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Crimson Tide - In tiefster Gefahr

Ein russischer Nationalistenführer bringt einen Atomraketenstützpunkt in seine Gewalt. Die USA reagieren darauf mit der Entsendung eines Atom-U-Boots, das unter dem Kommando zweier gegensätzlicher Offiziere steht. Submariner Thriller mit exzellenten Tricks und Darstellern.


Crimson Tide - In tiefster Gefahr

Leihvideo

Erhältlich seit:
13.09.2007

Originaltitel: Crimson Tide

Thriller/ Action

USA 1995
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12

Denzel Washington
Gene Hackman
George Dzundza

Regie: Tony Scott
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Crimson Tide - In tiefster Gefahr

Die Welt steht am Rande des Dritten Weltkrieges, als ein russischer Nationalistenführer einen Atomraketenstützpunkt in seine Gewalt bringt. Um notfalls einen nuklearen Gegenschlag führen zu können, wird die USS Alabama unter der Führung der gegensätzlichen Offiziere Ramsey und Hunter in russische Gewässer entsandt. Schon bald wird klar, daß die beiden überhaupt nicht miteinander können, und unter dem Druck der Ereignisse kommt es auf der USS Alabama zu Meuterei und Gegenmeuterei.

Dieser submarine Thriller aus dem Hause Simpson/Bruckheimer ("Bad Boys", "Top Gun") ist sowohl ein tricktechnisches Meisterwerk als auch ein überaus packender Unterwasserkrimi. Getragen wird der Film von seinen überragenden Stars Denzel Washington und Gene Hackman, doch auch Kameramann Dariusz Wolski, der sein Arbeitsgerät förmlich durch die engen Gänge des Boots fliegen läßt, leistet vorzügliche Arbeit.

Crimson Tide - In tiefster Gefahr

Vorsicht, dieser Thriller ist nuklearbetrieben! Kein Wunder, daß der submarine Reißer aus dem Hause Simpson/Bruckheimer (ihre dritte Zusammenarbeit mit Tony Scott) wie ein Torpedo an die Spitze der US-Charts schoß und mit 18,6 Mio. Dollar das bislang beste Wochenendergebnis des Jahres verzeichnen konnte. Kaum ein Thema mobilisiert Fans perfekter Spannungsunterhaltung mehr als das Schreckensszenario des drohenden atomaren Holocausts. In Verbindung mit einer hochkarätigen Besetzung, dem Powerplay-Drehbuch von Michael Schiffer und der absolut ökonomischen, will heißen: atemlosen, Regie entlädt sich "Crimson Tide - In tiefster Gefahr" als donnerndes Duell der Weltanschauungen, in dem sich Denzel Washington und Gene Hackman als deren Gallionsfiguren gegenüberstehen. Wer ein technokratisches Update von "Jagd auf Roter Oktober" erwartet hatte, sieht sich getäuscht. Natürlich gibt es Parallelen zu John McTiernans Blockbuster von 1990: Tom Clancy dürfte feuchte Augen bekommen, wenn sich die Besatzung über diverse Etagen mit rasender Geschwindigkeit Befehle in unverständlichem U-Boot-Kauderwelsch zubrüllt. Doch inmitten der klaustrophobischen Enge des U-Boots, der Kakophonie des Maschinenlärms und der einschüchternden Atmosphäre aus Machismo und Militarismus entfaltet Scott einen elementaren Konflikt, in dem die Kalter-Krieg-Mentalität des militärischen Armdrückens auf die überlegte Besonnenheitspolitik der Perestroika-Generation trifft. Als Szenario dient die außer Kontrolle geratene ehemalige Sowjetunion, in der ein fiktiver, unberechenbarer Politiker einen nuklearen Waffenstützpunkt in seine Gewalt bringt. Die USA schickt das Atom-U-Boot USS Alabama unter dem Befehl von Capt. Frank Ramsey und dessen neuem Adjutanten Ron Hunter auf Weltpolizisten-Streife. Schon in den ersten Gesprächen und während der Routinehandlungen an Bord wird überdeutlich, daß die gedanklichen Universen des zigarrerauchenden Frontkämpfers von altem Schrot und Korn und des aufstrebenden Militärschulabgängers, dem die Theorie ebenso wichtig ist wie die Praxis, kaum zu vereinen sind. Die angespannte Lage eskaliert, als die US-Regierung einen Nuklearstreich auf Rußland anordnet. Simpler Aufhänger der entstehenden, an Spannung kaum zu übertreffenden Situation ist eine kurz darauf folgende Regierungsmeldung, die nicht durchgestellt werden kann, weil das Bordradio bei der Attacke eines feindlichen Unterseeboots zu Bruch geht. Während Ramsey mit dem Angriff fortfahren will, rät Hunter zum Abwarten: Die Meldung könnte eine Entwarnung gewesen sein. Im Angesicht des dritten Weltkriegs kommt es auf der USS Alabama zu Meuterei und Gegenmeuterei. So rasend Scott seinen Kameramann Dariusz Wolski die Kamera durch die engen Räume manövrieren läßt, so fulminant er die Unterwasserschlachten in Szene setzt, seine Höhepunkte erlebt "Crimson Tide", wenn die Bilder bei den beiden Hauptdarstellern verharren: Bei ihren Wortgefechten können die beiden all ihre Qualitäten entfalten. Ihre Leistungen geben den Ausschlag, daß dieser Film über die Unordnung der neuen Welt mehr ist als nur eine neunziger-Jahre-Ausgabe von "Die Caine war ihr Schicksal". Es ist zeitloses Starkino, wie es gegenwärtig nur in Hollywood produziert wird. ts.

