutem Kern und Cybil als leichtes Luder mit Löwenherz - wesentlich sympathischer aus. Michael und ungebetener Weise Cybil samt Sohn machen sich auf den Weg nach Idaho, wo die des öfteren die Hände wechselnde Beute zu einem Geldwäscher in Idaho gebracht werden muss. Murphy heftet sich an ihre Fersen, und es beginnt eine muntere Katz-und-Maus-Hatz, die mit einem brutalen Blutballett (bei dem Rapper Ice-T kurz aufkreuzt) in einer Fabrikhalle endet.

Lichtensteins Inszenierung merkt man seinen Background als Werbe- und Musikvideofilmer an, was bereits mit dem futuristisch angehauchten Prolog von zwei animierten Skorpionen im Todeskampf offenbar wird - gleichzeitig eine überdeutliche Referenz an Peckinpahs stilbildenden Klassiker "The Wild Bunch", der mit einer ähnlichen Sequenz beginnt. Der visuelle Stil ist voller Gimmicks und schlägt sich in Spielereien mit der Filmgeschwindigkeit, Verzerrungen und Schnitt nieder. Der wummernde Rock-Soundtrack nimmt eine prominente Rolle ein, wobei jedoch kaum Stücke vom King zu hören sind. Der Abspann hält eine besondere Überraschung parat. Russell, der in John Carpenters TV-Film von 1979 bereits eine hervorragende Elvis-Vorstellung ablieferte, gibt hier eine weitere sehenswerte Einlage zum besten. ara.

Darsteller:  Kurt Russell   als Michael Zane
  Kevin Costner   als Murphy
  Courteney Cox   als Cybil Waingrow
  Christian Slater   als Hanson
  Kevin Pollak   als Federal Marshal Damitry
  David Arquette   als Gus
  Jon Lovitz   als Jay Peterson
  Howie Long   als Jack
  Thomas Haden Church   als Federal Marshal Quigley
  Bokeem Woodbine   als Franklin
  Ice-T   als Hamilton
  David Kaye   als Jesse Waingrow
  Louis Lombardi   als Otto Sinclair
  Shawn Michael Howard   als Roller Elvis
  Michael Kopsa   als Jefferson
  Daisy McCrackin   als Megan
  Sharron Leigh   als Naomi
  J. Winston Carroll   als Captain Vanucci
  Paul Anka   als Pitt Boss
  Kenneth Anderson   als alter Indianer
  Morgan Margolis   als Polizist
  Campbell Lane   als Billy
  Terry Chen   als Polizist
  Mark Acheson   als Hafenmeister
  Doug Abrahams   als Detective Steve Finn
  Don Mackay   als Richter Carmody
  Demian Lichtenstein   als Ladendieb
  Tom Heaton   als Captain Elden
  Ralph Alderman  
  Peter Kent  
  Hamilton von Watts   als Ansager
  Kim Hawthorne  
  Craig March  
  Gianni Russo  
 
Regie:  Demian Lichtenstein  
Buch:  Richard Recco  
  Demian Lichtenstein  
Musik:  George S. Clinton  
Kamera:  David Franco  
Produzent:  Elie Samaha  
  Andrew Stevens  
  Demian Lichtenstein  
  Richard Spero  
  Eric Manes  
 

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