Darsteller:  Denzel Washington  
  Gene Hackman  
  George Dzundza  
  Viggo Mortensen  
  James Gandolfini  
  Matt Craven  
  Lillo Brancato Jr.  
  Rocky Carroll  
  Danny Nucci  
  Steve Zahn  
  Rick Schroder  
  Vanessa Bell Calloway  
 
Regie:  Tony Scott  
Buch:  Michael Schiffer  
  Richard P. Henrick  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  Dariusz Wolski  
Produzent:  Don Simpson  
  Jerry Bruckheimer  

Ich mag Schwierigkeiten

Keiner zelebriert so schöne Weltuntergänge, schickt Superstars durch die abgefahrensten Katastrophen, produziert so erfolgreiche Filme. Hollywood, Dein Name ist Jerry Bruckheimer!

Jerry Bruckheimer am Set von "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/pearl-harbor/56112.html">Pearl Harbor</a>" Großansicht

Jerry Bruckheimer am Set von "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/pearl-harbor/56112.html">Pearl Harbor</a>"

» Spricht man mit Filmemachern, die mit Ihnen gearbeitet haben, erhält man stets die gleiche Antwort: Wenn man mit Jerry arbeitet, ist man alle Sorgen mit dem Studio los.

JERRY BRUCKHEIMER: Das ist doch was Gutes! Diesen Status habe ich mir hart erarbeitet. Ich habe den Studios viel Erfolg gebracht, also vertrauen sie mir. Wenn man auf viel Geld steht, ist das von Vorteil. Und meine Filme haben viel Geld eingespielt.

» Mit wem müssen Sie mehr kämpfen: mit den Finanziers oder den Kreativen?

Meistens sind es die Studios. Auf irgendeine Pappnase trifft man immer, die glaubt, sie wüsste mehr über Film als man selbst.

In "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/black-hawk-down/59989.html">Black Hawk Down</a>" kämpfen US-Marines ums Überleben in Somalia

In "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/black-hawk-down/59989.html">Black Hawk Down</a>" kämpfen US-Marines ums Überleben in Somalia

» Ein Jerry Bruckheimer-Film ist längst ein Markenzeichen. Wofür steht dieses Markenzeichen?

Es steht für qualitativ hochwertige Unterhaltung. Meine Filme sollen das Publikum an einen anderen Ort transportieren, sollen Emotionen wecken.

Ich würde mir wünschen, dass das Publikum beim Verlassen des Kinos die Überzeugung hat, etwas gelernt zu haben.

» Wo genau kommt bei "Black Hawk Down" die Unterhaltung ins Spiel?

Das ist natürlich kein Gute-Laune-Film. Der Reiz des Films besteht darin, dass er uns eine Welt zeigt, die kaum jemand von uns jemals kennen lernen wird. Es ist der erste Film, der moderne Kampfhandlungen zeigt, wie sie wirklich sind.

Man kennt Spielbergs "Der Soldat James Ryan" und die Vietnam-Entwürfe von Stone und Coppola, aber das sind jeweils Kriege der Vergangenheit.

Manchmal lässt er Bräute tanzen, wie in "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/coyote-ugly/54963.html">Coyote Ugly</a>"...

Manchmal lässt er Bräute tanzen, wie in "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/coyote-ugly/54963.html">Coyote Ugly</a>"...

» Was ist der Grund, warum sich ein Kinopublikum das ansehen soll?

Ich kann nur von mir selbst reden: Ich bin unglaublich neugierig zu erfahren, was diese jungen Soldaten in ihrem Beruf tun.

Und dann muss ich natürlich noch sagen, dass ich die Tatsachenromanvorlage von Mark Bowden für absolut brillanten Journalismus halte.

» Sie sind der erfolgreichste Produzent der Filmgeschichte. Was treibt Sie immer wieder an?

Ich möchte weiter Filme machen, die die Fantasie des Publikums anregen. Und wenn die Kritiker klatschen, dann ist das auch nicht schlecht. Für mich gibt es nichts Größeres, als hinten im Kino zu stehen und zu sehen, wie ein voll besetztes Auditorium bei einem meiner Filme mitgeht.

Ich mag das Geschäft, weil man nie auslernt: Betrachten Sie das Plakat von "Black Hawk Down": Ist das ein Film, den sich Frauen ansehen wollen? Eigentlich nicht, oder? Und doch: 42 Prozent der Zuschauer sind Frauen. Die beste Mundpropaganda? Frauen.

Ist doch irre: Man weiß nie, ob und wie ein Film ankommt. Das finde ich spannend.

... aber meistens geht es richtig zur Sache (wie in "Pearl Harbor")

... aber meistens geht es richtig zur Sache (wie in "Pearl Harbor")

» Hat sich Ihre Sichtweise auf Filme im Lauf ihrer Karriere verändert?

Nein, ich vertrete die Ansicht, dass man das machen soll, was man gut kann. Ich habe große Erfahrung und verstehe das Filmemachen von Grund auf. Und das möchte ich fortsetzen.

Lassen Sie mich klar betonen: Ich liebe Filme. Ich liebe die Arbeit. Ich liebe es, ins Kino zu gehen. Ich liebe all die Schwierigkeiten, die mit der Herstellung eines Films verbunden sind.

» Im Hinblick auf die Ereignisse vom 11. September kann die Frage nicht ausbleiben, ob sie die Arbeit an "Black Hawk Down" beeinflusst haben?

Wir hatten den Film bereits gedreht und geschnitten. Nach dem 11. September überlegten wir, ob wir am Schluss des Films noch Texttafeln zeigen sollten, die einen direkten Bezug zwischen Mogadischu 1993 und Afghanistan 2001 herstellten. Dann verwarfen den Gedanken wieder. Das Publikum soll seine eigenen Schlüsse ziehen.

Ein friedlicher Jerry mit "Black Hawk Down"-Regisseur Ridley S.

Ein friedlicher Jerry mit "Black Hawk Down"-Regisseur Ridley S.

» Sie haben in den letzten Jahren vermehrt mit Filmneulingen gearbeitet. Wie unterscheidet sich die Arbeit mit einem Routinier wie Ridley Scott?

Ridley ist ein brillanter Filmemacher, ein Meister, der mit jedem Film besser wird. Mit ihm einen Film zu machen, ist ein Traum. Er hat vor nichts Angst, hat alles schon mitgemacht. Er lässt sich von keinem Problem einschüchtern, sondern findet einfach eine Lösung. Das beansprucht manchmal etwas Zeit und etwas Geld. Aber er kriegt es immer auf die Reihe.

» Wie unterscheidet er sich von seinem Bruder Tony, mit dem Sie bereits fünf Mal gearbeitet haben?

Ridley ist der Ältere, das merkt man sofort. Ich versuche es mal mit einer Analogie: Tony (u. a. "Crimson Tide - In tiefster Gefahr", Anm. d. Red.) fährt gern schnelle Motorräder und ist ein fanatischer Freeclimber. Ridley spielt Tennis. Das ist der Unterschied. Der eine ist ein Draufgänger, der andere genießt das Leben.

» Und zu welcher Seite tendieren Sie? Action oder Genuss?

Ich liebe das Leben. Ich spiele Hockey - das ist das Gefährlichste, was ich mache.

 

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Denzel Washington

Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney...

 

Star

Gene Hackman

Seitdem Gene Hackman 1961 in "Der Tollwütige" als Polizist sein Debüt gab und 1967 mit seinem Part in "Bonnie und Clyde" den schauspielerischen...